Trost ist nicht in den Dingen,
ist nicht in Ehre und Macht,
und keiner kann Trost erzwingen,
Trost ist wie Licht in der Nacht.

Die Dinge sind fremd und schweigen,
und die Macht, sie ist hart und ist kalt,
und die Welt ist keinem zu eigen,
und nichtig ist alle Gewalt.

Trost ist nur in dem Einen,
der unser Verderben gewandt,
und selig sind, die da weinen:
Gott hat uns den Tröster gesandt.

(Lindolfo Weingärtner)

Dieses und weitere lohnende Gedichte dieses brasilianisches Dichters gibt es hier:  http://www.lindolfow.com/04.htm

Adventsgebet

 

Guter Gott, wir danken dir für die Stunden der Freude in dieser adventlichen Zeit.

Für die Stunden, in denen wir zu uns selbst finden und zu dir.

Segne alle Begegnungen und alle Gemeinschaft in diesen Tagen – in Adventsfeiern und Gottesdiensten, bei Familienbesuchen und beim zufälligen Wiedersehen mitten im Stress

Lass niemanden einsam sein und hilf auch uns, dass wir niemanden übersehen.

Die Zeit, die dahineilt in emsigen Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest, wandle du, so dass wir das rechte Maß finden zwischen Vorbereitung und Besinnung.

Guter Gott, du bist als helles Licht in die Finsternis dieser Welt gekommen.

Alle unsere Not hast du geteilt.

So komm nun auch in unsere Tage und suche uns auf, wo wir im Dunkeln tappen.

Wende Schaden von uns ab.

Erhalte diese Erde und ihre Menschen in Frieden.

Mache du unser Leben hell.

Erleuchte uns den Weg durch die Liebe Jesu Christi

und mache auch uns bereit, dein frohmachendes Licht zu denen zu tragen, die es brauchen.

Amen.

Noch etwas Schönes für die Adventszeit: Das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ mit fünf (!) Textstrophen, im dreistimmigen Satz und verbunden mit einem passenden meditativen Gebetstext gibt es hier: https://gospelimpuls.wordpress.com/2014/11/26/fur-advent-und-weihnachten/

„Der Heilige Geist schafft Glauben!

Er füllt dich nicht mit Licht, das alle Dunkelheit vertreibt,

und legt nicht eine Kraft in dich, die dich zum Helden macht;

aber er lehrt dich,

die Hand Jesu fassen in der festen Zuversicht: Du bist mein Hirte;

und er lehrt dich,

den Weg Jesu gehen in der Gewissheit: das ist Gottes Weg.“

Adolf Schlatter

Gott sagt: Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein! 1. Mose 12,2

Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht! Josua 1,5

Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben! Psalm 5,9

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Psalm 23,1

Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Psalm 27,1

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen Psalm 37,5

Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all sein Tun. Psalm 73,28

Gott der Herr ist Sonne und Schild, der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. Psalm 84,12

Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit: erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte. Psalm 86,11

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! Psalm 103,2

Der Herr denkt an uns und segnet uns. Psalm 115,12

Ich bin dein, Herr; hilf mir! Psalm 119,94

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege Psalm 119,105

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Psalm 139,5

Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Psalm 146,8

Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Psalm 143,10 

Ein jegliches hat seine Zeit – weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit, klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit. Pred.3,4

So spricht der Herr, der dich erschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jesaja 43,1

Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird. Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des Herrn und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. Jesaja 62,2.3

Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen! Matthäus 5,8

Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen! Matthäus 5,9

Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Lukas 10,20

Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33

Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben. Römer 1,16

Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2.Korinther 3,17

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2.Korinther 5,17

Seht, welche eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! 1. Johannes 3,1

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1. Johannes 4,16

P.S. Wenn Du für jeden Tag einen Bibelvers lesen möchtest, hier ein Linktipp: www.losungen.de

Nichts gefunden?
Dann klappt es vielleicht HIER Diese Sammlung von 20 schönen Bibelsprüchen enthält vor allem Verheißungen und Zusagen aus der Bibel.
Oder: Bei bibleserver.com einen Suchbegriff (zB „Freude“ oder „Liebe“) eingeben – und schon erscheinen alle Bibelstellen, in denen das Wort vorkommt. Die Suche kann auch auf Teile der Bibel (zB das Neue Testament oder die Psalmen) eingegrenzt werden.
Speziell für Taufsprüche – mit einer Anleitung, um den richtigen Vers zu finden und mit Erläuterungen: http://www.taufspruch.de
(Die an dieser Stelle früher verlinkte ausführliche thematisch sortierte Spruchsammlung einer Kirchengemeinde ist auf deren Seite leider nicht mehr verfügbar)

 

 

Unsere tiefste Angst ist nicht,

dass wir unzulänglich sind,

Unsere tiefste Angst ist,

dass wir unermesslich machtvoll sind.

