Karl Barth und Coca Cola werden 125 Jahre alt. (siehe https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/29/karl-barth-und-coca-cola-werden-125/) Deshalb besteht auch dieses Mal das „Zitat des Monats“ aus einigen Sätzen von Karl Barth, gefunden im zweiten Band seiner Kirchlichen Dogmatik, im § 35 „Die Erwählung des Einzelnen“ 

Die Bestimmung des Erwählten besteht darin, sich von Gott lieb haben zu lassen – als ein solcher zu leben, von dem Gott in seiner unbegreiflichen und unverdienten Güte von Ewigkeit her nicht lassen wollte und darum auch in Ewigkeit nicht lassen will. Das ist ja die Bestimmung Jesu Christi selbst: in unserem Fleische der von Ewigkeit her und in die Ewigkeit hinein von Gott Geliebte zu sein. Das ist Israels und der Kirche Bestimmung: sie sind das Volk und die Versammlung der in Jesus Christus von Gott Geliebten. …

(Der erwählte Mensch) darf und soll als Partner des Bundes existieren, den Gott von sich aus gewollt und begründet, dessen Herr und Garant Gott selber, dessen Bestand durch Gottes allmächtige Treue gesichert ist. Was das auch bedeute, es bedeutet Liebe. Strenge, zornige, brennende Liebe, aber Liebe! Und ewige, an die Schranken der Geschöpflichkeit nicht gebundene, seine Sünde vergebende, das Geschöpf an der Herrlichkeit des Schöpfers beteiligende Liebe. … Sie ist das Eine, das ihm wirklich not tut, das ihm aber auch völlig genügt“.

Kichliche Dogmatik II/2 (S. 455)

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In diesem Blog habe ich schon auf die bei vielen Sprachinteresssierten verbreitete Abneigung vor allem gegen englische Fremdwörter im Deutschen reagiert. (Siehe https://kraftwort.wordpress.com/2009/06/17/der-showmaster-des-public-viewing-steht-mit-seinem-handy-am-servicepoint/ )  Ich habe dafür plädiert, hier nicht übertrieben ängstlich zu sein. Vielleicht können die Ängste vor dem Fremden in der deutschen Sprache auch gemildert werden, wenn man sich klar macht, dass es auch deutsche Wörter gibt, die in anderen Sprachen heimisch geworden sind, ohne dass wir das wissen. Zum Beispiel spricht man in Polen von jemand Trägem als „Slafmyza“ (Schlafmütze) und jemand fleißigem als „Streber“. In Israel heißen Scheibenwischer ebenfalls „Wischer“ bzw. sie werden mit der hebräischen Plural-Endung versehen und heißen deshalb „Wischerim“. In Schweden schwärmt man für deutsches „Fingerspitzengefühl“ und sogar in Nigeria fragt man „Is das so?“ Sogar die Franzosen, die sehr stolz auf ihre Muttersprache sind (und deshalb in allen Radiosendern eine Mindestquote französischsprachiger Lieder vorschreiben) sagen „Le schnaps“ Jutta Limbach (ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und bis 2008 Vorsitzende des Goethe-Instituts) hat darüber ein ganzes Buch geschrieben: „Ausgewanderte Wörter“, entstanden aus einem Wettbewerb des Deutschen Sprachrats. Nähere Infos zu diesem Buch:

http://www.hueber.de/ausgewanderte-woerter/