Karl Barth über das „Geschriebene Wort Gottes“
(KD I,1 S. 110 und 111 – § 4 Das Wort Gottes in seiner dreifachen Gestalt)

Immer noch ist das „Jubiläumsjahr 125 Jahre Karl Barth und Coca Cola“, und deshalb gibt es auch in diesem Monat ein paar Gedanken von Barth zum Nach-denken. Ausgesucht habe ich diesen Abschnitt, weil der Oktober der Monat ist, der auf das Reformationsfest zuläuft. Zugegeben: Barths langer und komplizierter Satzbau ist hier besonders stark ausgeprägt. Langsam und laut lesen hilft!

Warum muss die Erinnerung der Kirche an Gottes geschehene Offenbarung immer wieder gerade die Bibel zum konkreten Gegenstand haben? … Die Bibel macht sich selbst zum Kanon. Die Bibel ist Kanon, weil sie sich als solcher der Kirche imponiert hat und immer wieder imponiert. … Wir müssen hier schon im Voraus auf den Inhalt der Heiligen Schrift verweisen. Das prophetisch-apostolische Wort  ist Wort, Zeugnis, Verkündigung und Predigt von  Jesus  Christus … Kraft dieses Inhalts imponiert sich die Schrift. …
Das große geschichtliche Paradigma für diese Entdeckung des in der Bibel kraft ihres Inhalts der Kirche gegebenen Kanons  ist die Anfangszeit der Reformation. Was sich in Wittenberg und Zürich in den zwanziger, in Genf in den dreißiger Jahren des 16. Jahrhunderts abgespielt hat, ist wie ein Bilderbuch zu dem eben Ausgeführten: Die Kirche sieht wieder, daß sie Christus mit seinen Gaben nicht in sich selbst hat, sondern von seinem, von außen zu ihr kommenden Wort gefunden werden muß. Sie sieht dies aber darum, weil sein Wort und eben in seinem Wort er selber sie schon gefunden hat, weil sie schon nicht mehr allein gelassen ist, weil Christus als ihr Gegenspieler und Widerpart eben im biblischen Wort bereits richtend und tröstend auf den Plan getreten ist. D.h. aber konkret: weil das Alte und das Neue Testament bereits zu ihr gesprochen, sich ihr bereits als „Kanon der Wahrheit“ aufgedrängt hat.

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Wer einen Kanon zur Jahreslosung 2011 sucht, ist auch dieses Mal bei der Kirchenmusikliste richtig – allerdings gibt es dort, wenn ich richtig sehe, bisher erst eine Version (letztes Jahr gab es drei verschiedene Kanons). Die Vertonung des Bibelspruches aus Römer 12,21 („Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“) findet man hier:

http://www.kirchenmusikliste.de/dl/comment.php?dlid=1380&ENGINEsessID=e37dfb8d663cf4c24c77fbeffc57088d

Nachtrag: Inzwischen (Ende Dezember) gibt es dort vier verschiedene Fassungen der Jahreslosung. Man findet sie alle (und evtl. auch weitere, falls noch etwas dazukommt), wenn man in der Suchfunktion „2011“ eingibt.

http://www.kirchenmusikliste.de/dl/search.php?action=search&ENGINEsessID=2cc1ecf56b47a9f732b3954510c11045

Besonders fetzig, aber vermutlich nur für Chöre und weniger für den Gemeindegesang geeignet, finde ich die Version von Elke Landenberger:

http://www.kirchenmusikliste.de/dl/comment.php?dlid=1392&ENGINEsessID=2cc1ecf56b47a9f732b3954510c11045

Zwar ist die „Saison“ für die Jahreslosung schon fast vorbei – meistens wird sie vor allem am Jahresanfang, im Neujahrsgottesdienst zum Beispiel gepredigt, bildmeditiert oder gesungen …  Aber vielleicht möchte sich jemand von diesem wunderbaren Wort Jesu doch auch noch weiter im Jahr 2010 begleiten lassen oder sucht eine Möglichkeit, sie noch einmal in einer anderen Form in der Gemeindearbeit zu verwenden. Dann kann einer der folgenden Kanons hilfreich sein. Sie können alle kostenlos heruntergeladen und für nichtkommerzielle Zwecke kopiert werden. Hier die Links:

http://www.kirchenmusikliste.de/dl/comment.php?dlid=968&ENGINEsessID=f7dd685d8a2be861dff333fd5effe130 (Kanon von Patrick Heinemann)

http://www.kirchenmusikliste.de/dl/comment.php?dlid=964&ENGINEsessID=f7dd685d8a2be861dff333fd5effe130  (Kanon von Elke Landenberger)

http://www.kirchenmusikliste.de/dl/comment.php?dlid=961&ENGINEsessID=f7dd685d8a2be861dff333fd5effe130  (Kanon von Wolfgang Richter)