Drei Grundgesetz-Irrtümer:

1. Richtig ist, dass das Grundgesetz Meinungsfreiheit garantiert. Falsch ist jedoch, die „Meinungsfreiheit“ als „Freiheit von einer Meinung“ zu verstehen. Sag deine Meinung!

2. Richtig ist, dass das Grundgesetz Gewissensfreiheit garantiert. Falsch ist jedoch, die „Gewissensfreiheit“ als „Freiheit vom Gewissen“ also als Gewissenlosigkeit zu verstehen. Folge deinem Gewissen!

3. Richtig ist, dass das Grundgesetz Religionsfreiheit garantiert. Falsch ist jedoch, die „Religionsfreiheit“ als „Freiheit von jeder Religion“ zu verstehen. Praktiziere deine Religion!

Zusammengefasst: Die Freiheit nützt nur was, wenn du sie nutzt! Sonst merkst du’s vielleicht gar nicht wenn  Dir irgendjemafd sie plötzlich wegnimmt.

Kleiner Nachtrag: Auch die Gleichheit, die das GG garantiert, kann man missverstehen: Sie zwingt uns nicht in eine Uniform, in der wir herumzulaufen hätten. Gleich sind wir vor allem darin, dass wir alle unterschiedslos völlig verschieden sein dürfen!

Ansonsten: Herzlichen Glückwunshc dem Grundgesetz und dem von ihm geprägten Gemeinwesen zum 70. Geburtstag unserer Verfassung!

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Kann man das Grundgesetz verfilmen? Ja – jedenfalls den wichtigen Grundrechtsteil der Artikel 1 bis 20 (in Auswahl und geänderter Reihenfolge) – Guckst Du HIER

https://www.abendblatt.de/hamburg/article218363201/Das-Grundgesetz-Der-Film.html

Man sollte
eine Geschichte über den Konjunktiv schreiben, auf dass er nicht mehr so verachtet sei.
Vielleicht würde man ihn als Person beschreiben?

Würde
ich sagen, diese Person sei
weder männlichen noch weiblichen Geschlechts, so nähmen
die diesen Text Lesenden gewisslich an, die Geschichte sei
vor der Zeit des Gendermainstream geschrieben, denn damals wäre
das noch etwas ungewöhnliches gewesen,
was so dem Charakter des Unwirklichen entsprochen hätte.
Heute aber wüsste
jeder das Zwischengeschlechtliche als Wirkliches anzusehen, so dass dieses der Eignung entbehrte,
zu verdeutlichen, dass der Konjunktiv, wäre
er eine Person, zugleich etwas Unwirkliches an sich trüge.

Jedenfalls müsste
die Person unsteten Wesens sein, hätte
gewiss kein Zuhause, wäre
zwar mit der unsichtbaren Frau Möglichkeit verheiratet, würde
aber zugleich mit Frau Unmöglichkeit fremdgehen.
Als unsympathische Begleiter würden
dem Konjunktiv wohl stets die Gnome „Eigentlich“ und „Vielleicht“ zur Seite sein.
Sicherlich müsste
unser Protagonist stets mit dem Regenschirm herumlaufen, denn wäre
der Konjunktiv ein Mensch, so würden
die Stilkundigen von heute ihn mit Regengüssen der Kritik übergießen, besonders die DeutschlehrerInnen, die man/frau Deutschlehrer*innen schreiben müsste,
sollte
dieser Text im Unibetrieb Verwendung finden sollen.
Wie sähe
er überhaupt aus, der Herr K,, wenn wir uns denn nun für ihn als Mann entschieden hätten?
Mit einem Wort von Bertolt Brecht ließe
sich sagen, er sei
„überlebensklein“ – vielleicht müsste
man auch aus riesig und winzig ein neues Wort bilden, das „rinzig“ heißen könnte.
So stünde
er also nun vor uns, der rinzige Herr Konjunktiv,
obdachlos mit Regenschirm, und er würde
uns kaum ansehen, denn unstet und flüchtig wäre
er, immer unterwegs von dem, was sein könnte
zu dem was sein sollte,
wenn es denn möglich wäre.
Hier könnte
die Geschichte zu Ende sein – und, o Wunder:
Sie ist es auch.

(Zu hoffen bleibt jedoch: Die „Würde“
des Menschen am Anfang unseres Grundgesetzes möge
kein Konjunktiv sein!)

Eingedenk des Erfolges, dessen das „Manifest der Freunde des Genitivs“ teilhaftig geworden wäre, hätte Bastian Sick sich mit dem Zwiebelfisch seiner angenommen, erschien es mir richtig, nun auch den Konjunktiv einmal zu „würde“-igen!

In der SPD wollen Mitglieder der Partei einen „Laizistischen Arbeitskreis“ gründen. (siehe http://www.evangelisch.de/themen/religion/laizisten-wollen-arbeitskreis-in-der-spd-gr%C3%BCnden21833) –

Hier ein paar Gedanken dazu, warum ich das nicht gut finde:
Es gibt Christen in der SPD und m.W. auch Juden in der SPD, die sich als solche organisieren. Ich fände es auch gut, falls Muslime in der SPD aktiv sind, wenn sie sich ebenfalls zusammentun. Es gibt AGs für Frauen und Senioren und AG’s für Arbeitnehmerfragen usw. und natürlich die Jusos. Immer verstehe ich das so, dass hier Brücken gebaut werden sollen zwischen der Partei und einzelnen Gruppen der Gesellschaft. Das ist immer im beiderseitigen Interesse: Die Partei will Jugendliche, Senioren, Christen usw. für ihre Ziele gewinnen und dafür die „Schnittmengen“ der Interessen und Auffassungen ausloten bzw. deutlich machen. Und bestimmte Gruppen, Verbände, Generationen usw. wollen ihre Anliegen in die politische Willensbildung (für die eine Partei ja da ist) einbringen. Der Laizistische AK ist aber kein AK „Freidenker in der SPD“ – das wäre evtl. noch analog zu den anderen Gruppen zu verstehen – sondern hat das Ziel, die Partei als Ganze auf eine bestimmte Linie zu bringen. Hier kann ich keinen Brückenbau erkennen, sondern eher den Abbruch von Brücken. Das steht einer Volkspartei m.E nicht an.