Was ich nicht habe – Was ich habe, aber nicht will – Was ich habe: Das sind die drei Teile des Textes von Poetry Slammerin Julia Engelmann. Die ersten beiden Teile entsprechen dem, was in der Liturgie des Gottesdienstes mit dem Kyrie eleison gemeint ist: Ich darf meine Defizite aussprechen, und damit verlieren sie ihre Macht. Danach bin ich frei, auch dankbar Gott zu loben für das, was er mir geschenkt hat (das entspricht in der Liturgie dem Lobgesang des Gloria) … Gut gemacht, Julia!

Nachlesen (oder mitlesen) kann man den Text übrigens hier

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Eine erstaunliche Erfahrung: Wenn ich Konfirmandinnen und Konfirmanden, also Jugendliche von ca 14 Jahren frage, welches der Zehn Gebote sie am Wichtigsten finden, dann kommt erstaunlicherweise häufig das vierte Gebot auf Platz eins – zur Erinnerung: Es lautet „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohlergehe und du lange lebest auf Erden“. Das fiel mir wieder ein, als ich auf dieses Video der „Kult-Slammerin“ Julia Engelmann gestoßen bin.
BTW: An der Diskussion, ob ihre Texte „Ihr Leben verändern können“ (Der Stern über ihr Video „One day“ http://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8) oder „Kitsch“ sind, beteilige ich mich mal nicht. Die Frage ist m.E. falsch gestellt. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der es (leider) nichts uncooleres gab als Gedichte und finde es gut, dass es heute so etwas wie „Pop-Poesie“ gibt. Und dafür ist Julia Engelmann sicher eine gute Protagonistin.