Meine hessen-nassauische Heimatkirche wird einen solchen Geburtstag vielleicht gar nicht erreichen – aber die immerhin (noch) größte Landeskirche der EKD, die hannoversche Landeskirche wird in diesen Tagen 150 Jahre alt. Aber sie wird diesen Geburtstag, so erfahre ich von einem hannoverschen Kollegen, gar nicht feiern.
Warum? Weil es da nichts zu feiern gibt? Vielleicht kann zur Erklärung ein Kalauer dienen, den ein anderer hannoverscher Pfarrer in diesen Tagen formulierte: „Woran merkt man, dass unsere Kirche krank ist?“ – „Daran, dass sie an allen möglichen Stellen Verband trägt“ (spielt an auf die Zwangsregionalisierung: Gemeinden müssen ihre Selbständigkeit aufgeben um Teil eines „Gemeindebverbands“ zu werden, Kirchenkreise gehören zu einem „Kirchenkreisverband“, Kindergärten zum im jeweiligen Dekanat angesiedelten „Kindertagesstättenverband“ usw. – eine Aktion zur wunderbaren Gremienvermehrung, Basisentfernung und Schaffung unnötiger Konfliktpotentiale …)

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