Leider habe ich sie erst am heutigen Faschingsdienstag entdeckt: Eine Narrenpredigt über die Hochzeit zu Kana von Wolfgang Vögele (ein auch sonst geschätzter Mitblogger in der Theo-Blog-Szene). Und hier ist die Predigt zu finden: http://predigten.evangelisch.de/predigt/glauben-und-lachen-predigt-zu-johannes-2-1-12-beim-oekumenischen-gottesdienst-fuer-narren oder – in Auszügen, dafür bebildert http://wolfgangvoegele.wordpress.com/2012/02/11/vom-gramen-zum-lachen-vom-zogern-zum-machen/

Advertisements

Es ist kein Liederbuch und kann deshalb auch im Rahmen meiner Aktion zum Jahr der Kirchenmusik auch kein „Liederbuch des Monats“ werden. Aber es ist ein Buch, das viel mit Liedern zu tun hat und das man gut gemeinsam mit dem „Gospelliederbuch“ verwenden, das ich in meiner Reihe bereits vorgestellt habe (siehe https://kraftwort.wordpress.com/2012/06/29/oh-happy-day-und-etwas-in-mir-mein-gospelliederbuch-liederbuch-des-monats-juli-28/).

Ich spreche von einem Buch, das zum Sprechen über Lieder und damit zum Sprechen über den Glauben einlädt: „GospelTalk – Chormitglieder sprechen über ihren Glauben“, herausgegeben von Hermann Brünjes, unter Mitarbeit von Peter Hamburger, Lars-Uwe Kremer und Christine Tergau-Harms, erschienen im Gütersloher Verlagshaus.

Beim ersten Durchblättern kann man den Eindruck bekommen, das Buch sei chaotisch gegliedert. Da findet man auf Seite 59 Erläuterungen zum Lied „Amazing grace“, auf Seite 124 noch einmal und kurze Hinweise zum gleichen Lied auch noch einmal auf Seite 173. Deshalb lohnt es sich, das Buch erst einmal ganz ruhig von vorne an zu lesen, auch wenn man beim späteren Benutzen, evtl. sogar durchführen des vorgestellten Gospel-Talk-Projektes auch kreuz und quer benutzen muss und benutzen wird. Das Projekt selbst jedenfalls scheint mir interessant und lohnend zu sein „ein Glaubenskurs, der keiner ist“ heißt es auf Seite 13. Ein „Glaubenskurs“, der zwar (wie im letzten Teil deutlich wird) ganz klassisch die Themen des Glaubensbekenntnisses abhandeln soll (alternativ kann man sich auch am Gotetsdienstablauf orientieren), der aber auf einen „Star-Referenten“ verzichtet, sondern von Anfang an darauf abzielt, Menschen selbst über ihren Glauben (auch ihren unfertigen Glauben oder ihre Zweifel) sprechen zu lassen – spannend, wenn man weiß, dass Mitglieder von Gospelchören ja keineswegs immer Menschen sind, die im Glauben und in der Kirche zuhause sind. Nach der Untersuchung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD über die Gospelbewegung kommen sie oft gerade aus dem weitgehend unkirchlichen „Selbstverwirklichungsmilieu“ und damit aus der in anderen kirchlichen Gruppen unterrepräsentierten Generation des „Mittelalters“. Deshalb ist ein solches Projekt wie „GospelTalk“ besonders wichtig und besonders spannend.

Wer das Buch von vorne liest, dem erschließt sich auch die Gliederung des Buches, bei der zunächst das Projekt als Ganzes vorgestellt wird, dann die aus dem Gospelliederbuch vorgestellt werden (mit Übersetzung und Gesprächsanregungen). Dann gibt es Beispiele für einführende Liedandachten („Intros“) genannt, was manche Doppelungen erklärt. Und schließlich gibt es Anregungen für den konkreten Aufbau eines „Kurses“ inklusive ausführlicherer theologischer Anmerkungen zu den Themen (was die Vermutung nahelegt oder die Möglichkeit eröffnet, dass es doch sinnvoll sein kann, einen „Referenten“ oder „theologischen Profi“ an irgendeiner Stelle einzubeziehen …)

Zwei Wünsche habe ich für eine zweite Auflage des Buches (die ich dem Buch auf alle Fälle wünsche):

– ein besseres Inhaltsverzeichnis (zum Beispiel ein Register nach den Liedanfängen, das mich sofort an alle Stellen führt, an denen das Lied erwähnt, erklärt oder für einen bestimmten Zusammenhang empfohlen wird)

– evtl. auch einen Erfahrungsbericht aus einem Gospelchor, der kurz darstellt, wie er es wirklich gemacht und durchgeführt hat (es gibt zwar schon viele Andeutungen von Möglichkeiten – „Man könnte auf einem Wochenende, man könnte eine solchen Gottesdienst …usw.) aber gerade deshalb wäre ein möglichst konkreter, aber trotzdem nicht allzu langer Beispiel-Bericht eine sinnvolle Anregung (wobei solche Berichte natürlich auch auf der Internetseite Gospeltalk.de sinnvoll sind. Aber ein Beispiel im Buch wäre m.E. nicht verkehrt).

