Humor


Rabbiner Ludwig Philippson hat bekanntlich die Hebräische Bibel (in christlicher Terminologie das Alte Testament also) ins Deutsche übersetzt, ich habe die drei Bände in diesem Blog bereits vorgestellt (Siehe unten).

Jetzt ist er einem Ondit zufolge zum Ehrenmitglied im „Verein der Freunde des Genitivs“ ernannt worden. Auslöser war die heutige Losung aus Jes. 25 in seiner Übersetzung. Dort lautet sie: „Der Ewige ist es, seiner harrten wir. lasst uns jubeln und seiner Hilfe uns freu’n“ Zwei sehr schöne Genitive in einem Satz aus 15 Worten! Zum Vegrleich die Lutherübersetzung, wie sie im Losungsbuch steht: „Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.“

Nebenbei: Die Losungsübersetzung von heute lässt mich vermuten, dass er außerdem von der „Verein’gung der Freunde des Apostrophs“ ausgezeichnet werden wird. Von ihnen erhält er demnächst wohl den „Ehrenpreis für die häuf’ge und richt’ge Verwendung des Apostroph“! (Selbst „der Ewige“ – das ist seine Übersetzung des Gottesnamens – heißt bei ihm bisweil’n „der Ew’ge“, wenn der Sprachrhythmus ihm das schöner erschein‘ lässt …)

Ach so: Hier nochmal der Hinweis auf die Blogbeiträge zu Philippsons schöner Bibelübersetzung:

Band 1 (Thora = 5 Bücher Mose): den Beitrag gibt es HIER  (mit Beispieltext aus Micha)
Band 2 (Propheten): Dieser Band wird HIER vorgestellt.
Band 3 („Ketuwim“, die Schriften, also Psalmen, Weisheitsliteratur usw.): Dazu gibt es HIER ein paar Informationen
– dort auch die jeweiligen bibliographischen Angaben! –

 

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Man sollte
eine Geschichte über den Konjunktiv schreiben, auf dass er nicht mehr so verachtet sei.
Vielleicht würde man ihn als Person beschreiben?

Würde
ich sagen, diese Person sei
weder männlichen noch weiblichen Geschlechts, so nähmen
die diesen Text Lesenden gewisslich an, die Geschichte sei
vor der Zeit des Gendermainstream geschrieben, denn damals wäre
das noch etwas ungewöhnliches gewesen,
was so dem Charakter des Unwirklichen entsprochen hätte.
Heute aber wüsste
jeder das Zwischengeschlechtliche als Wirkliches anzusehen, so dass dieses der Eignung entbehrte,
zu verdeutlichen, dass der Konjunktiv, wäre
er eine Person, zugleich etwas Unwirkliches an sich trüge.

Jedenfalls müsste
die Person unsteten Wesens sein, hätte
gewiss kein Zuhause, wäre
zwar mit der unsichtbaren Frau Möglichkeit verheiratet, würde
aber zugleich mit Frau Unmöglichkeit fremdgehen.
Als unsympathische Begleiter würden
dem Konjunktiv wohl stets die Gnome „Eigentlich“ und „Vielleicht“ zur Seite sein.
Sicherlich müsste
unser Protagonist stets mit dem Regenschirm herumlaufen, denn wäre
der Konjunktiv ein Mensch, so würden
die Stilkundigen von heute ihn mit Regengüssen der Kritik übergießen, besonders die DeutschlehrerInnen, die man/frau Deutschlehrer*innen schreiben müsste,
sollte
dieser Text im Unibetrieb Verwendung finden sollen.
Wie sähe
er überhaupt aus, der Herr K,, wenn wir uns denn nun für ihn als Mann entschieden hätten?
Mit einem Wort von Bertolt Brecht ließe
sich sagen, er sei
„überlebensklein“ – vielleicht müsste
man auch aus riesig und winzig ein neues Wort bilden, das „rinzig“ heißen könnte.
So stünde
er also nun vor uns, der rinzige Herr Konjunktiv,
obdachlos mit Regenschirm, und er würde
uns kaum ansehen, denn unstet und flüchtig wäre
er, immer unterwegs von dem, was sein könnte
zu dem was sein sollte,
wenn es denn möglich wäre.
Hier könnte
die Geschichte zu Ende sein – und, o Wunder:
Sie ist es auch.

(Zu hoffen bleibt jedoch: Die „Würde“
des Menschen am Anfang unseres Grundgesetzes möge
kein Konjunktiv sein!)

Eingedenk des Erfolges, dessen das „Manifest der Freunde des Genitivs“ teilhaftig geworden wäre, hätte Bastian Sick sich mit dem Zwiebelfisch seiner angenommen, erschien es mir richtig, nun auch den Konjunktiv einmal zu „würde“-igen!

Gefunden auf https://www.kirche-und-leben.de/artikel/udo-lindenberg-zeigt-zehn-gebote-beim-katholikentag/:

Vom 7. bis 21. Mai in Münster: Udo Lindenberg zeigt „Zehn Gebote“ beim Katholikentag

Udo Lindenbergs "Zehn Gebote" Foto: Patrick Kleibold (Bonifatiuswerk)

Mit seiner „Likörell-Technik“, bei der er die Bilder mit alkoholischen Getränken färbt, malte Panikrocker Udo Lindenberg 14 Bilder. „Udos 10 Gebote“ wurden unter anderem bereits in der Paderborner Gaukirche während des Liborifestes 2017 ausgestellt. (Foto: Patrick Kleibold, Bonifatiuswerk) …
Interessierte können die Ausstellung vom 7. bis 21. Mai von 10 bis 18 Uhr in der Liebfrauen-Überwasserkirche in Münster besichtigen. Beim Katholikentag kann sie am Donnerstag von 13 bis 22 Uhr, am Freitag und Samstag von 8.30 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 21 Uhr angeschaut werden. Der Erlös kommt gemeinnützigen Vereinen und einer Bildungseinrichtung zugute.

… ist natürlich:

Wann gibt es in diesem Jahr Loriots „Weihnachten bei Hoppenstedts“ im Fernsehen?

Hier ist die Antwort:

Sonntag, 24. Dezember 2017, 15:45 bis 16:10 Uhr in der ARD

Sonntag, 24. Dezember 2017, 18:05 bis 18:30 Uhr im NDR

Sonntag, 24. Dezember 2017, 23:00 bis 23:25 im NDR

Sonntag, 24. Dezember 2017, 23:15 bis 23:40 im WDR

Sonntag, 24. Dezember 2017, 23:45 bis 00:10 im SWR

Montag, 25. Dezember 2017, 23:25 bis 23:50 im rbb.

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 05:05 bis 05:30 in der ARD

Oder hier natürlich:

Und wer eine Weihnachtsandacht lesen möchte zum Thema „Weihnachten bei Hoppenstedts und Weihnachten bei Paulus“ – der ist HIER goldrichtig!

Unglaublich: Es liegt schon 110 Jahre zurück, dass Astrid Lindgren geboren wurde – aber wenn Kinder heute ihre Geschichten lesen (das tun sie!), dann sind die genauso frisch wie immer. Bei  mir steht „Astrid“ jedenfalls im persönlichen „Heiligenkalender“ …

File:Astrid Lindgren Grabstein.jpg

„Nimm dich beim Predigen nicht so wichtig! Es war ein Hahn, der Petrus zur Buße brachte – und der Hahn landete mal irgendwann im Suppentopf … “ (Jürgen Werth, HIER gefunden)

gerade aufgespießt: „Wer sich selbst in der Mitte wähnt, ist oft provinzieller als das, was er für den Rand hält.“

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