Eine interessante Endeckung: Das Blablameter. Guckst Du hier: http://www.blablameter.de/index.php Das Blablameter testet Texte darauf, ob sie – zum Beispiel durch einen übertriebenen „Nominalstil“ – sprachlich gesehen viel „blabla“ enthalten. Leider werden die Kriterien nicht völlig offen gelegt, aber die Idee finde ich nicht schlecht. Der Index zeigt Werte zwischen 0 und 1, wobei 0.00 die beste Wertung („bullshitfrei“) bedeutet, die allerdings nach Angaben der Seite praktisch unerreichbar bzw. auch schon wieder verdächtig ist …

Ein „Selbstversuch“ war ganz interessant: Ich habe eine ganze Reihe Texte aus meinem Blog einmal durch diesen Test gejagt und zu meiner Freude immer positive Werte (immer unter 0.2, oft sogar unter 0.1) erreicht. Den „besten“ unter meinen Texten habe ich aber nicht selbst geschrieben (nur ein wenig bearbeitet) – das ist meine Anspielversion von Tolstois Geschichte „Vom König, der Gott sehen wollte“ (https://kraftwort.wordpress.com/2011/01/15/vom-konig-der-gott-sehen-wollte-ein-kleines-theaterstuck/) – dieser Text bekam die praktisch nicht mehr zu toppende „de-facto-Bestnote“ von 0.01!

Zum Vergleich: Ein Ausschnitt aus einer Regierungserklärung bekam den Wert 0.44, was das Blablameter so interpretiert: „0.44 Ihr Text riecht schon deutlich nach heißer Luft – Sie wollen hier wohl offensichtlich etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken.“ 

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