Sprache


Wo die FAZ recht hat, hat sie recht. Hier zum Beispiel: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evangelischer-kirchentag-genderwahn-verunstaltet-liederbuch-15036612.html

Ich war leider nicht auf dem Kirchentag. Wurden die Liedfassungen in „gerechter Sprache“ (bzw. „sehrschlechter Sprache“) wirklich gesungen?

„Kurzfilme (neudeutsch: Short Cuts) zum Thema Gnade“ waren mir angekündigt, als ich die Seite öffnete meriket ich,d ass es sich nur um gefilmte Statements einzelner Personen handelt (die dabei immer eine Tasse Kaffee trinken, soviel handlung immerhin) Das hat mich zunächst etwas enttäuscht, weil ihc mir unter einem Film mehr Action vorgestellt hatte. Aber einzelne Beispiele davon haben mich doch sehr angesprochen – zum Beispiel diese Gedanken eines jungen Unternehmers, Dominik Hoffmann:

Auch der Bericht der syrischen Studentin Maream Kazah lässt „Gnade“ lebendig werden:

Zu allen Videos kommt man über die Seite der EKHN „Gott neu entdecken“

 

Nette Idee zum Reformationsjubiläum:

Ob es wirklich eine Predigt ist, weiß ich nicht – aber jedenfalls ein toller Text, und allemal predigttauglich:

Bevor er US-Präsident wurde, war er schon einmal in Berlin – jetzt, nachdem er es nicht mehr ist, kommt er wieder dorthin – zum Deutschen Evangelischen Kirchentag im Reformations-Jubiläumsjahr. Was jetzt schon bekannt ist, findet man HIER

 

HIER habe ich schon einmal auf die Bibelübersetzung von Rabbiner Ludwig Philippson hingewiesen, die bearbeitet und neu aufgelegt worden ist – damals war gerade der erste Band erschienen, der die Thora und die prophetischen Sabbat- und Festtagslesungen (Haftarot) enthält. Jetzt gibt es den zweiten Band, in dem – wieder auf hebräisch und deutsch – die Prophetenbücher zu finden sind. Das sind nach jüdischem Verständis sowohl die „vorderen Propheten“ Josua, Richter, Samuel und Könige (die in der christlichen Tradition den „Geschichtsbüchern“ zugerechnet werden) als auch die „hinteren Propheten“ Jesaja, Jeremia und Ezechiel sowie das Zwölfprophetenbuch (die „kleinen“ Propheten von Hosea bis Haggai).  Für alle Theologen, die ihre Hebräischkenntnisse ab und zu etwas auffrischen wollen, aber auch für alle, die für ihre Predigtarbeit oder ihr Glaubensleben die Bibel möglichst gut verstehen wollen, ist diese Ausgabe m.E. eine große Hilfe. Übrigens hat – das habe ich gerade gelesen – auch Martin Luther sich bei seiner Übersetzung des Alten Testaments Rat bei Rabbinern und jüdischen Exegeten geholt, weil er in ihnen – bei allen Glaubensunterschieden – die „Experten“ für die hebräische Bibel sah. Diese Einstellung dürfte auch dazu geführt haben, dass er die nachchristliche (!) jüdische Kanonentscheidung anerkannte und die nicht auf hebräisch verfassten Bücher des AT (Jesus Sirach, Tobit usw..) als „Apokryphen“ verstand, also nicht als gleichwertige Teile des AT. Deshalb unterscheidet sich Inhalt und Aufbau einer evangelischen Bibel (z.B. der Luterhübersetzung) sich bis heute von einer katholischen Ausgabe (z.B. der Einheitsübersetzung). Auch dass wir im evangelischen Gottesdienst in der Regel den aaronitischen Segen aus 4. Mose 6 verwenden (wie im jüdischen Gottesdienst), dürfte mit diesem oft übersehenen Philosemitismus des „frühen“ Luther (der in der Wahrnehmung vom Antijudaismus des alten Luther nahezu verschluckt wurde) zu tun haben.

Hier nun die bibliographischen Angaben:

Die Propheten (hebräisch-deutsch) in der Übersetzung von Rabbiner Ludwig Philippson revidiert und herausgegeben von Walter Homolka, Hanna Liss und Rüdiger Liwak Herder-Verlag Freiburg im Breisgau 2016 bzw. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2016 ISBN 978-3-534-26889-4

 

… und die intelligente Antwort der 14jährigen Laetitia Jennißen, entstanden im Jugendschreibwettbewerb von kath.net – guckst Du HIER

 

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