Einem Ondit zufolge hat Konrektor a. D. Wilhelm Nörgel sich über die Darstellung seiner Person und seiner Äußerungen in der Soap „Fruststadt – alles wird gut“ so sehr geärgert, dass er dem Sender „Vox Humana (Hastdutöne-TV)“, der die Ausstrahlung übernommen hat, eine Gegendarstellung zugesandt hat. Der Rechtsstreit zwischen den Anwälten des Senders und Herrn Nörgel, ob die Bedingungen des Pressegesetzes über eine zwingende Veröffentlichung der Gegendarstellung erfüllt sind, ist noch nicht abgeschlossen, Unabhängig von der Einschätzung des Senders, halten wir die Veröffentlichung aber für angemessen – schon um die Neugier der Fruststadt-Fans zu befriedigen …

Sehr geehrte Damen und Herren! Hiermit verlange ich die Richtigstellung verschiedener Behauptungen, meine Person betreffend in Ihrer Sendung „Fruststadt – alles wird gut“  Bereits in Folge 13 schlägt es dasselbe, denn dort – so wie in mehreren Zusammenfassungen am Beginn weiterer Folgen – wird die Behauptung aufgestellt, es habe nur eine – nämlich meine – Gegenstimme gegen die Berufung von Herrn G. auf die Kirchenmusikerstelle gegeben. Diese Behauptung ist unrichtig. Richtig ist vielmehr, dass auch im Kapellenvorstand von Leerkirchhausen, der ein eigenes Votum abzugeben hatte, Kapellenvorsteherin Tusnelda Nörgel (meine Schwester) sich gegen diese Berufung ausgesprochen hat. Dass mein Abstimmungsverhalten keine Ablehnung der Person von Herrn G. bedeutet, ist daran erkennbar, dass ich ihm zu außerordentlich günstigen Konditionen die Erdgeschoss-Wohnung in meinem Haus vermietet habe. Weiter wird behauptet, dass ich dem KV in Fruststadt seit 1945 ununterbrochen angehöre. Auch diese Behauptung ist unwahr. Mein erster Eintritt in einen KV erfolgte erst 1949, und zwar in meinem Heimatort Leerkirchhausen, wo ich im fraglichen Jahr als Jugendvertreter in dieses Gremium berufen wurde. Diesem KV gehörte ich bis zu meinem Umzug nach Fruststadt im Jahr 1966 an, wo ich dann 1969 in den hiesigen KV gewählt wurde. Und auch in dieser Dienstzeit gab es noch eine Unterbrechung – 1976 schied ich für die Zeit bis zur Neuwahl 1978 unter Protest aus dem Vorstand aus, da der damalige Jugendpastor Friedemann Lederjack ohne Absprache mit dem KV ein Rockkonzert in der Kirche veranstaltet hatte! In der noch nicht ausgestrahlten Folge 99 der Serie wird – dem Ankündigungstrailer nach zu vermuten – die Behauptung aufgestellt, ich hätte regelmäßig das zu laute Klavierspiel von Herrn G. in der Wohnung unter mir beanstandet und ihn deshalb „terrorisiert“. Diese Behauptung ist unwahr. Ich habe lediglich einmal(!) – und das an einem Montag um 23.02 ! – mit dem Besenstiel auf den Fußboden geklopft, um bei Herrn G. und seinem männlichen Übernachtungsbesuch ein baldige Beendigung des lauten Musizierens mit Klavier und Schlagzeug anzumahnen. Ebenso wird behauptet, mir sei der Schimmelbefall der an Herrn Gospelbach vermieteten Wohnung bekannt gewesen. Dies trifft nicht zu. Es trifft lediglich zu, dass ich geäußert habe: „Daran sind nur die übertrieben ökologisch eingestellten Vormieter schuld, die mich dazu überredet haben, Energiespar- und Dämmungsmaßnahmen durchzuführen.“ Unrichtig ist in diesem Zusammenhang, dass ich diese Vormieter, also Frau Vega N., ihre Drillinge sowie ihren Freund und dessen Sohn als „grüne Müslifresserbande“ bezeichnet haben soll.

Anmerkung der Redaktion: Wie könnte es anders sein – Herr Nörgel hat mit seinen Jahreszahlen selbstverständlich recht. Einem Ondit zufolge war die KV-Pause in den siebziger Jahren jedoch auch darin begründet, dass Konrektor Nörgel Hoffnung hegte, nach Ausscheiden seines Vorgesetzten endlich die Rektorenstelle angetragen zu bekommen. Dies war allerdings nicht der Fall (seiner Meinung nach, weil er nicht das örtlich erforderliche Parteibuch hatte, das er drei Jahre zuvor unter wütendem Protest zurückgegeben hatte). So kehrte er bei der nächsten Wahl in den KV zurück.

 Mehr davon? Siehe https://kraftwort.wordpress.com/2009/11/14/fruststadt-soap-%E2%80%9Ealles-wird-gut-folge-113-kann-es-denn-noch-schlimmer-kommen/

 

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