Die Idee, das Projekt „gottesdienstlich“ zu verankern, finde ich interessant. Hier könnte man aber sicher noch viel weiter denken. Insgesamt scheint mir bei den Autoren doch der klassische Glaubenskurs als Ausgangspunkt (von dem man sich dann auch sehr sinnvoll unterscheidet) im Hintergrund zu stehen. Das Thema Gospel und Gottesdienst ist auf alle Fälle noch einmal eine eigene Behandlung, z.B. ein eigenes Buch wert. Das oben bereits angeregte Liedregister wäre jedoch schon mal eine Hilfe, das Buch auch über das Projekt hinaus, zum Beispiel für Gospel-Liedpredigten, zu benutzen.

Im Buch erzählt eine „Intro-Autorin“, auf ihrer Hochzeitskarte habe der Satz gestanden „Wenn du etwas erleben willst, was du noch nie erlebt hast, dann tu etwas, was du noch nie getan hast“ – das kann auch eine gute Aufforderung sein, einmal dieses Projekt, einen „GospelTalk -Kursus“, durchzuführen …

„Der Heilige Geist schafft Glauben!

Er füllt dich nicht mit Licht, das alle Dunkelheit vertreibt,

und legt nicht eine Kraft in dich, die dich zum Helden macht;

aber er lehrt dich,

die Hand Jesu fassen in der festen Zuversicht: Du bist mein Hirte;

und er lehrt dich,

den Weg Jesu gehen in der Gewissheit: das ist Gottes Weg.“

Adolf Schlatter

Ich bin ja ein Fan von Entschleunigung und davon, alles mit etwas Abstand zu betrachten (zur Begründung siehe https://kraftwort.wordpress.com/2009/07/25/95-thesen-zur-gegenwartigen-und-kunftigen-religiositat/ vor allem Thesen 3 und 4).

So ist es auch nicht verwunderlich, dass mein Fußballkommentar anlässlich der WM erst jetzt kommt, wo sich fast niemand mehr für Fußball interessiert (Die Menschen reden tatsächlich schon über andere Themen, z.B. über das Wetter – fast 40 Grad bei uns im Odenwald …). Und natürlich ist der Kommentar auch kein sportlicher, davon habe ich nämlich fast keine Ahnung. Also: eine Alltagserfahrung aus der Zeit der WM.

Bevor’s losging in Südafrika habe ich mir bei meinem VW-Fritzen einen WM-Planer mitgenommen und ihn dazu benutzt, Ergebnisse zu tippen. Ich ließ mich dabei von meinen – wenn auch geringen – Kenntnissen leiten und wollte „so objektiv wie möglich“ tippen. Ich überlegte also Spiel für Spiel, welches Ergebnis wahrscheinlich sein könnte, errechnete daraus, wer weiterkommt und tippte dann auch die von mir erwarteten Viertel- und Halbfinalbegegnungen. Und siehe da: Das „völlig objektiv“ vermutete Endspiel lautete „Deutschland gegen Südafrika“. Als ich bei diesem Finale angekommen war, wurde mir klar, dass aller angestrebten Objektivität zum Trotz der Wunsch der Vater des Gedankens war. Was mich zu der Vermutung führt, dass wir Menschen auch sonst wahrscheinlich uns sehr viel öfter als wir es wahrhaben wollen, von unseren Wünschen leiten lassen. Vielleicht (wahrscheinlich) gilt das sogar für den Bereich des Glaubens und Unglaubens. Der Religiöse glaubt an Gott, weil er will, dass ein Gott ist und glaubt ihn auch so, wie er ihn sich wünscht. Der Atheist glaubt nicht an Gott, weil, er sich wünscht, dass da niemand ist, der ihm vielleicht reinredet, der seine (ohnehin nur scheinbar vollkommene) Autonomie in Frage stellt.

