Jemand anderes kann es ja nicht wissen: Heute hat mein Blog die Grenze von 10.000 Views überschritten und in diesem Monat liegt der Tagesschnitt erstmals im dreistelligen Bereich – ich gratuliere also hiermit  selber meinem Blog zum Beginn dieses neuen Lebensabschnittes. Anders gesagt: Ich freue mich natürlich sehr, dass ich nicht alles „ins Leere“ schreibe und danke allen, die hier lesen, allen, die bei mir Kommentare hinterlassen (auch den Atheisten und allen anderen, die nicht meiner Meinung sind), allen, die das Blog abonniert haben und schließlich allen, die dieses Blog in ihre Linkliste aufgenommen haben!

Schöne Adventsgrüße in die Runde!

Kleine Ergänzung im Jahr 2014: Mit Beginn des Februar 2014 liegt das Blog bei 140.000 Aufrufen – das Wachstum in den letzten vier Jahren war also ganz ordentlich … Erstaunlich vor allem, dass jeden Tag 20 bis 50 Aufrufe meiner Bibelspruchliste stattfinden, wobei die Menschen vor allem den Sucbegriff „Schöne Bibelsprüche“ eingeben. Das sollte uns Theologen zu denken geben, dass Bibelsprüche „schön“ sein sollen! (Ich habe übrigens nichts dagegen und denke, viele sind tatsächlich wunderschön! Aber normalerweise denken wir ja eher von der Kategorie der Wahrheit her …)

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„In dieser Welt habt ihr Angst“, hat Christus gesagt, „seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Ich spüre, sehe und höre, merke so wenig davon, dass die Christen die Welt überwunden, von der Angst befreit hätten, von der Angst im Wirtschaftsdschungel, wo die Bestien lauern, von der Angst der Juden, der Angst der Neger, der Angst der Kinder, der Kranken. Eine christliche Welt müsste eine Welt ohne Angst sein, und unsere Welt ist nicht christlich, solange die Angst nicht geringer wird, sondern wächst, nicht die Angst vor dem Tode, sondern die Angst vor dem Leben und den Menschen, vor den Mächten und Umständen, Angst vor dem Hunger und der Folter, Angst vor dem Krieg …

Ich überlasse es jedem einzelnen sich den Alptraum einer heidnischen Welt vorzustellen oder eine Welt, in der Gottlosigkeit konsequent praktiziert würde: den Menschen in die Hände des Menschen fallen zu lassen.

Nirgendwo im Evangelium finde ich eine Rechtfertigung für Unterdrückung, Mord, Gewalt.

Ein Christ, der sich ihrer schuldig macht, ist schuldig.

Unter Christen ist Barmherzigkeit wenigstens möglich, hin und wieder gibt es sie: Christen, und wo einer auftritt, gerät die Welt in Staunen. 800 Millionen Menschen auf dieser Welt haben die Möglichkeit, die Welt in Erstaunen zu setzen. Vielleicht machen einige von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab es für sie: Liebe für die die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen…

Ich glaube an Christus, und ich glaube, dass 800 Millionen Christen auf dieser Erde das Antlitz dieser Erde verändern können. Und ich empfehle es der Nachdenklichkeit und Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Christus nicht gegeben hätte. Ich glaube, dass eine Welt ohne Christus selbst die Atheisten zu Adventisten machen würde.

aus: H. Böll, Eine Welt ohne Christus, in: K. Deschner (Hrsg.) Was halten Sie vom Christentum?
P.S.: Wer das Thema noch etwas allgemeiner angehen will, dem / der sei folgender Beitrag empfohlen: