Lange war das kirchliche Singen gespalten:
Auf der einen Seite gab es Gemeindehäuser, da stapelten sich die Liederbücher aus dem Hänssler-Verlag im Schrank („Jesu Name nie verklinget“ Bände 1 bis 6 – oder gab es noch mehr? und heute „Feiert Jesus“ 1-4 und „Feiert Jesus To Go“)
Andere brauchten weniger Platz – denn die Kirchentagsliederhefte sind gewöhnlich sehr viel dünner. Entweder „erwecklich-missionarisches“ Singen mit Fietz, Heizmann und Strauch und  (für Kinderlieder) Daniel Kallauch. Oder Baltruweit und Edelkötter mit Liedern, in denen zwar die Worte Gott und Jesus selten vorkommen, dafür aber gerne „Hoffnung“ und „Vertrauen“
Überschneidungen gab es in den verschiedenen Liederbüchern, wenn es hoch kam, gerade mal bei „Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ oder „Ins Wasser fällt ein Stein“.  Ansonsten musste man sich jahrzehntelang bei der Liederbuchauswahl entscheiden, ob man „Kleines Senfkorn Hoffnung“ oder „Meine Zeit steht in deinen Händen“ singen wollte. Inzwischen haben sich, Gott sei Dank, die Fronten etwas aufgeweicht.
Ein Liederbuch, das aus beiden Traditionssträngen das Beste enthält, und dazu auch noch ein paar Gesagbuchlieder, einige Gospels (Wo findet man schon Andrae Crouchs „I’m gonna keep on singing“?!!) und Spirituals sowie Taizegesänge, möchte ich als Liederbuch des Monats dieses Mal empfehlen: „Das Liederbuch – Lieder zwischen Himmel und Erde“ aus dem tvd-Verlag. 2009 bereits in der 4. Auflkage erschienen, insgesamt 460 Lieder, außerdem 38 Andachtsvorschläge, die man z.B. als Morgen- und Abendandachten auf Konfirmandenfreizeiten unverändert übernehmen kann (die deshalb auch gut von Teamern durchgeführt werden können).
Hier lohnt sich die Anschaffung auch in größerer Stückzahl – für Konfer und Jugendgruppe, evtl. sogar so, dass sie im Gottesdienst verwendet werden können. Die Kosten sind nicht unerheblich (17 € pro Stück) – aber es erspart einem auf Jahre hinaus eine Menge Liederzettel und lässt immer wieder neues entdecken – zum Beispiel die wunderbare „Moritat vom Nutzen der Seefahrt“ (zur Jona-Geschichte) oder das „Dino-Lied“, die man in kaum einem anderen Liederbuch bekommt und die sich beide als attraktiv für das Singen in Konfergruppen erwiesen haben.
Zu den positiven „Kleinigkeiten“ gehören auch die verschiedenen Inhaltsverzeichnisse – ein Verzeichnis der Texte, ein Verzeichnis der Lieder nach Kapiteln und, natürlich, alphabetisch nach Liedanfängen / Titeln, ein Inhaltsverzeichnis nach Stichworten und schließlich eines nach Bibelstellen. Und – auch nicht unwichtig, es ist vergleichsweise stabil. Wir benutzen es seit Jahren und natürlich werfen es Jugendliche auch mal durch den Raum – aber bis jetzt ist noch keines wirklich kaputtgegangen oder aus dem Leim geraten (Eselsohren gibt es natürlich zuhauf und wie bei allen guten Büchern auch schon einen gewissen Schwund …)

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