Bob Dylan hat am gleichen Tag Geburtstag wie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – nur dass er 8 Jahre älter ist (Robert Zimmermann, so sein bürgerlicher Name, wurde am 24. Mai 1941 geboren). Hier einer seiner Gospelsongs!

GLÜCKWUNSCH!

Heute, am 19. März 2013, ist ein großer Tag für die römisch-katholische Kirche – und für die Christenheit, ja die Weltreligionen insgesamt – denn Hans Küng wird 85. Sein Projekt „Weltethos“ ist, denke ich, heute nötiger denn je und dafür, dass denkende Menschen glauben können und glaubende Menschen auf das Denken und das Handeln nicht verzichten hat er sehr viel getan. Also; Danke, Hans Küng und Gottes reichen Segen für die kommende Zeit!
(Ach ja, heute war ja noch etwas. Ein nettes Geburststagsgeschenk hat Professor Küng in Rom auch noch bekommen: ein neuer römischer Bischof wurde just an SEINEM Geburtstag auch noch eingeführt – dazu einer, von dem man zumindest im Moment noch hoffen kann, dass er etwas offener ist als sein Vorgänger. Ich finde, Hans Küng sollte ihm eine Audienz gewähren, falls Bischof Franziskus dies wünscht!)
Siehe auch: http://www.dw.de/f%C3%BCr-eine-bessere-kirche/a-16680452?maca=de-rss-de-top-1016-rdf

Manchmal wird – völlig zu Unrecht – behauptet, den Drehbuchautoren von TV-Krimis fiele nichts neues mehr ein. Das ist natürlich eine böswillige Unterstellung. Auch die uralte Behauptung, Derrick habe in jeder Folge „Harry, fahr schon mal den Wagen vor“ gesagt, war ja bekanntermaßen schlicht falsch, weil er das in Wahrheit nie gesagt hat. Selbst dass Derrick genau zweimal in jeder Folge ins Haus der Millionärin gekommen sei, ist maßlos übertrieben und ein böswilliges Klischee.

Trotzdem habe ich einmal ein paar Ideen zusammengetragen, mit welchen besonders originellen Motiven ein Fernsehkrimi vielleicht einmal den besonderen Pepp bekommen könnte:

Der Kommissar will gerade in Urlaub fahren, als der neue Fall ihm den Plan verhagelt

Die Kollegen von der Sitte oder vom Drogendezernat machen mit den Kriminellen gemeinsame Sache. Die Mordkommission hingegen ist natürlich sauber.

„Der Todeszeitpunkt lag wahrscheinlich zwischen …. und … Uhr. Genaueres kann ich erst nach der Obduktion sagen.“ (Origineller Satz für den obligatorischen Gerichtsmediziner, der sich durch Kompetenz und einen Schuss Arroganz auszeichnen könnte)

Der Staatsanwalt / die Staatsanwältin ist doof, legt den Ermittlern Steine in den Weg, muss sich aber zum Schluss bei ihnen bedanken, weil sie doch recht hatten

Einer der beiden Ermittler wird wegen eigenmächtiger Ermittlungsmethoden vom Dienst suspendiert, löst den Fall aber ohne Waffe und Dienstausweis trotzdem.

Der Ermittler verliebt sich in eine Angehörige des Opfers / eine wichtige Zeugin. Später stellt sich heraus, dass sie die Täterin ist.

Der verdächtige Unternehmer, gerne Bordellbesitzer, schweigt beharrlich, bis die Ermittler beim Abschied andeuten, dass sie den Kollegen der Steuerfahndung Bescheid sagen, hier mal die Bude auf denn Kopf zu stellen – das macht den widerborstigen gesprächig.

Die Ermittler besuchen den Verdächtigen ein zweites Mal, weil sie ihn der Lüge überführen können, zB was sein Alibi angeht. Daraufhin gesteht der Verdächtige ihnen sein Verhältnis mit … (z.B. seiner Sekretärin, der Frau des Opfers oder ähnlichem) und bittet: „Aber bitte (Pause, flehentlicher Blick) kein Wort davon zu meiner Frau!“

Der Ermittler hat sich eigentlich schon verabschiedet, dreht sich aber in der Wohnungstür noch einmal um, weil ihm noch eine Frage eingefallen ist (wegen der er möglicherweise in Wahrheit aber überhaupt gekommen ist) Sie hat scheinbar nichts mit Fall zu tun, ist dem Befragten, vielleicht auch dem Zuschauer unverständlich und könnte zum Beispiel lauten: „Ach ja, eine Frage habe ich noch: Spielen Sie eigentlich Golf?“

Die Ermittler fragen den Verdächtigen nach seinem Alibi. Bevor er antworten kann, sagt seine Frau: „Mein Mann war den ganzen Abend hier“ (was sich – o Wunder – im weiteren Verlauf als gelogen herausstellt)

Eine/r der (beiden bzw. vier) Ermittler/innen hat ein persönliches Problem, das mit der Problematik der vom Fall betroffenen korreliert (Beziehungsproblem, Erziehungsproblem, Mietauseinandersetzung usw.)

Die Ermittlerin und die Täterin stehen am Schluss des Krimis auf einem Dach. Wahlweise will die Täterin die Ermittlerin erschießen, eine Geisel töten oder sich selbst über die Brüstung in den Tod stürzen. Die Ermittlerin verhindert dies durch psychologisch einfühlsame Gesprächsführung. Oder: In der „Suizid“-Variante kann der Versuch auch scheitern. (Dann aber besser einen männlichen Ermittler vorsehen)

Der/Die Ermittler/in kümmert sich auch privat um das Kind oder den Hund des Verdächtigen während dessen U-Haft und stößt damit bei Kollegen auf Unverständnis bzw. ist auf die Hilfe der Sekretärin angewiesen.

Einer der Ermittler hat Geburtstag.

Kaum hat der Ermittler das Haus verlassen, greift der soeben Befragte zum Telefon, schaut dabei aus dem Fenster um sich zu vergewissern, dass der Ermittler nicht zurückkommt (Variation: Er schaut dummerweise nicht aus dem Fenster und der Ermittler kommt tatsächlich zurück um ihn zu ertappen)

Bei der Zu-Fuß-Verfolgung des Verdächtigen klettern Verfolgter und Verfolger ausgesprochen behende über ein Drahttor, das fast doppelt so hoch ist wie sie selbst.

Der eigenmächtige Ermittler begibt sich in Gefahr, im letzten Moment bekommt der Kollege, der anderer Meinung war als er, eine Erleuchtung, weiß, wo er und der Täter sich befinden müssen („Dass ich das nicht früher kapiert habe!“), packt seine unverständig guckende Kollegin, fährt los und kommt gerade noch rechtzeitig um dem einsamen Helden das Leben zu retten.

Der eigenmächtige Ermittler will nicht auf den Durchsuchungsbefehl warten, bricht nachts in die Wohnung des Verdächtigen ein (Variation: Er bricht das Siegel an der Wohnung des Opfers um den USB-Stick zu suchen, hinter dem die Täter offensichtlich herwaren), wird dort von einem Einbrecher überrascht, den er niederschlägt um daraufhin festzustellen, dass der andere sein Kollege ist, der die gleiche Idee hatte. „Was machst du denn hier?“

Der Krimi packt ein „Heißes Eisen“ aus der Sozial- oder Umweltpolitik an, aber von den bösen Kapitalisten, Menschenhändlern, Umweltsündern, Steuerhinterziehern, Miethaien, Pharmalobbyisten, Tierquälern ist trotzdem keiner der Mörder, denn es handelt sich – trotz jeder Menge Motive bei den zahlreichen Verdächtigen aus dem Milieu – doch wieder um ein gewöhnliches Eifersuchtsdrama…. (Trotzdem kann sich an den Krimi dann gut eine Talkshow über besagtes heißes Eisen anschließen)

Die Verdächtige oder das Opfer ist eine Ex des einen Ermittlers.

Und schließlich, ganz wichtig: Der Ermittler ist entweder notorischer Single, der Ex seiner Kollegin, er hat Probleme mit seiner Freundin oder er ist ein Casanova. Auf keinen Fall aber (!) ist er einigermaßen glücklich verheiratet, es sei denn, er heißt Commissario Brunetti!

Karl Barth, der in diesem Jahr gemeinsam mit dem Automobil und Coca Cola seinen 125. Geburtstag hat, schreibt zur Frage der Erkennbarkeit des Wortes Gottes:

Das Wort Gottes wird erkennbar, indem es sich erkennbar macht … Die Möglichkeit, das Wort Gottes zu erkennen ist Gottes Wunder an uns, so gut wie das Wort und sein Gesprochenwerden selber … Es geht .. hier nicht um die Behauptung einer Passivität des Menschen, die seine Freiheit beseitigen oder einschränken würde. Es geht …  um die Einsicht, dass jenes Beieinandersein … des Erkennens des Menschen und seines Erkanntwerdens von Gott in der Freiheit des Menschen Ereignis ist und doch in keinem Sinn als deren Produkt, also als Ergebnis einer … Vertiefung oder Erhöhung des menschlichen Seelenlebens verstanden werden darf. …Auch die Vorstellung vom sacrificium intellectus ist nur ein letzter verzweifelter Versuch, aus der Erkenntnis Gottes ein Werk des Menschen zu machen. …

Christus bleibt nicht draußen. Und es ist wohl wahr, dass der Mensch ihm die Tür auftun muss (Apok. 3,20), aber eben, dass dies geschieht ist … das Werk des draußenstehenden Christus. So dass auch das andere vorbehaltlos wahr bleibt: der auferstandene Christus geht durch verschlossene Türen (Joh. 20,19f.)