Was schützt uns davor, unser Wunschdenken für Erkenntnis zu halten? Zum einen sicher schon einmal die Einsicht in diesen Zusammenhang (übrigens eigentlich eine Alltagsversion von Jürgen Habermas‘ „Erkenntnis und Interesse“) Zum anderen die Überprüfung unserer „Erkenntnisse“ (auch derer ohne Anführungsstriche) an der Erfahrung. Und die Anerkennung von Kriterien außerhalb von mir, das In-Distanz-treten zum eigenen Ich, womit ich wieder bei meinen o.g. Thesen bin – oder, wenn man es anders ausdrücken wollte: Das Gebet „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe“ …

Augen für Gottes Liebe

Gott will dich. Doch du verschließest deine Augen vor ihm.

Barmherzigkeit

Salbe die Menschen mit Barmherzigkeit und Trost wie der Sohn Gottes!

Christliche Weisheit

Gott hat den Menschen nicht zu Elend und Qual geschaffen, sondern zur Freude, aber zu der Freude, welche aus der christlichen Weisheit und Tugend quillt

Drei Pfade

Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne

Erbarmen finden

Wer Gottes Erbarmen nicht sucht, findet es nicht, wie auch der Quell nicht zu den Menschen fließt, die ihn nur kennen und nicht zu ihm kommen wollen. Sie müssen vielmehr zu ihm hintreten, wenn sie sein Wasser schöpfen wollen.

Erkenntnis

So fliegt der Mensch mit den beiden Flügeln der Vernunft, nämlich der Erkenntnis des Guten und der Erkenntnis des Bösen. Die Erkenntnis des Bösen dient dem Guten, das Gute wird durch die Erkenntnis des Bösen geschärft und geleitet, und so wird der Mensch weise durch die Erkenntnis

Ewiges Leben

Nun höre du, o glücklicher Mensch: Gott hat dich nicht geschaffen, dass du ganz zugrunde gehst. Schaue vielmehr eifrig auf ihn und du wirst in Ewigkeit leben

Freude

Wenn du an dir nicht Freude hast, die Welt wird dir nicht Freude machen

Freunde der eigenen Seele

Sei ein treuer Freund deiner Seele

Glauben

Wer nicht glauben will, ist tot.

Grünende Kraft

Die Seele ist die grünende Kraft im Leibe, sie wirkt mittels des Leibes und der Leib mittels der Seele. Das ist der ganze Bestand des Menschen

Hören

Das Hören ist der Ursprung der vernünftigen Seele und die Vernunft spricht mit dem Klang, und der Klang ist gleichsam denken, und das Wort ist gleichsam Werk.

Intimität

Als Gott Adam erschuf, empfand Adam im Schlaf ein starkes Gefühl der Liebe, als ihn Gott einschlafen ließ. Und Gott schuf für die Liebe des Mannes eine Gestalt, und so ist die Frau die Liebe des Mannes.

Kreuz

Wenn der Sohn Gottes nicht am Kreuz gelitten hätte, würde es diese Finsternis keinesfalls zulassen, dass der Mensch zur himmlischen Herrlichkeit gelangt

Leben

Pflege des Leben, wo du es triffst!

Leib und Seele

Die Seele liebt ihren Leib und hält ihn für ein schönes Gewand und eine erfreuliche Zier

Die Seele ist die Herrin, das Fleisch die Magd, denn dadurch, dass die Seele ihrem Leib das Leben mitteilt, hat sie ihn in der Gewalt, und der Leib gibt sich im Empfangen des Lebens der Seele hin.

Mensch

Noch bevor Gott das Weltall schuf, hatte er den Menschen im Blick, da er wusste, dass sein Wort Mensch werden sollte.

Neuwerden

Durch die Gotteskräfte wird der Mensch bis zum Tage seines Todes immer wieder neu

O Mensch

O Mensch, lass dich überfluten von der Neugeburt des Erlösers und dich salben mit der Salbung der Heiligkeit! Fliehe den Tod und jage dem Leben nach!

Positive Einstellung:

Es soll kein Mensch, der etwas Gutes erreichen will, sich selbst sein Verderben vorhalten. Ist Gott doch das höchste Gut und lässt keine gute Tat ohne ihren Lohn.

Quelle

Durch den Lebensquell des Wortes kam nämlich die umarmende Mutterliebe Gottes zu uns, sie nährte unser Leben, hilft uns in Gefahren und leitet uns – als tiefe und zarte Liebe – zur Buße an.

Rede

Sei Sonne durch deine Lehre, sei Mond durch deine Anpassungsfähigkeit, sei Wind durch deine straffe Führung, sei Luft durch deine Milde, sei Feuer durch die schöne Rede deiner Unterweisung.

