„Schaut hin!“ – eine interessante Losung, die gerade für den Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt festgelegt wurde – und es gibt auch schon einen Kanon dazu!

gospelIMpuls

Am vergangenen Wochenende wurde die Losung (das Leitwort) für dne Ökumenischen Kirchentag festgelegt, der vom 12. bis 16. mai 2021 in Frankfurt am Main stattfinden wird. Es ist der Geschichte von der Speisung der 5000 entnommen und besteht aus zwei Worten einer Frage Jesu an seine Jünger (Markus 6,38): „SCHAUT HIN“. Mit bezug zum biblischen Zusammenhang, in dem es darum geht, ob die Brote, die die Jünger haben, ausreichen, habe ich einen Knaon zu diesem Leitwort komponiert – zu finden ist er HIER

Kanon Schaut hin Leitwort ÖKT 2021

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Der deutsche Humanistentag erwartet im Juni dieses Jahres 800 Teilnehmer in Nürnberg. Vieles ist ähnlich wie beim Kirchentag: Es gibt Podiumsdiskussionen und Vorträge, einen „Markt der Möglichkeiten“ (der allerdings auch kommerziellen Anbietern offensteht), Kabarett und sogar ein Gospelkonzert! (Mit einer Vertonung der „Menschenrechte im Gospelsound“ so die werbende Formulierung).
Die selbst ernannten „Humanisten“ (was heute in der Regel „Atheisten“ meint, so als ob gläubige Menschen nicht am Humanum orientiert sein könnten – ich bin auch stolz auf meine humanistische Bildung ….) beklagen ja oft, dass Kirchentage öffentlich gefördert werden. Allerdings gilt das auch für den Humanistentag – die Bundeszentrale für politische Bildung und die Stadt Nürnberg (bzw. ihr „Bündnis für Familien“) werden u.a. als Sponsoren genannt. Leider steht nirgends, wie hoch deren Zuwendungen sind. Erst wenn man wüsste, wie hoch die öffentliche Bezuschussung pro Teilnehmer ist (Kirchentage haben ungefähr die hundertfache Teilnehmerzahl …) könnte man beurteilen, ob da nicht vielleicht mit zweierlei Maß gemessen wird?

Inzwischen findet man auf der oben verlinkten Seite einen Dank für 5000,- € vom Stiftungsrat der Stadt Nürnberg. Bei der wie erwähnt üblichen hundertfachen Teilnehmerzahl an Kirchentagen müssten dann ja wenigstens 500.000 € von der jeweils veranstaltenden Stadt tolerabel sein für „Humanisten“, oder?

 

Wo die FAZ recht hat, hat sie recht. Hier zum Beispiel: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evangelischer-kirchentag-genderwahn-verunstaltet-liederbuch-15036612.html

Ich war leider nicht auf dem Kirchentag. Wurden die Liedfassungen in „gerechter Sprache“ (bzw. „sehrschlechter Sprache“) wirklich gesungen?

Immer wieder werden kommunale Zuschüsse für Kirchentage in Frage gestellt („Das 11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen“ – mit erhobenem Zeigefinger stellen sich die Atheismus-Fundis der Giordano-Bruno-Stiftung regelmäßig vor die zentralen Veranstaltungsorte …) – dass das populistische Argument, „man könne sich so etwas nicht leisten“ Humbug ist, zeigt dieser interessante Artikel:

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/katholikentag-bringt-leipzig-millionengewinn

„Gott neu entdecken – aufrecht vor den Menschen“: Das ist doch mal ein gutes Thema für einen Kirchentag. Unter diesem Motto gibt es am 10. Dezember 2016 einen „kleinen Kirchentag“ in Worms – als Teil des „Europäischen Stationenweges“ zum Reformationsjubiläum, auf dem verschiedene Städte angesteuert werden, die für einen Teil des reformatorischen Erbes verantwortlich sind. Worms gehört natürlich dazu, hat Martin Luther doch hier sein berühmtes „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ gesagt! Näheres zum Kleinen Kirchentag in Worms gibt es hier

Gauck, Schäuble und Kofi Annan standen oft genug in der Presse – aber der Kirchentag war viel mehr als die Anwesenheit von Politikern und Promis – und für die meisten auch anderes; denn selbst wenn fast 10 % der Kirchentagsbesucher Margot Käßmanns Bibelarbeit besuchten, waren imemr noch 90 % eben dort nicht.

Hier also ein paar völlig subjektive EIndrücke:

– Noch nirgends habe ich soviele Menschen mit „Free hugs“-Schildern gesehen

– Eine schöne Idee: Nach dem Abend der Begegnung steckten viele ihre brennenden Kerzen in den Sand der Blumenkübel in der Fußgängerzone

– Die „historischen Adventisten“ versuchen Menschen zu überzeugen, dass die böse Kirche sich untersteht „Zeiten und Gesetz zu ändern“, indem sie den Katechismus-Wortlaut der Gebote dem biblischen Wortlaut tabellarisch gegenüberstellen und böswillige Entstellungen „entlarven“; die Atheisten-Fundis formulieren mit erhobenem Zeigefinger ein 11. Gebot (womit sie ja eigentlich die Geltung der ersten zehn Gebote ebenfalls anerkennen …). Beide haben nur mäßigen Zulauf an Diskutanten, sind aber sicher (hoffentlich?) dankbar, dass es den Kirchentag gibt und damit eine Plattform für ihre eigenwilligen Ideen. Auch sonst stehen noch ein paar Leute auf der Straße, die Pamphlete verteilen, in denen die ach so böse Kirchen angeprangert  und die wahren Lehren (meist in Gebotsform) erklärt werden. Auf dem eigentlichen Kirchentag stehen aber zum Glück nichtg Gebote, sondern das Evangelium im Vordergrund

– Salomos hörendes, weises Herz wird sehr gut im Erölffnungsgottesdienst des Gospelzentrums ausgelegt. Etwas weniger deutlich dann leider in der Predigt des großen Abschlusgottesdienstes – da wird das hörende Herz nur so interpretiert, dass Salomo „auf sein Volk“ gehört habe – dabei geht es doch in erster Linie darum, dass Salomo auf Gott gehört hat …IMG_1422