Ich bin ein Fan von Traditionen, gerade auch im Kirchenjahr, bei dem es mich besonders freut, dass heute wir Evangelischen die sind, die die Tradition des Kirchenjahres am ehesten unverfälscht bewahren. Bei uns gibt es zum Beispiel noch die Sonntage „Jubilate, Kantate, Rogate“ oder die Trinatis- und die Epiphaniaszeit, während die römische Kirche einfach „Sonntage im Jahreskreis“ abzählt. Und zum bevorstehenden Sonntag Rogate möchte ich an die Tradition erinnern, dass an diesem Tag des Gebetes auch die Bitte um eine gesegnete Ernte dazugehört (wenn man denn schon nicht mehr den 1. Mai als „Hagelfeiertag“ mit eigenen Erntebittgottesdiensten begeht) Dass wir auch in Zeiten von Unkrautvernichtung, künstlicher Bewässerung und Gentechnik das Wachen udn gedeieh n eben nicht in der Hand haben, das swir überhaupt viel mehr davon leben, dass das Brot auf unseren Feldern wächst als davon, jährlich ein neues Smartphoine leasen zu können, das darf man sich ruhig einmal klar machen, finde ich. Die Fürbitte für eine gesegnete Ernte ist eine Möglichkeit dafür.

(Ist mir das jetzt in diesem Jahr erst wieder so richtig eingefallen, weil ich mich egrade über die hohen preise für deutsche Erdbeeren geärgert habe? Kann schon sein … – die hängen ja auch damit zusammen, dass es im April jedenfalls mit dem Wetter nicht so optimal war.)