Stimme unserer Seele

Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören, wenn wir gesunden wollen!

Torheit

Eine große Torheit hat den Menschen befallen, der Gott, der alles geschaffen hat und dessen Herrschaft kein Ende findet, weder zu verehren noch zu lieben sucht. Die Weisheit aber findet sich in jenem, der unausgesetzt den, von dem er Körper und Seele hat, im Spiegel seines Herzens anschaut.

Traurigkeit

Wischt aus dem Auge des Herzens die Geistesunruhe und schüttelt die Traurigkeit ab!

Umgänglich

Wenn der Mensch sein Fleisch mit Maßen nährt, dann ist auch sein Betragen fröhlich und umgänglich.

Vernunft

Die Vernunft, die in meiner Erkenntnis lebt, zeigt mir, dass ich von Gott geschaffen bin

Widerstand

Es ist wichtig, einen kranken Körper zu stärken, damit er dem Teufel und seinen Gehilfen Widerstand leisten kann.

Zeit nutzen

Erhebe dich schnell und wandle gerade Wege, bevor die Sonne für dich untergeht und deine Tage ein Ende nehmen

Steffen: Warum ich mich konfirmieren lasse? Ganz einfach: weil es da tolle Geschenke gibt – vor allem ‘ne Menge Kohle wird wohl dabei rausspringen …

Gabi: Also, Steffen, ehrlich gesagt, ich find das doof: Nur wegen der Geschenke brauchst du dich doch nicht konfirmieren zu lassen, die könntest Du doch auch zum 14. Geburtstag kriegen. Konfirmation hat doch etwas mit dem Glauben zu tun. Ich jedenfalls möchte meinen Glauben bekennen.

Timo: Find ich gut, dass du das so sagen kannst, Gabi. Aber ich habe da noch meine Zweifel, ob ich das wirklich kann. Ob ich einen richtigen Glauben habe, weiß ich gar nicht. Aber Konfer hat mir Spaß gemacht und es war auch interessant. Und weil ich mich an meine Taufe nicht erinnern kann, finde ich das gut, dass die Taufe „befestigt“ wird, so hat es unsere Pastorin doch neulich ausgedrückt, oder?

Petra: Ja, Konfirmation heißt „Befestigung“. Mir fällt noch etwas ganz anderes ein: Meine Kusine hat doch letztes Jahr geheiratet und in ein paar Wochen kommt das Baby. Da hat sie mich neulich gefragt, ob ich Patentante werden möchte. Fand ich toll, aber erst dachte ich, das geht gar nicht.

Steffen: Was hat das denn mit der Konfirmation zu tun?

Petra. Ja, pass mal auf, meine Kusine sagt. nach meiner Konfirmation kann ich ein Patenamt übernehmen. Ich hab die Pastorin gefragt und das stimmt. Ich hab mir schon vorgenommen, dass ich von meinem Konfirmationsgeld eine Kinderbibel kaufe, die bekommt mein Patenkind dann schon zur Taufe.

Timo: Warum denn das? Ich denke, Paten sind dafür da, für das Kind zu sorgen, wenn den Eltern mal was passiert oder so.

Gabi: So’n Quatsch, die Paten sollen dem Kind etwas von Gott erzählen, ihm das Vaterunser beibringen und so.

Petra: „Quatsch“ ist das, was Timo sagt, nicht gerade, aber du hast recht: Die Paten versprechen bei der Taufe, dass die den Eltern helfen, das Kind christlich zu erziehen. Und soweit ich das kann, will ich das auch – über den Glauben habe ich ja jetzt im Unterricht einiges gelernt und weil es um den Glauben geht, schenke ich auch die Kinderbibel zur Taufe

Timo: Schade, bei meinen Paten habe ich nix davon gemerkt, dass die etwas mit meiner Taufe und der Kirche zu tun haben. Da gab’s immer einen Geldschein zu Weihnachten und zum Geburtstag und das war’s.

Gabi: Sag mal, Sabine, du bist die ganze Zeit so still. Warum willst du konfirmiert werden?

Sabine: Hm. So genau weiß ich das gar nicht. Aber meine Oma sagt immer: „Bald wirst du eingesegnet“ Ich glaube, das mit dem Segen finde ich wichtig.

Steffen: Wie meinst du das?

Sabine: Ihr wisst doch, dass mein großer Bruder kurz nach seinem 18. Geburtstag mit dem Auto ums Leben gekommen ist. Seitdem denke ich so oft: Es kann so viel passieren. Das Leben ist so gefährlich. Und dann finde ich das tröstlich, wenn ich weiß: Gott ist immer bei mir, er beschützt mich.

