Dass die deutsche Nationalmannschaft gegen Mexiko verloren hat ist logisch – die Mexikaner haben schließlich ein Tor mehr geschossen als die deutschen (1:0).

Was ich aber nicht einsehe, ist dass, wir, die Wahlbürger-Mehrheit, wie Verlierer behandelt werden, obwohl wir 87:13 gewonnen haben. Bei der letzten Wahl haben 13 % AfD gewählt. Das waren schon erschreckend viele. Aber doch deutlich weniger als die 87 %, die das nicht getan haben, zu denen ich auch gehöre. Warum machen dann die Parteien, die von denen gewählt wurden, die NICHT die AfD haben wollten, plötzlich fast alle Politik für diese 13%-Minderheit? „Der AfD-Ähnlichkeitswettbewerb ist in vollem Gange“ hieß es kürzlich in einer Satiresendung. Warum? Warum kriege ich von denen, die ich gewählt habe, nicht die Politik, die ich gewählt habe, sondern bekomme die AfD-Politik, die ich ausdrücklich nicht haben wollte?

Vor einigen Monaten sagte ein CSU-Politiker: „Den messdienernden fußballspielenden Senegalesen werden Sie nie wieder los, das ist das Problem“ – und er wurde dafür von CDU bis Linkspartei, von Katholiken, Protestanten und Atheisten einhellig gerügt. Heute wird  genau die Politik forciert, die diesem Diktum entspricht. Es wird verhindert, dass ein Senegalese in Deutschland überhaupt mit anderen im Verein Fußball spielen und messdienern kann – er kommt nämlich, wenn er überhaupt irgendwie einreisen kann, gleich ins AZ, wo er überhaupt keinem Deutschen begegnet, außer den Behördenvertretern, mit denen er zu tun hat …

Um es deutlich zusagen: Ich will keine Asylwende, ich will keine Ankerzentren, ich will keine Verschärfung des ohnehin schon eher dürftigen Asylrechts. Ich will weiter stolz sein können auf Deutschland und seine Willkommenskultur. Ob es noch irgendeine Partei für mich gibt, die das auch will – und auch so handelt?

BTW: Glauben die AfD-Nachahmer wirklich, sie könnten der AfD so Wähler abjagen? Erstens würde das ja gar nichts nützen und wäre m.E. kein Grund zur Freude, wenn diese Wähler dann auch bei der Union, FDP oder auch SPD und Linken diese Politik kriegen. Die bislang „Etablierten“ vermitteln den Menschen doch nur den Eindruck, als ob sie sagen: „Ja, wir sehens ein, die AfD hatte recht“ – und machen damit eher noch Werbung fürs „Original“ …

 

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