Die derzeitige Gestaltung von evangelisch.de finde ich immer noch ziemlich misslungen. Trotzdem wage ich mich gelegentlich in den dortigen Meldungs- Artikel und Notizwust – und muss die Kritik, es handele sich bei dieser halboffiziellen Kirchenseite nur noch um obrigkeitskirchlichen Verlautbarungsjournalismus wohl erst einmal zurücknehmen: Ich bin dort auf einen Artikel gestoßen, der die derzeitige obrigkeitliche Kirchenpolitik (Top-down-Strategie sagt man heute dazu und meint, dann wäre das akzeptabler …) in Form und Inhalt sehr deutlich kritisiert: Guckst Du hier:

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/7970/kein-weg-aus-dem-musterkirchenkreis?destination=node/7970

In weniger krasser Form passiert Ähnliches zur Zeit landauf landab. Gemeinden werden zu unsinnigen Strukturveränderungen, Fusionen, Gremienvermehrungen, undurchsichtigen Finanzstrukturen usw. gezwungen und wer eine andere Meinung vertritt als die von oben diktierte  Parteilinie  wird ausgebootet. Engegaierte Ehrenamtliche schmeißen ihre Tätigkeit frustriert hin, engagierte Hauptamtliche gehen in die „innere Kündigung“ oder finden sich plötzlich als angebliche „Querulanten“ diskreditiert (ich übertreibe vielleicht. Es gibt vielerorts auch nach wie vor in der Kirche auch andere Erfahrungen. Aber leider zunehmend auch die genannten negativen)

Deshalb verdient es dieser Artikel, noch eine Weile unter „Meistgelesen“ aufzutauchen (auch wenn selbst diese Rubrik inzwischen etwas versteckt ist) und auf diese Weise vielleicht ein wenig Gehör und evtl. auch ein paar gute Kommentatoren zu finden. Die Parole „Vernetzung statt Regionalisierung“ (Überschrift des z.Zt. vorletzten Kommentars dort) bringt übrigens sehr gut auf den Punkt, was ich selbst zu diesem Thema denke …

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