Am Sonntag haben wir Begrüßungsgottesdienst für die neuen Konfirmanden. Ein Anspiel, das ich gerade wieder entdeckt habe, werde ich dafür verwenden. Guckst Du hier:

https://gospelimpuls.wordpress.com/2014/09/15/kirche-und-konfer-wozu-ein-dialog/

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Eine erstaunliche Erfahrung: Wenn ich Konfirmandinnen und Konfirmanden, also Jugendliche von ca 14 Jahren frage, welches der Zehn Gebote sie am Wichtigsten finden, dann kommt erstaunlicherweise häufig das vierte Gebot auf Platz eins – zur Erinnerung: Es lautet „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohlergehe und du lange lebest auf Erden“. Das fiel mir wieder ein, als ich auf dieses Video der „Kult-Slammerin“ Julia Engelmann gestoßen bin.
BTW: An der Diskussion, ob ihre Texte „Ihr Leben verändern können“ (Der Stern über ihr Video „One day“ http://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8) oder „Kitsch“ sind, beteilige ich mich mal nicht. Die Frage ist m.E. falsch gestellt. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der es (leider) nichts uncooleres gab als Gedichte und finde es gut, dass es heute so etwas wie „Pop-Poesie“ gibt. Und dafür ist Julia Engelmann sicher eine gute Protagonistin.

… wird nach einer alten Sitte jeden Sonntag im Fürbittgebet besonders für diejenigen gebetet, die in diesem Jahr konfirmiert werden. Heute ist Septuagesimä und wir werden das heute im Gottesdienst tun. Da diese Tradition kaum noch jemand kennt und da die Jugendlichen von heute nichts nötiger haben als dass wir für sie beten, möchte ich das zur Nachahmung empfehlen – nicht nur für die Gottesdienste in der Gemeinde, sondern auch für das persönliche Gebet.

Einen gesegneten Sonntag!

Es ist das einzige Liederbuch, das in meiner ehemaligen Gemeinde sowohl vom Kirchenchor als auch vom Gospelchor benutzt wurde – deutsche Lieder mit teilweise durchaus anspruchsvollem Text, in Sätzen und teilweise mit Begleitungen, die auch Gospelchören entgegenkommen (auch wenn sie vergleichsweise konventionell sind – aber das sind viele Gospel- und Spiritualsätze in der Gospelchorliteratur auch). Beliebt bei Konfirmanden und Jugendlichen ist zum Beispiel „Jesus lebt, das Grab ist leer“ (das ist leider auf der dazu erhältlichen CD gar nicht drauf) Ansprechend vom Text her (der auf mittelalterliche Mystik zurückgeht) finde ich „Wirst du nicht wie ein Kind“. Und die Vertonung von Bonhoeffers „Von guten Mächten“ finde ich einen gelungenen Kompromiss für diejenigen, denen die Fietz-Melodie zu seicht und die EG-Melodie zu kompliziert oder zu „streng“ ist. Manche Lieder (wie das ursprünglich jüdische Lied zu Psalm 121 „Ich erhebe meine Augen“) haben von diesem Chorheft aus den Weg in weiter verbreitete Liederbücher gefunden (in diesem Fall „Feiert Jesus 2“) – andere hätten das zumindest verdient gehabt.

Die Anschaffung lohnt sich vor allem für Gospelchöre, die auch mal deutsch singen möchten und für Kirchenchöre, die nicht gleich zum Gospelchor mutieren, aber trotzdem mal was „Flottes“ singen möchten.

Hier die Daten: Hoffnung atmen – Das Chorliederbuch – 30 vierstimmige Chorsätze, teilweise mit Instrumentalbegleitung hg. von Gerhard Schnitter, Hänssler-Verlag Holzgerlingen, 5,95 € (!)

P.S. (Nachtrag im Dezember 2012): Das Buch scheint leider vergriffen zu sein. Aber vielleicht ist es ja noch gebraucht erhältlich. Als Ausgleich dafür, dass ich hier ein Liederbuich empfehle, das nicht mehr im Handel erhältlich ist, habe ich in diesem Monat (Dezember 2012) auch mal ein Buch empfohlen, das noch nicht zu kaufen ist – guckst Du hier: https://kraftwort.wordpress.com/2012/12/02/liederbuch-des-monats-gospelimpuls/