„Allerseelen-Ruhe“, „Mucksmeischenstill“, „Früh-linge“, „Das Trenn- ende“ … – das sind nur einige der Wortschöpfungen in den Gedichten von Jürgen Trumann in seinem zweiten Buch „Schräger Einfall bringt ins Lot“, auf das ich vor einiger Zeit schon einmal kurz hingewiesen habe. Wie schon in seinem ersten Gedichtband „Zurück zu den Wortzeln“ (guckst du hier: https://kraftwort.wordpress.com/2010/09/03/ein-fall-von-ei-versucht-ein-gedicht-als-buchempfehlung/) spannt sich der Bogen auch in seinem neuen Band von Erfahrungen in und mit der Natur und Erlebnissen in Cafes und Kneipen über Begegnungen mit lächelnden und anderen Zeitgenossen bis hin zu Gedanken über Gott, Glauben und Kirche, immer anregend zum Weiterdenken, oft überraschend in seinen Wortschöpfungen und Sprachspielen und meistens humorvoll. Vorgemerkt zum Zitieren in meiner nächsten Neujahrspredigt ist jedenfalls schon „Neuland“ … Gefallen hat mir auch der unaufgeregte und doch deutliche Schluss in einem Gedicht gegen alltägliche rechte Ressentiments: „Kanake heißt einfach Mensch auf Hawai. / Das bist ja auch du. Ist nichts Schlechtes dabei.“

P.S.: Bei dem im Titel genannten „Schrägen Einfall“ handelt es sich übrigens um den schrägen Einfall des Sonnenlichts durchs Fenster …  (im Gedicht „Kuss der Sonne“)

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