Weihnachten


Alle demokratischen Parteien geben sich derzeit als „grüne Piratenpartei“, wollen vor allem Klimaschutz und Digitalisierung. Aber keine sagt, was das eigentlich bedeutet – außer dass man die Netze ausbauen will, was richtig ist und den Schulen PCs schenken möchte, was möglicherweise teilweise richtig ist.

Was wir aber tatsächlich brauchen ist eine kritische Digitalisierungskompetenz. Dass die nicht vorhanden ist, haben mir zwei Beispiel im Jahr 2019 gezeigt;

1. Der Bundesprädident veröffentlichte auf seinem Instagram-Account ein Foto, wie er im Zug sitzend mit Bleistift  letzte Notizen für eine Rede über die Digtalisierung einträgt. Völlig zu Unrecht brachte ihm das Kritik ein – wenn er die Notizen nicht am Laptop schreibe, habe er ja wohl von Digitalisierung keine Ahnung … Dabei ist das Gegenteil der Fall. Für das Thema „Zukunft des Automobilbaus“ bin ich ja auch nicht dadurch kompetent, dass ich jeden Weg mit dem Auto zurücklege, auch den zum Bäcker um die Ecke. Zukunftsorientierte Netzpolitik muss im Blick haben, dass das Internet auch für 10% des weltweiten Enerieverbrauchs zuständig ist und dass ich es sinnvollerweise eben nicht für alles benutze, sondern mein Nutzungsverhalten auch bei den neuen Medien kritisch reflektiere. So wie es inzwischen eine „Flugscham“ gibt, brauchen wir um des Klimaschutzes willen auch eine Streaming-Scham, denn gerade dafür ist der Energieverbrauch bisher unverschämt hoch.

2. Wohin unkritisch „digitalisierungsgeprägtes“ Denken führt, lässt sich auch daran erkennen, dass die meisten Menschen meinen, mit dem 1. Januar 2020 habe ein neues Jahrzehnt begonnen, was natürlich nicht stimmt. Denn das erste Jahrzehnt umfasste die Jahre 1-10, dementsprechend das zweite die Jahre 11-20, das dritte die Jahre 21-30 usw. Wer eine analoge Uhr verwendet, hat deutlich vor Augen, dass die erste Stunde die Spanne umfasst, bis der kleine Zeiger die 1 erreicht hat, die zweite den Raum bis zur 2 usw. Man sagt auch „Halb eins“ und „Dreiviertel eins“, wenn diese erste Stunde zur Hälfte oder zu drei Vierteln um ist. Wer eine Digitaluhr verwendet hat die Ziffernfolge 00.00 – 00.01 – 00.02 vor Augen – und bekommt suggeriert, Null sei eine Zahl und die Stunde nach Mitternacht sei die „nullte“ und nicht die erste Stunde des Tages. Digitalisierungskompetent ist aber nur, wer auch hier zunächst einmal das am Analogen geschulte Denken in Zusammenhängen beherrscht …

Fundstück in einem alten Losungsbuch:

Das Unbeträchtliche wieder zu betrachten
dem hilflos Kleinen eine Chance zu geben
das Unscheinbare aufleuchten zu lassen
dem Machtlosen die Stärke ansehen
das Niedrige hoch achten
und an Veränderung glauben –
auch das ist Weihnachten damals wie heute

(Ulrich Schaffer)

Weihnachten kommt ja bekanntlich immer so plötzlich, die davorliegende Adventszeit erst recht – und bereits ab der Adventszeit in diesem Jahr 2018 sollen wir Pfarrer unsere Gemeinden nach einer neuen „Speisekarte des Wortes Gottes“  versorgen, soll heißen, nach der neuen „Ordnung der gottesdienstlichen Texte und Lieder“ predigen und die Gottesdienste gestalten. Erstaunlich, dass in unseren Konferenzen davon noch nicht die Rede war… Aber an ein paar versteckten Stellen im Netz kann man schon darauf stoßen – zum Beispiel HIER

gibt es HIER. Mitmachen dauert zehn Minuten!

… erinnere ich an einen früheren Beitrag in diesem Blog, in dem sein berühmtes Zitat von der Unvorstellbarkeit einer Welt ohne Christus zu finden ist – guckst Du HIER

 

(Refrain)
In der weihnachtlichen Zeit   gibt es viel Vergesslichkeit
Zwischen Mehl und Milch ist so mancher Knilch
für den Sinn des Festes nicht bereit,
in der weihnachtlichen Zeit, INN der weihnachtlichen Zeit!

(Strophe)
Bräuchten wir nicht Zeit zum Beten und nicht nur zum Teige kneten –
„Nun singet und seid froh“ – Wieso?
Weil der Herr geboren ist, der Erlöser Jesus Christ,
dass Ihr ihn nicht vergesst – beim Fest!

In der weihnachtlichen Zeit …

… ist natürlich:

Wann gibt es in diesem Jahr Loriots „Weihnachten bei Hoppenstedts“ im Fernsehen?

Hier ist die Antwort:

Sonntag, 24. Dezember 2017, 15:45 bis 16:10 Uhr in der ARD

Sonntag, 24. Dezember 2017, 18:05 bis 18:30 Uhr im NDR

Sonntag, 24. Dezember 2017, 23:00 bis 23:25 im NDR

Sonntag, 24. Dezember 2017, 23:15 bis 23:40 im WDR

Sonntag, 24. Dezember 2017, 23:45 bis 00:10 im SWR

Montag, 25. Dezember 2017, 23:25 bis 23:50 im rbb.

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 05:05 bis 05:30 in der ARD

Oder hier natürlich:

Und wer eine Weihnachtsandacht lesen möchte zum Thema „Weihnachten bei Hoppenstedts und Weihnachten bei Paulus“ – der ist HIER goldrichtig!

Bei einem Selbstmordattentat auf eine Kirche in Pakistan sind am Sonntag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als ein Dutzend verletzt worden. Wie der pakistanische TV-Sender Geo meldete, stürmten zwei Angreifer am Sonntag während des vorweihnachtlichen Gottesdienstes die methodistische Bethel Memorial Church in der Stadt Quetta, wo um die 400 Menschen versammelt waren. Einer der Attentäter sprengte sich offenbar im Kirchengebäude in die Luft, der andere wurde nach einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Nun hat sich der „Islamische Staat“ (IS) zum Anschlag bekannt. Die Zahl der Todesopfer sei inzwischen auf mindestens neun gestiegen, berichteten lokale Medien am Montag. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Die Behörden verstärkten derweil die Sicherheitsvorkehrungen für Kirchen und Tempel.

(Quelle: jesus.de)

Einen interessanten Adventskalender – garantiert ohne Schokolade, Teebeutel, Coladosen oder Lovetoys – haben norddeutsche Vikarinnen und Vikare zusammengestellt: HIER kann man täglich einen Besinnungsimpuls zur Adventszeit lesen oder hören. (Besonders lohnend: das Türchen vom 2. Dezember!)

  1. Gott lässt uns nicht allein
  2. Gott lässt uns nicht in Ruhe

Den ersten Satz habe ich schon oft gepredigt. Aber ohne den zweiten kann er kitschig werden

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