Der Bundespräsident hat sich besorgt über die große Zahl von Nichtwählenden geäußert – völlig zu Recht. Das hat mich auf eine Idee gebracht.

Mein Vorschlag: Die Anzahl der Sitze eines Parlaments richtet sich nach der Wahlbeteiligung (also z.B. pro einer festgelegten Wählerzahl hat das Parlament einen Sitz oder: die vorgesehene Sitzzahl wird nur bei einer Wahlbeteiligung von 80 % und mehr vergeben und schrumpft prozentual))
Dann hätten nämlich alle Kandidierenden und alle Parteien ein Interesse daran, dass die Wahlbeteiligung hoch ist – das ist zur Zeit noch nicht unbedingt der Fall (vor allem kleine Parteien profitieren von einer niedrigen Beteiligung, weil sie dann die 5 %-Hürde leichter überspringen …). Auch ist es zur Zeit für die Parteien ja angenehmer, wenn die Unzufriedenen gar nicht wählen gehen, als wenn sie unbequeme Protestparteien ins Parlament bringen, was ebenfalls die Versuchung erhöht, eine niedrige Wahlbeteiligung zu akzeptieren …

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