Sprache


„Wenn du im Recht bist, kannst du es dir leisten, die Ruhe zu bewahren, und wenn du im Unrecht bist, kannst du es dir nicht leisten, sie zu verlieren.“ (Mahatma Ghandi)

(HIER gefunden)

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Man sollte
eine Geschichte über den Konjunktiv schreiben, auf dass er nicht mehr so verachtet sei.
Vielleicht würde man ihn als Person beschreiben?

Würde
ich sagen, diese Person sei
weder männlichen noch weiblichen Geschlechts, so nähmen
die diesen Text Lesenden gewisslich an, die Geschichte sei
vor der Zeit des Gendermainstream geschrieben, denn damals wäre
das noch etwas ungewöhnliches gewesen,
was so dem Charakter des Unwirklichen entsprochen hätte.
Heute aber wüsste
jeder das Zwischengeschlechtliche als Wirkliches anzusehen, so dass dieses der Eignung entbehrte,
zu verdeutlichen, dass der Konjunktiv, wäre
er eine Person, zugleich etwas Unwirkliches an sich trüge.

Jedenfalls müsste
die Person unsteten Wesens sein, hätte
gewiss kein Zuhause, wäre
zwar mit der unsichtbaren Frau Möglichkeit verheiratet, würde
aber zugleich mit Frau Unmöglichkeit fremdgehen.
Als unsympathische Begleiter würden
dem Konjunktiv wohl stets die Gnome „Eigentlich“ und „Vielleicht“ zur Seite sein.
Sicherlich müsste
unser Protagonist stets mit dem Regenschirm herumlaufen, denn wäre
der Konjunktiv ein Mensch, so würden
die Stilkundigen von heute ihn mit Regengüssen der Kritik übergießen, besonders die DeutschlehrerInnen, die man/frau Deutschlehrer*innen schreiben müsste,
sollte
dieser Text im Unibetrieb Verwendung finden sollen.
Wie sähe
er überhaupt aus, der Herr K,, wenn wir uns denn nun für ihn als Mann entschieden hätten?
Mit einem Wort von Bertolt Brecht ließe
sich sagen, er sei
„überlebensklein“ – vielleicht müsste
man auch aus riesig und winzig ein neues Wort bilden, das „rinzig“ heißen könnte.
So stünde
er also nun vor uns, der rinzige Herr Konjunktiv,
obdachlos mit Regenschirm, und er würde
uns kaum ansehen, denn unstet und flüchtig wäre
er, immer unterwegs von dem, was sein könnte
zu dem was sein sollte,
wenn es denn möglich wäre.
Hier könnte
die Geschichte zu Ende sein – und, o Wunder:
Sie ist es auch.

(Zu hoffen bleibt jedoch: Die „Würde“
des Menschen am Anfang unseres Grundgesetzes möge
kein Konjunktiv sein!)

Eingedenk des Erfolges, dessen das „Manifest der Freunde des Genitivs“ teilhaftig geworden wäre, hätte Bastian Sick sich mit dem Zwiebelfisch seiner angenommen, erschien es mir richtig, nun auch den Konjunktiv einmal zu „würde“-igen!

„Alle Fahnen werfen den gleichen Schatten“

Durch das Reformationsjubiläum sind wir ja gewohnt, kirchengeschichtliche Daten zu feiern – wer also das theologische Gedenken nach Luther fortsetzen will, kann sich im Jahr 2018 mit Karl Barth beschäftigen, der vor 50 Jahren gestorben ist. Auf diesem Blog habe ich das anlässlich seines 125. Geburtstages bereits getan – Wer also in der Tag-Cloud auf den nach wie vor groß geschriebenen Namen Karl Barth klickt, findet eine ganze Menge zum vermutlich größten Theologen des 20. Jahrhunderts (neben „Barnabas“ natürlich …)

(Refrain)
In der weihnachtlichen Zeit   gibt es viel Vergesslichkeit
Zwischen Mehl und Milch ist so mancher Knilch
für den Sinn des Festes nicht bereit,
in der weihnachtlichen Zeit, INN der weihnachtlichen Zeit!

(Strophe)
Bräuchten wir nicht Zeit zum Beten und nicht nur zum Teige kneten –
„Nun singet und seid froh“ – Wieso?
Weil der Herr geboren ist, der Erlöser Jesus Christ,
dass Ihr ihn nicht vergesst – beim Fest!

In der weihnachtlichen Zeit …

Einen interessanten Adventskalender – garantiert ohne Schokolade, Teebeutel, Coladosen oder Lovetoys – haben norddeutsche Vikarinnen und Vikare zusammengestellt: HIER kann man täglich einen Besinnungsimpuls zur Adventszeit lesen oder hören. (Besonders lohnend: das Türchen vom 2. Dezember!)

„Nicht wir vollbringen Rettung dem Land“

(Jesaja 26,18 in der Übersetzung von Rabbiner Ludwig Philippson)

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