Mögest du dankbar und allezeit bewahren in deinem Herzen
die kostbare Erinnerung der guten Dinge in deinem Leben.
Mögest mutig du stehen in deiner Prüfung,
wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt,
schier unerreichbar scheint.
Möge jede Gottesgabe in dir wachsen
dass sie dir helfe,
die Herzen jener froh zu machen, die du liebst.
Mögest du immer einen wahren Freund haben, der Freundschaft wert,
der dir Vertrauen gibt, wenn es dir an Licht gebricht und Kraft
Dass du dank ihm den Stürmen standhälst
und so die Höhen doch erreichst
Möge in Freud und Leid
das Lächeln und die Huld des Mensch gewordenen Gottessohnes mit dir sein
und dass du allezeit so innig ihm verbunden bist,
wie Er es sich für dich ersehnt.

P.S.
1. Gleich drei irische Segenstexte findet man hier: http://gospelimpuls.wordpress.com/2014/11/05/dreimal-irischer-segen/ – Im gleichen Blog gibt es auch das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ verbunden mit einem meditativen Gebet: https://gospelimpuls.wordpress.com/2014/11/26/fur-advent-und-weihnachten/

2. Wer nicht nur für Weihnachten, sondern auch schon für die Adventszeit einen schönen Text sucht, kann sich ja einmal das Adventsgebet in meinem Blog anschauen:

https://kraftwort.wordpress.com/2010/11/27/adventsgebet/

3. Und wer etwas Aktuelles zum weihnachtlichen Thema „Frieden auf Erden“ sucht, ist hier vielleicht richtig:

https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/15/liu-xiaobo-ich-habe-keine-feinde-und-keinen-hass/

4. Wer schließlich – wenn Weihnachten vorbei ist – nach einem Text fürs Neue Jahr sucht, dem empfehle ich einen schönen Text, der gewöhnlich der Mutter vom Dichterfürsten Goethe zugeschrieben wird: https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/25/rezept-fur-das-neue-jahr/.

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Die Beziehungen, in denen Menschen leben, lassen sich grundsätzlich in zwei fundamental unterschiedliche Kategorien einteilen:

Es gibt Beziehungen, in denen ich lebe, ohne, dass ich mir den / die anderen selber ausgesucht haben – vorgegebene Beziehungen, die ich kurz „V“-Beziehungen nenne

Und es gibt Beziehungen, in denen ich lebe, weil ich sie mir selbst ausgesucht habe – die Wahlbeziehungen oder kurz „W“-Beziehungen.

Aus diesen beiden Abkürzungen ergibt sich er Begriff „VW-Modell“.

Das VW-Modell untersucht den unterschiedlichen Charakter dieser beiden Beziehungsarten und ermöglicht interessante Einblicke und Erklärungen für alltägliche Kommunkationsprobleme.

V-Beziehungen sind zum Beispiel Eltern-Kind-Beziehungen, die Beziehungen am Arbeitsplatz oder in der Schule, Nachbarschaft usw.

W-Beziehungen sind vor allem Liebesbeziehungen und Freundschaften.

Der Unterschied von V- und W-Beziehungen entspricht der Spannung von Sicherheit und Freiheit. In V-Beziehungen können Menschen Sicherheit erfahren , in W-Beziehungen wird Freiheit verwirklicht. Die „Tugend“ einer V-Beziehung ist die Treue, die Tugend der W-Beziehung die Liebe. In der V-Beziehung folgt aus der Nähe im Idealfall die Akzeptanz und Wertschätzung des anderen; in der W-Beziehung folgt aus der Wertschätzung des anderen die Nähe.

Wenn Menschen sich bei der Hochzeit versprechen, einander treu zu bleiben, bis der Tod sie scheidet, dann machen sie aus freien Stücken aus einer W-Beziehung auch eine V-Beziehung. Vermutlich folgen viele Probleme, die Ehepartner miteinander haben, genau aus diesem Wechsel – und daraus, dass sich die Beteiligten nicht klar machen, welchen hohen Anspruch sie mit diesem Schritt an sich selbst stellen; nämlich in ein und derselben Beziehung Freiheit und Sicherheit zu verwirklichen, Liebe und Treue zu üben.

Das VW-Modell macht auch deutlich, dass Liebe und Hass bzw. Freundschaft und Feindschaft keine symmetrischen Gegensätze sind: Liebe bzw. Freundschaft kennzeichnen eine positiv qualifizierte W-Beziehung, Hass bzw. Feindschaft kennzeichnen eine negativ qualifizierte V-Beziehung. Anders ausgedrückt: Menschen haben das Bedürfnis nach Liebe und Freundschaft und suchen sich Menschen, mit denen sie dies erleben und verwirklichen können. Einen Freund sucht man sich aus. Einen Feind sucht man sich aber nicht aus. Ein Feind ist ein Mensch, der schon da ist, zu dem bereits eine V-Beziehung besteht (zB der Kollege, mit dem man um einen Aufstieg konkurriert, der Nachbar, der andere Vorstellungen von Gartengestaltung oder Nachtruhe hat als man selbst usw.). Diese V-Beziehung wird auf Grund von objektiven Interessenskonflikten und / oder persönlicher Abneigung zu Feindschaft; aber eben nur, weil man sich nicht aus dem Wege gehen kann. Der Gegensatz zur Liebe (der andere ist mir wichtig und wertvoll) ist daher eigentlich die Gleichgültigkeit (der andere bedeutet mir nichts). Wird Hass als aktive Ablehnung verstanden, dann ist er letztlich das Gegenteil von Annahme bzw. von Treue (die ja die V-Beziehung positiv qualifiziert).

Die deutsche Sprache und Kultur kann
des Genitives nicht entraten.
Ja, der Mensch
des Geistes wird
heutigen Tages mehr denn je daran erkannt, dass er sich
eines umfassenden Gebrauchs
des Genitivs befleißigt.
Gewiss: Wir wollen auch dem Dativ jene Ehre geben, die
des Dativs ist.
Doch sei der dritte Fall stets eingedenk
der Grenzen der Grammatik.
Ihrer bedienen wir uns, um ihm zu widerstehen, sofern er sich
des Mordversuchs am Genitiv schuldig machen will.
So rufen wir heute alle Menschen
guten Willens auf, sich
des Tages und des Nachts
des Wes-Falles anzunehmen, sich
der Fülle seiner Anwendungsmöglichkeiten zu erfreuen und sich
der Tatsache zu erinnern, dass unser zweiter Fall als Kasus
der Beziehung sich bewährt, wogegen dem Dativ doch stets Distanz zu eigen ist. So sei nun, wer
des Denkens mächtig ist, auch
des Genitives Freund!
P.S.: Wessen Email-Anschrift auch immer Dir bekannt ist – lass ihn, lass sie auch
dieses Manifests teilhaftig werden!