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Am 24. Februar 2019 starb Lothar Zenetti, katholischer Theologe und Dichter, Verfasser von so bekannten Texten wie „Was keiner wagt, das wagt zu denken“ und „Segne dieses Kind und hilf uns ihm zu helfen.“ Schon in den sechziger Jahren setzte er sich für Jazz und  Beat als Teil der Kirchenmusik ein. Ihn als Vertreter des „Neuen Geistlichen Lieds“ zu bezeichnen wäre zu wenig, zumal seine Texte weit mehr Substanz ahaben als vieles, was unter dem Label „NGL“ läuft. Alle, die an geistreichen Gottesdiensten interessiert sind, haben ih viel zu verdanken!

Hier ist Konstantin Weckers Version seines berühmten Gedichts:

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„Allerseelen-Ruhe“, „Mucksmeischenstill“, „Früh-linge“, „Das Trenn- ende“ … – das sind nur einige der Wortschöpfungen in den Gedichten von Jürgen Trumann in seinem zweiten Buch „Schräger Einfall bringt ins Lot“, auf das ich vor einiger Zeit schon einmal kurz hingewiesen habe. Wie schon in seinem ersten Gedichtband „Zurück zu den Wortzeln“ (guckst du hier: https://kraftwort.wordpress.com/2010/09/03/ein-fall-von-ei-versucht-ein-gedicht-als-buchempfehlung/) spannt sich der Bogen auch in seinem neuen Band von Erfahrungen in und mit der Natur und Erlebnissen in Cafes und Kneipen über Begegnungen mit lächelnden und anderen Zeitgenossen bis hin zu Gedanken über Gott, Glauben und Kirche, immer anregend zum Weiterdenken, oft überraschend in seinen Wortschöpfungen und Sprachspielen und meistens humorvoll. Vorgemerkt zum Zitieren in meiner nächsten Neujahrspredigt ist jedenfalls schon „Neuland“ … Gefallen hat mir auch der unaufgeregte und doch deutliche Schluss in einem Gedicht gegen alltägliche rechte Ressentiments: „Kanake heißt einfach Mensch auf Hawai. / Das bist ja auch du. Ist nichts Schlechtes dabei.“

P.S.: Bei dem im Titel genannten „Schrägen Einfall“ handelt es sich übrigens um den schrägen Einfall des Sonnenlichts durchs Fenster …  (im Gedicht „Kuss der Sonne“)