Hieronymus, einer der Kirchenväter der lateinischen Kirche, wurde im Jahre 331 geboren. Er lebte die  letzten 35 Jahre seines Lebens in Bethlehem in der Nähe der Geburtsgrotte und starb in Bethlehem im Jahre 421.

So oft ich diesen Ort anschaue, hat mein Herz ein süßes Gespräch mit dem Kindlein Jesus.
Ich sage: „Ach, mein HERR JESUS, wie zitterst du, wie hart liegst du um meiner Seligkeit willen! Wie soll ich dies vergelten!“
Da dünkt mich, wie mir das Kindlein antworte: „Nichts begehr ich, lieber Hieronymus, als singe: EHRE sei GOTT in der Höhe! Laß dir’s nur lieb sein: Ich will noch dürftiger werden im Ölgarten und am heiligen Kreuz.“
Ich spreche weiter: „Liebes Jesulein, ich will dir was geben, ich will dir all mein Geld geben.“
Das Kindlein antwortet: „Ist doch zuvor Himmel und Erde mein. Ich bedarf’s nicht, gib’s armen Leuten. Das will ich annehmen, als wäre mir’s selber widerfahren.“
Ich rede weiter: „Liebes Jesulein, ich will’s gerne tun, aber ich muss dir auch für deine Person etwas geben oder muß vor Leid sterben.“
Das Kindlein antwortet: „Lieber Hieronymus, weil du ja so kostfrei bist, so will ich dir sagen, was du mir sollst geben. Gib her deine Sünde, dein böses Gewissen und deine Verdammnis.“
Ich spreche: „Was willst du damit machen?“ Das Jesuskind sagt: „Ich will’s auf meine Schultern nehmen, das soll meine Herrschaft und herrliche Tat sein, wie Jesaja vorzeiten geredet hat, daß ich deine Sünde will tragen und wegtragen.“
Da fange ich an bitterlich zu weinen und sage: „Kindlein, liebes Kindlein, wie hast du mir das Herz gerührt! Ich dachte, du wolltest was Gutes haben, so willst du alles, was bei mir böse ist haben. Nimm hin, was mein ist! Gib mir, was dein ist! So bin ich der Sünde los und des ewigen Lebens gewiss!“

P.S.: Hier gibt es eine Version dieses Textes, die sprachlich behutsam modernisiert ist: https://kraftwort.wordpress.com/2013/12/21/das-suse-gesprach-des-hieronymus-mit-dem-kind-in-der-krippe-sprachlich-leicht-geglattete-fassung/

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„Christus erkennen, heißt seine Wohltaten erkennen“

„Gottes Geheimnisse soll man anbeten und nicht zerpflücken“

„Über himmlische Dinge muss man sich sein Urteil nach Gottes Wort und nicht nach der Geometrie bilden“

„O Unvernunft! O Finsternis! Irgendwo anders Trost zu suchen als von Christus!“

„Der Glaubensartikel von der Rechtfertigung ist es, der in die ganze Bibel hinein die Tür auftut“

„Der Glaube ist nicht allein dieses, dass ich wisse die Historien, wie Christus geboren und gelitten usw., sondern der Glaube ist die Gewissheit und das Vertrauen im Herzen, da ich die Zusage Gottes für gewiss und wahr halte, durch welche mir angeboten wird Vergebung, Gnade und alles Heil durch Christus“

„Alles, was du brauchst, erlangst du mit Bitten von Christus“

„Zum wechselseitigen Gespräch sind wir geboren“

„Das Gespräch ist die Mutter des Segens“

Kurz vor seinem Tod schrieb Melanchthon auf ein kleines Blatt, warum er den Tod nicht fürchte: „Du wirst von der Sünde erlöst, von den Sorgen befreit und von der Wut der Theologen … Du kommst zum Licht, du wirst Gott schauen und seinen Sohn, du wirst die wunderbaren Geheimnisse erkennen, die du in diesem Leben nicht begreifen konntest: warum wir so geschaffen sind und nicht anders und worin die Vereinigung der beiden Naturen in Christus besteht.“