Advertisements

Bob Dylan hat am gleichen Tag Geburtstag wie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – nur dass er 8 Jahre älter ist (Robert Zimmermann, so sein bürgerlicher Name, wurde am 24. Mai 1941 geboren). Hier einer seiner Gospelsongs!

Prince ist nicht nur der Bruder einer bekannten Gospelsängerin, sondern hatte auch selbst eine große Affinität zur Gospelmusik …

  1.  Das neue Jahresprogramm des Michaeliskloster Hildesheim ist da. Meine Erfahrung: Auch vom Odenwald aus (oder noch weiter südlichen Gefilden!) lohnt sich dei Reise dorthin, nicht nur des guten Essens wegen … Mehr über dieses EKD-Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik findet man hier: http://michaeliskloster.de/ (leider ist dort das Jahresprogramm noch nicht als pdf verfügbar, aber man kann es sich – wie ich – per Post zuschicken lassen)
  2. In diesem Programm habe ich u.a. folgende Tagungen fürs kommende Jahr gefunden: Mi, 02.11.2016 – Fr, 04.11.2016 19:00 Uhr bis 13:00 Uhr
    1. Predigen im Gospelgottesdienst
      Gibt es spezifische Merkmale einer Gospelpredigt? Wenn ja, was sind sie, woran erkennt man sie? Wie ist die Predigt in den
      Gospelgottesdienst inhaltlich, aber auch energetisch eingebunden? Ist es sinnvoll, im Gospelgotteisdienst frei zu predigen? In welchem Verhältnis stehen Predigt und Musik zueinander. Erfordert eine Gospelpredigt mehr als das Wort?
    2. Fr, 18.11.2016  – So, 20.11.2016  16:30 Uhr bis 13:00 UhrSolo-Stimme in Gospel, Jazz und Pop Solistentraining (Bitte zwei Songs vorbereiten und in Noten mitbringen.)  Beide Tagungen finden statt im Michaeliskloster Hildesheim Hinter der Michaeliskirche 3-5 31134 Hildesheim
  3. GOSPELIMPULS, das Standardwerk zu Gospelgottesdiensten und Gospel in der Gemeindearbeit wird jetzt vom Gütersloher Verlagshaus zu einem reduzierten Preis angeboten: Es kostet jetzt nur noch 7,99 €! (früher 16,95 €). Zugreifen lohnt sich; denn nach Auskunft des Verlages ist eine Neuauflage zur Zeit nicht geplant. Infos vom Verlag: http://www.randomhouse.de/Paperback/GOSPELIMPULS/Wolfgang-M-Richter/e414914.rhd (Dieses Buch eines befreundeten Autors wurde übrigens hier bereits kurz vor Erscheinen besprochen – guckst Du hier: https://kraftwort.wordpress.com/2012/12/02/liederbuch-des-monats-gospelimpuls/)
  4. Gerade entdeckt: Auch das Buch „Gospeltalk – Chormitglieder sprechen über ihren Glauben“ von Hermann Brünjes (mit Beiträgen von Eva von der Heyde, Wolfgang Richter und etlichen anderen Gospel-Experten) wurde im Preis auf 7,99 € gesenkt. Guckst Du hier: http://www.randomhouse.de/Paperback/GospelTalk-Chormitglieder-sprechen-ueber-ihren-Glauben/Hermann-Bruenjes/e419567.rhd

Im Jahr 2012 wurde von der EKD zum 5. Mal eine Kirchenmitgliedschaftsstudie durchgeführt, Kommentierte Ergebnisse wurden 2014 veröffentlicht unter dem Titel „Engagement und Indifferenz“ (Guckst Du hier: http://www.ekd.de/download/ekd_v_kmu2014.pdf). Dort leider nicht enthalten: Die äußerst interessanten Antworten auf die Frage, was die evangelischen Kirchenmitglieder eigentlich von einem Gottesdienst erwarten. „Sehr wichtig“ oder „wichtig“ fanden die Befragten folgendes in einem Gottesdienst:

Nennungen unter „sehr wichtig“ oder „wichtig“ in Prozent

Der Gottesdienst soll

vor allem eine gute Predigt enthalten            81
Themen der Gegenwart verhandeln            77
mir ein Gefühl der Gemeinschaft mit anderen geben    72    (neu)
von einer zeitgemäßen Sprache geprägt sein        70    (neu)
Zum Nachdenken anregen                69
Jesus Christus im Mittelpunkt haben            63
In einer schönen Kirche stattfinden            61    (neu)
mit Abendmahl gefeiert werden            59
Mich etwas vom Heiligen erfahren lassen        58    (neu)
Mir helfen, mein Leben zu meistern            55    (neu)
Vor allem klassische Kirchenmusik beinhalten        52
Moderne Kirchenlieder, auch Gospel, enthalten        40

So ganz traue ich dem Ergebnis allerdings nicht. Die neu hinzugekommenen Antworten sind deshalb neu, weil sie in der vorigen Studie gar nicht als Antwortmöglichkeiten angeboten wurden. Dass niemand gesagt hat  „Gottesdienste sollen fröhlich sein“ (oder auch „erntshaft“) hängt damit zsuammen, dass solche Antworten eben gar nicht vorgegeben wurden. Vielleicht sind die Antworten auch – da ja auch die vielen Distanzierten befragt wurden, die kaum Gottesdienste besuchen – von dem bestimmt, was tatsächlich oder dem Image nach derzeit einen Gottesdienst ausmacht und nicht von tatsächlichen Wünschen (Warum soll ich mri einen „anderen“ Gottesdienst wünschen, wenn ich sowieso nicht hingehe / hingehen will?). Trotzdem: Die Anregung, die Predigtarbeit ernstzunehmen und die offensichtlich und Gott sei Dank wichtige Erwartung einer guten Predigt möglichst oft zu erfüllen, will ich mir gerne zu Herzen nehmen. Auch dass vielen Menschen die Abendmahlsfeier wichtig ist (Evangelischen!) finde ich erfreulich und bedenkenswert.

Was ich mir auch kaum vorstellen kann ist, dass Gospel tatsächlich so schlecht wegkommt, gerade auch im Vergleich mit der klassischen Kirchenmusik. Gegen die habe ich ja gar nichts! – aber dass die Menschen davon mehr erwarten als vom Neuen, entspricht ncht meiner Primärerfahrung und während klassische Kirchenchöre oft ein hohes Duchschnittsalter haben, manche auch ihren Betrieb ganz einstellen, boomen m.W die Gospelchöre nach wie vor.  Das sagt ja auch etwas darüber aus, welche Musik, die Menschen in der Kirche haben wollen.

Eine tolle Improvisation über den „Kanon D-Dur“ von Johann Pachelbel (1653–1706), der z.Zt. wieder sehr angesagt ist – zum Beispiel als Festmusik zum Einzug bei kirchlichen Trauungen, aber auch als Grundlage für viele Werke der heutigen Popularmusik. (Nicht nur, aber besonders) in dieser Fassung ein echter Genuss!