Einem Ondit zufolge fragt sich der geneigte Leser, warum er auf der Kraftwortseite von einem Nilpferd angesehen wird?

Der Grund ist einfach: Ich kenne dieses Nilpferd persönlich, habe ihm aus nächster Nähe im Shire-River in die Augen geschaut und wir haben uns sofort verstanden. Es hatte deshalb auch nichts dagegen, dass ich es fotografiere.

Zweitens habe ich gelernt, dass Nilpferde zwar sehr friedliche, aber auch sehr kraftvolle Tiere sind – trotz ihrer friedlichen Absichten sind sie die gefährlichsten Tiere Afrikas. Wer einem Krokodil zu nahe kommt, hat noch durch Flucht eine Chance. Oder er verliert nur die Hand, die es ihm abbeißt. Wer sich jedoch mit einem Nilpferd anlegt, hat definitiv keine Chance …

Drittens erinnert es mich an Albert Schweitzer. Von ihm wird berichtet, dass er einmal auf einer Bootsfahrt auf einem afrikanischen Fluss zwischen Nilpferden entlangfuhr. Und genau in diesem Moment fuhr ihm der Satz in den Sinn: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“ – und aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte er das Konzept der „Ehrfurcht vor dem Leben“. M.E. ist das eine Schlüsselerkenntnis, die auch in den ethischen Diskussionen unserer Tage (z.B. in der Frage der Tötung auf Verlangen, euphemistisch aktive Sterbe-„Hilfe“ genannt)  noch nicht mit allen Konsequenzen berücksichtigt worden ist.

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