Ein Anspiel nach einer Geschichte von Lew Tolstoi – zum Beispiel für Konfirmandenunterricht oder Familiengottesdienst

Erzähler: Einst lebte ein mächtiger König. Eines Tages rief er seine Priester und seine Weisen zu sich, weil er einen besonderen Wunsch hatte.
König: Ihr Priester! Sagt mir: Bin ich der mächtigste König, den es gibt?
Priester: Ja, ihr seid der Mächtigste, Majestät!
König: Ihr weisen Männer! Sagt mir: Kann ich alles bekommen, was ich möchte?
Weise: Ja, das könnt ihr, Majestät!
König: Dann möchte ich Gott sehen. Wenn es Gott gibt, dann muss ich diese Macht kennenlernen. Ich will Gott sehen. Ihr, Priester und Weise, müsst ihn mir zeigen. Ihr habt dafür eine Woche Zeit. Sonst kostet es euch euren Kopf!
Erzähler: Die Priester und die Weisen erschraken. Wie sollten sie ihr Leben retten? Die Woche verging, und sie hatten keine Idee. Im ganzen Land sprachen die Menschen über den Wunsch des Königs, und alle warteten ängstlich daruf, ob er tatsächlich seine Priester und Weisen töten würde, wenn es ihnen nicht gelingt. Nach einer Woche rief er seinen Hofstaat wieder zusammen.
König: Nun, meine Priester? Nun, meine Weisen? Wer von euch wird mir Gott zeigen?
Erzähler: In diesem Augenblick klopfte es an die Schlosstür. Herein kam ein armer Mann in Lumpen, ein Hirte.
Hirte: Ich bin zwar kein Weiser und auch kein Priester, mächtiger König. Aber wenn du es erlaubst, will ich dir deinen Wunsch erfüllen. Ich werde dir Gott zeigen.
König: Nun gut – so soll es sein. Aber bedenke: es geht um deinen Kopf!
Erzähler: Der Hirte nahm den König mit auf ein Feld. Dort hob er seine Hand und zeigte zum Himmel:
Hirte: Sieh in die Sonne, großer König!
Erzähler: Der König blinzelte in die Sonne, hielt sich die Hand an die Stirn und sagte
König: Willst du, dass ich erblinde?
Hirte: Aber, König, das ist doch nur ein Ding der Schöpfung, ein schwacher Abglanz der Größe Gottes, ein kleines Fünkchen eines flammenden Feuers. Wie willst du mit deinen schwachen, trägen Augen Gott sehen? Suche ihn mit anderen Augen!
Erzähler: Der Einfall gefiel dem König. Er sagte zu dem Hirten:
König: Ich erkenne deinen Geist und sehe die Größe deiner Seele. Beantworte mir deshalb auch folgende Frage: Was war vor Gott?
Erzähler: Der Hirte muss eine Weile nachdenken. Doch dann wendet er sich an den König:
Hirte: Sei nicht zornig wegen meiner Bitte, aber: zähle!
König: Eins, zwei, drei, vier …
Hirte: Nein, nein, nicht so. Fang mit dem an, was vor eins kommt.
König: Wie kann ich denn? Vor eins gibt es doch nichts.
Hirte: Sehr weise gesprochen! Auch vor Gott gibt es nichts.
Erzähler: Diese Antwort gefiel dem König noch besser als die vorhergehende.
König: Ich werde dich reich beschenken. Vorher aber antworte noch auf eine dritte Frage: Was tut Gott?
Erzähler: Der Hirte sah, dass das Herz des Königs weich geworden war und er antwortete ihm wieder mit einem Vorschlag:
Hirte: Gut, auch darauf will ich dir antworten. Nur um eines bitte ich dich: Lass uns die Kleider einen kurzen Augenblick tauschen.
Erzähler: Der König ging darauf ein und sie tauschten die Kleider.
Hirte: Genau das macht Gott: Er tauscht die Kleider mit uns. Er stieg vom Thron seiner Erhabenheit und wurde einer von uns. Er gibt uns, was er hat und nimmt das an, was wir haben und sind.
(WR nach Leo Tolstoi)

Noch ein Anspiel in diesem Blog, das für Gottesdienste und Unterricht geeignet ist, gibt’s hier:

https://kraftwort.wordpress.com/2009/11/11/das-nilpferd-ein-kleines-theaterstuck-fur-einen-erzahler-und-zwei-schauspieler-fur-ein-nilpferd-naturlich-sowie-fur-ein-auto-und-eine-badewanne/

Werbeanzeigen

Gott sagt: Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein! 1. Mose 12,2

Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht! Josua 1,5

Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben! Psalm 5,9

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Psalm 23,1

Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Psalm 27,1

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen Psalm 37,5

Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all sein Tun. Psalm 73,28

Gott der Herr ist Sonne und Schild, der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. Psalm 84,12

Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit: erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte. Psalm 86,11

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! Psalm 103,2

Der Herr denkt an uns und segnet uns. Psalm 115,12

Ich bin dein, Herr; hilf mir! Psalm 119,94

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege Psalm 119,105

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Psalm 139,5

Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Psalm 146,8

Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Psalm 143,10 

Ein jegliches hat seine Zeit – weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit, klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit. Pred.3,4

So spricht der Herr, der dich erschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jesaja 43,1

Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird. Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des Herrn und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. Jesaja 62,2.3

Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen! Matthäus 5,8

Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen! Matthäus 5,9

Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Lukas 10,20

Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33

Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben. Römer 1,16

Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2.Korinther 3,17

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2.Korinther 5,17

Seht, welche eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! 1. Johannes 3,1

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1. Johannes 4,16

P.S. Wenn Du für jeden Tag einen Bibelvers lesen möchtest, hier ein Linktipp: www.losungen.de

Nichts gefunden?
Dann klappt es vielleicht HIER Diese Sammlung von 20 schönen Bibelsprüchen enthält vor allem Verheißungen und Zusagen aus der Bibel.
Oder: Bei bibleserver.com einen Suchbegriff (zB „Freude“ oder „Liebe“) eingeben – und schon erscheinen alle Bibelstellen, in denen das Wort vorkommt. Die Suche kann auch auf Teile der Bibel (zB das Neue Testament oder die Psalmen) eingegrenzt werden.
Speziell für Taufsprüche – mit einer Anleitung, um den richtigen Vers zu finden und mit Erläuterungen: http://www.taufspruch.de
(Die an dieser Stelle früher verlinkte ausführliche thematisch sortierte Spruchsammlung einer Kirchengemeinde ist auf deren Seite leider nicht mehr verfügbar)