Hier ist ein Vorschlag für eine kurze Veranstaltung am Jahrestag des Beginns des ersten Weltkrieges:
Die Veranstaltung sollte an einem belebten Platz stattfinden (zB Markt, EInkauftsstraße). EIn Plakatständer kann darauf aufmerksam machen und als Mittelpunkt für einen Schweigekreis dienen.

Musikalische EInleitung: Sologesang „Sometimes I feel like a motherless child“ (sehr schöne zweistimmige Version in „GOSPELIMPULS“ Gütersloher Verlag – S. 180 – auch hier zu finden, mit freundlicher Genehmigung des Autors:
Sometimes I feel like a motherless child )
(Sprecher:)
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Es ist ein gemeinsamer Aufruf der vielen christlichen Kirchen in Europa: Die Kirchen bitten die Menschen in allen Ländern Europas darum, dass sie heute ihren Alltag – wo immer sie sind – mit einer Schweigeminute unterbrechen. Das soll geschehen im Gedenken an den 1. Weltkrieg, der heute vor 100 Jahren, am 1. August 1914 begonnen hat.
Damals haben viele Christen die Kriegsbegeisterung ihrer jeweiligen Völker geteilt.
Heute sind die Kirchen der europäischen Länder, die damals verfeindet waren, vereint im Willen zum Frieden.
Wir schweigen gemeinsam mit Menschen in vielen Ländern Europas.
Lassen Sie uns unsere Schweigeminute beginnen

(Schweigen, danach:)

Auch in unseren Tagen ist der Friede bedroht. Deshalb lade ich Sie ein, dass wir miteinander das Friedengebet sprechen:

(Alle:)
O Herr,
mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass du mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
Amen.

(evtl. Instrumentalmusik zum Ausklang)

Advertisements