Kirchliche Dogmatik (KD) I,1, S. 260f.

Schon das ganze Jahr lang gratuliere ich  als eingefleischter Lutheraner dem (mit Coca Cola und dem Automobil gleichalten) reformierten Karl Barth zum 125. Geburtstag. (guckst Du z.B. hier: https://kraftwort.wordpress.com/2011/05/10/zitat-des-monats-karl-barth-uber-mozart/ oder klickst in der Stichwortwolke auf Karl Barth)

Heute ist nun ein Glückwunsch an einen römisch-katholischen Theologen fällig – einen anderen Karl, der 50 Jahre jünger ist: Kardinal Karl Lehmann, langjähriger Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, feiert heute seinen 75. Geburtstag. Er verbindet für mich vorbildlich Nüchternheit und Leidenschaft mit ökumenischer Offenheit und einem gleichwohl  selbstverständlichen Verwurzeltsein im römischen Katholizismus – also: Herzliche Glück- und Segenswünsche! – Und schließlich will ich ihn auch mit einem Zitat aus dem Jahr 2002 selbst zu Wort kommen lassen, mit Worten, die sowohl zur Nüchternheit als auch zur Begeisterung einladen und die deshalb für ihn typisch sind und mir gut gefallen:

Eintreten für den Frieden ist eine harte Sache. Der Friede ist nicht irgendein Werbeartikel, mit dem man sich jederzeit anbiedern kann. Dafür ist er zu empfindlich, denn er hat mit moralischer Herausforderung zu tun. Die Bedrohung der Versöhnung geht dabei von allen aus; sie wohnt im eigenen Herzen. Man darf nicht nur auf den anderen, den „Feind“ zeigen. Darum ist auch die Angst des anderen verständlich. Das Evangelium vom Frieden braucht die mühsame, stets durch ein kaum zu durchdringendes Dickicht von Interessen begleitete und so immer umstrittene Durchsetzung in den widerborstigen Strukturen der Welt. Darum kann die Versöhnung in den weltweiten Zusammenhängen unseres Lebens nicht gelingen ohne das mühsame, oft auch zweideutige Handwerk der Politik. So gehört auch das Angewiesensein auf begrenzte Mittel zum Kreuz der Wirklichkeit. …

Man könnte vor lauter Nüchternheit und Realismus den Mut zum Frieden und zur Versöhnung verlieren. Christliche Hoffnung zeichnet sich aber dadurch aus, dass sie Hoffnung gegen alle Hoffnungslosigkeit ist und bleibt. Darum darf sie sich bei allem Wissen über ihre Misserfolge nicht die Flügel der Begeisterung stutzen lassen! …

(Karl Kardinal Lehmann in: Mut zum Umdenken Freiburg 2002, S. 52 und 53)

Ich weiß zwar nicht, warum Google gerade heute (26. November 2010) Pippi Langstrumpfs Geburtstag feiert, ist das Buch doch bereits am 1. September 1945 erstmals erschienen – trotzdem: dass in diesem Jahr Pippi Langstrumpf 65 Jahre alt wird und dass mein Enkelkind sie genauso lieben wird wie meine Kinder und ich selbst es getan haben, kann nur damit zusammenhängen, dass die „Krumuluspillen“, die Pippi und Thomas und Annika eingenommen haben („Liebe kleine Krumulus, lass mich niemals werden gruß“- es muss „gruß“ heißen!) tatsächlich gewirkt haben. In diesem Sinne, auch nachträglich: Herzlichen Glückwunsch, Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf!

Über die Entstehungsgeschichte von Pippi Langstrumpf gibt es hier eine gute Zusammenfassung:

http://www.efraimstochter.de/pippis_geburtsstunde.shtml

Und ein schon etwas älteres, aber noch lesenswertes Interview mit Astrids Tochter Karin, für die die Geschichte entstand und die als siebenjährige die Figur eigentlich erfunden hat (den Namen zumindest) gibt es hier:

http://www.zeit.de/2007/46/A-Lindgren-Interview

Und schließlich noch ein besonders interessanter Hinweis: Es gibt auch ein Materialheft „Bullerbü und der Liebe Gott“ Astrid-Lindgren-Geschichten und die religiöse Entwicklung von Kindern. Modelle und Gestaltungshilfen für Kindergottesdienste und Kindergruppen. Neuauflage 2005. Kann man hier bestellen:

http://www.michaeliskloster.de/kindergottesdienst/material/KIMMIK.php

P.S. Mehr für Astrid-Lindgren-Fans gibt’s in diesem Blog unter: https://kraftwort.wordpress.com/2010/05/22/wer-kusste-die-pastorin-das-astrid-lindgren-bibel-quiz/