Gauck, Schäuble und Kofi Annan standen oft genug in der Presse – aber der Kirchentag war viel mehr als die Anwesenheit von Politikern und Promis – und für die meisten auch anderes; denn selbst wenn fast 10 % der Kirchentagsbesucher Margot Käßmanns Bibelarbeit besuchten, waren imemr noch 90 % eben dort nicht.

Hier also ein paar völlig subjektive EIndrücke:

– Noch nirgends habe ich soviele Menschen mit „Free hugs“-Schildern gesehen

– Eine schöne Idee: Nach dem Abend der Begegnung steckten viele ihre brennenden Kerzen in den Sand der Blumenkübel in der Fußgängerzone

– Die „historischen Adventisten“ versuchen Menschen zu überzeugen, dass die böse Kirche sich untersteht „Zeiten und Gesetz zu ändern“, indem sie den Katechismus-Wortlaut der Gebote dem biblischen Wortlaut tabellarisch gegenüberstellen und böswillige Entstellungen „entlarven“; die Atheisten-Fundis formulieren mit erhobenem Zeigefinger ein 11. Gebot (womit sie ja eigentlich die Geltung der ersten zehn Gebote ebenfalls anerkennen …). Beide haben nur mäßigen Zulauf an Diskutanten, sind aber sicher (hoffentlich?) dankbar, dass es den Kirchentag gibt und damit eine Plattform für ihre eigenwilligen Ideen. Auch sonst stehen noch ein paar Leute auf der Straße, die Pamphlete verteilen, in denen die ach so böse Kirchen angeprangert  und die wahren Lehren (meist in Gebotsform) erklärt werden. Auf dem eigentlichen Kirchentag stehen aber zum Glück nichtg Gebote, sondern das Evangelium im Vordergrund

– Salomos hörendes, weises Herz wird sehr gut im Erölffnungsgottesdienst des Gospelzentrums ausgelegt. Etwas weniger deutlich dann leider in der Predigt des großen Abschlusgottesdienstes – da wird das hörende Herz nur so interpretiert, dass Salomo „auf sein Volk“ gehört habe – dabei geht es doch in erster Linie darum, dass Salomo auf Gott gehört hat …IMG_1422

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