Petra: Komisch, dass gerade du das sagst. Deinen Bruder hat er doch anscheinend nicht beschützt!

Steffen: Vielleicht meint Sabine das so: Ich kann doch wenigstens drum bitten, dass Gott mich behütet, und dass er mir auch hilft, dass ich selber aufpasse, so gut es geht.

Sabine: Ja, so ähnlich mein ich das. Und auch so, dass Gott dann immer noch da ist, wenn es mir schlecht geht. Erinnert Ihr Euch an den Film von der Frau im Rollstuhl, den wir im Konfer gesehen haben? Wie die trotzdem an Gott geglaubt hat und noch fröhlicher war als viele andere Menschen? Das hat auch was mit Segen zu tun, glaube ich.

Steffen: Das versteh ich sehr gut. Ich hab das vorhin mit der Geschenken und der Kohle bisschen flapsig gesagt. Ich finde, die Geschenke drücken doch auch aus, dass der Konfirmand wichtig ist. Ich will ganz gern mal im Mittelpunkt stehen und spüren, dass andere mich gut finden. Als meine Schwester konfirmiert wurde voriges Jahr, da war ich jedenfalls ganz neidisch. Und ohne Kirche wär’s doch nicht dasselbe, auch wenn es Geschenke gäbe. Bei meiner Schwester hat der Pfarrer in der Konfirmationspredigt gesagt: „Jeder von euch ist für Gott ganz wichtig“ Das ist mit dem Segen wohl auch gemeint.

Sabine: Genau. So wie in dem Lied, das wir im Konfer immer gesungen haben: „Du bist du, das ist der Clou“

Gabi: Trotzdem: Ich finde, es muss sich nicht jeder konfirmieren lassen. Wer überhaupt nicht an Gott glaubt, soll’s doch lieber sein lassen. Ich hab mir übrigens meinen Konfirmationsspruch schon ausgesucht. Ihr auch?

Timo: Ja, ich hab schon eine Idee. Aber sag du erst mal deinen!

Gabi: Hoffentlich hast du nicht denselben! Meiner heißt: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht, denn es ist eine Kraft Gottes für alle, die daran glauben“ – Römer 1, Vers 16

Steffen: Wow! Die schlaue, fromme Gabi – ein Spruch mit Genitiv und Bibelstelle! – Timo, du bist dran!

Timo: Wo mein Spruch steht, weiß ich nicht, aber er kommt immer im Taufgottesdienst vor: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein“

Petra: Ich weiß meinen noch nicht so genau. Aber gesucht habe ich schon. Irgendetwas mit Nächstenliebe oder Verantwortung müsste es sein. Mein Patenonkel hat mir vorgeschlagen „Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.“  Passt zwar schon, klingt mir aber ein bisschen zu altmodisch, vor allem das mit dem „Dienen“. Vielleicht soltle ich ihn mal in einer neuen Übersetzung nachschlagen. Oder ganz einfach „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“

Steffen: Ich nehme „Bleibe fromm und halte dich recht, denn einem solchen wird es zuletzt gut gehen“ Hatte mein Vater auch schon.

Sabine: Ich hab zwei verschiedene gefunden und kann mich nicht richtig entscheiden. Bei Jens‘ Beerdigung fand ich einen Satz schön von Paulus: „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“

Timo: Aber ist das nicht komisch, immer auch an diese Beerdigung zu denken, wenn du dich an die Konfirmation erinnerst?

Sabine: Deswegen weiß ich ja auch nicht so genau. In der Bibel habe ich bei den Psalmen neulich etwas gefunden, vielleicht nehme ich das. Der Spruch heißt ganz einfach: „Der Herr denkt an uns uns und segnet uns.“ Ginge doch auch, oder?

P.S. Mehr zum Thema Konfirmation in diesem Blog: https://kraftwort.wordpress.com/2010/04/22/zufriedenheit-gesundheit-glaube-und-gluck-was-konfirmandeneltern-ihren-kindern-wunschen/

Und geeignete Konfirmationssprüche sind hier zu finden:

https://kraftwort.wordpress.com/2010/05/20/eine-auswahl-an-schonen-bibelspruchen-zum-beispiel-zur-taufe-zur-konfirmation-oder-zur-trauung/

Ein gutes Anspiel zur Frage: „Kirche und Konfer wozu“ gibt es hier: https://gospelimpuls.wordpress.com/2014/09/15/kirche-und-konfer-wozu-ein-dialog/