Konfirmation


Atheismus ist eine Religion wie jede andere. Manche entscheiden sich dafür – viele aber auch nicht, sondern brauchen sie zunächst einmal als „Gruppenidentifikation“. Dieser Artikel bedenkenswerte Artikel macht das sehr deutlich:

http://www.zeit.de/campus/2017-11/atheismus-ostdeutschland-ddr-identifikation-jung-und-gott/seite-2

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Was Coca Cola vor Weihnachten kann, kann die Evangelische Kirche auch: als „Festbvorbereitunge“ einen Truck durch die Lande schicken …

Eine interessante Aktion zum Reformationsjubiläum ist der „europäische Stationenweg“, eine Tour durch zahlreiche Städte Europas, die mit der Geschcihte der Reformation  mehr (Genf als Ausgangspunkt, Wittenberg als Ziel) oder weniger stark (Liverpool zum Beispiel, auch wenn die Beatles auf ihrer ersten Schallplatte auch „O when the saints go marching in“ gesungen haben …) verbunden sind. Eine Übersicht über die beteiligten Städte mit interessanten Kurzinformationen gibt es hier.

Manchmal sind die Infos aber auch zu kurz – oder in der Kürze schlecht ausgewählt. So fehlt bei der Stadt Straßburg jeder Hinweis auf den dortigen Reformator Martin Bucer (der immerhin die Konfirmation erfunden hat …)

Am Sonntag haben wir Begrüßungsgottesdienst für die neuen Konfirmanden. Ein Anspiel, das ich gerade wieder entdeckt habe, werde ich dafür verwenden. Guckst Du hier:

https://gospelimpuls.wordpress.com/2014/09/15/kirche-und-konfer-wozu-ein-dialog/

… jedenfalls nicht in der Suchfunktion! Aber von vorn:

Endlich: Dieses Jahr fahre ich mal wieder zum Kirchentag. Dieses Mal findet er Stuttgart statt. Im Internet kann man das ganze Programm durchsuchen – heißt es. Ich wusste, dass Nadia Bolz-Weber eine Bibelarbeit halten wird – sie ist Leiterin eines erstaunlichen Projektes, eines „Zentrums für alle Sünder und Heiligen“ in Denver und ich wollte diese Bibelarbeit in der Datenbank finden. Also habe ich „Bibelarbeit“ eingegeben – da meinte die Suchfunktion, so etwas gäbe es nicht. Unter den Namen „Bolz-Weber“ oder auch „Nadia“ ergab die Suche auch nichts. Also half doch nur Blättern im Buch: Die Bibelarbeit findet am Samstag, um 9.30 Uhr in den Gloria-Lichtspielen Kino 1 statt … (Beim Blättern ganz hinten angekommen habe übrigens gemerkT: Die Duchfunktion im Buch ist besser – da gibt es ein Register, in dem Nadia Bolz Weber aufgeführt ist mit Seitenzahl ihrer Veranstaltung!)

Gegen eine andere Kritik muss ich den Kirchentag in Schutz nehmen: Die Atheisten-Fundis ziehen ja gerade mächtig gegen die öffentlichen Zuschüsse für ein solches Event zu Felde. 7 Millionen (wenn ich es richtig weiß) sind ja auch nicht wenig. Aber, was sie verschweigen: Für das deutsche Turnfest, eine Veranstaltung ähnlicher Größenordnung fließt mehr als das Dreifache (25 Millionen) Ich gönne das den Turnern – und bin überzeugt, dass das Geld für den Kirchentag eine superlohnende Investition in unsere Demokratie und – nebenbei – auch in die Wirtschaftsförderung der jeweiligen Region ist.

Mal wieder ein schöner Vorschlag auf einem meiner Lieblings-Blogs:

https://gospelimpuls.wordpress.com/2015/04/21/ein-schalom-fur-konfirmanden/

„Warum sprichst Du von Dankbarkeit? Wenn ich glücklich wäre, wäre ich natürlich dankbar!“

„Wahrscheinlich ist es genau andersherum: Wenn du dankbar wärest, wärest du auch glücklich“

Eine erstaunliche Erfahrung: Wenn ich Konfirmandinnen und Konfirmanden, also Jugendliche von ca 14 Jahren frage, welches der Zehn Gebote sie am Wichtigsten finden, dann kommt erstaunlicherweise häufig das vierte Gebot auf Platz eins – zur Erinnerung: Es lautet „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohlergehe und du lange lebest auf Erden“. Das fiel mir wieder ein, als ich auf dieses Video der „Kult-Slammerin“ Julia Engelmann gestoßen bin.
BTW: An der Diskussion, ob ihre Texte „Ihr Leben verändern können“ (Der Stern über ihr Video „One day“ http://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8) oder „Kitsch“ sind, beteilige ich mich mal nicht. Die Frage ist m.E. falsch gestellt. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der es (leider) nichts uncooleres gab als Gedichte und finde es gut, dass es heute so etwas wie „Pop-Poesie“ gibt. Und dafür ist Julia Engelmann sicher eine gute Protagonistin.

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