Es ist unser Licht, das wir fürchten,

nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: „Wer bin ich eigentlich,

dass ich leuchtend, begnadet,

phantastisch sein darf?“

Wer bist du denn, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Wenn du dich klein machst,

dient das der Welt nicht.

Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,

wenn du schrumpfst,

damit andere um dich herum,

sich nicht verunsichert fühlen.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit

Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.

Sie ist nicht nur in einigen von uns,

sie ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser eigenes Licht

Erstrahlen lassen,

geben wir unbewusst anderen

Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen

Angst befreit haben,

wird unsere Gegenwart

ohne unser Zutun andere befreien.

Der Text wird häufig als „Auszug aus der Antrittsrede von Nelson Mandela 1994 in Pretoria / Tshwane“ bezeichnet – so auch ursprünglich an dieser Stelle. Er stammt jedoch von Marianne  Williamson („A return to love“ bzw. „Rückkehr zur Liebe“. Die Kommentare, die mich auf diese Spur gebracht haben, lasse ich stehen, auch wenn sie sich, wie erkennbar, auf eine frühere Version dieses Eintrags beziehen.

 P.S. Liu Xiobo, Friedensnobelpreisträger aus China, wird bisweilen schon mit Nelson Mandela verglichen. Von ihm gibt es auch einen Text in meinem Blog. Guckst du hier: https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/15/liu-xiaobo-ich-habe-keine-feinde-und-keinen-hass/

Mögest du dankbar und allezeit bewahren in deinem Herzen
die kostbare Erinnerung der guten Dinge in deinem Leben.
Mögest mutig du stehen in deiner Prüfung,
wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt,
schier unerreichbar scheint.
Möge jede Gottesgabe in dir wachsen
dass sie dir helfe,
die Herzen jener froh zu machen, die du liebst.
Mögest du immer einen wahren Freund haben, der Freundschaft wert,
der dir Vertrauen gibt, wenn es dir an Licht gebricht und Kraft
Dass du dank ihm den Stürmen standhälst
und so die Höhen doch erreichst
Möge in Freud und Leid
das Lächeln und die Huld des Mensch gewordenen Gottessohnes mit dir sein
und dass du allezeit so innig ihm verbunden bist,
wie Er es sich für dich ersehnt.

P.S.
1. Gleich drei irische Segenstexte findet man hier: http://gospelimpuls.wordpress.com/2014/11/05/dreimal-irischer-segen/ – Im gleichen Blog gibt es auch das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ verbunden mit einem meditativen Gebet: https://gospelimpuls.wordpress.com/2014/11/26/fur-advent-und-weihnachten/

2. Wer nicht nur für Weihnachten, sondern auch schon für die Adventszeit einen schönen Text sucht, kann sich ja einmal das Adventsgebet in meinem Blog anschauen:

https://kraftwort.wordpress.com/2010/11/27/adventsgebet/

3. Und wer etwas Aktuelles zum weihnachtlichen Thema „Frieden auf Erden“ sucht, ist hier vielleicht richtig:

https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/15/liu-xiaobo-ich-habe-keine-feinde-und-keinen-hass/

4. Wer schließlich – wenn Weihnachten vorbei ist – nach einem Text fürs Neue Jahr sucht, dem empfehle ich einen schönen Text, der gewöhnlich der Mutter vom Dichterfürsten Goethe zugeschrieben wird: https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/25/rezept-fur-das-neue-jahr/.

Ich gehe mit meinem Hund spazieren. Es ist ein heller Abend, denn es ist Vollmond. Der Mond wirft ein faszinierendes Licht auf das Feld, an dem wir entlanggehen. Ich bleibe stehen und schaue gebannt auf die riesige silbrig-graue Mondscheibe. Plötzlich entdecke ich, dass mein Hund genauso dasteht wie ich, genauso gebannt ist von diesem Licht und genauso schräg nach oben schaut wie ich es tue. Blitzartig wird mir klar: So also „denkt“ ein Tier; letztlich bin ich nicht so viel anders als mein Hund; ich fühle mich ihm als Teil der Schöpfung verbunden. Und während mir das klar wird, während ich das in Gedanken formuliere, wird mir zugleich das andere klar: Diesen Gedankenschritt macht mein Hund nicht. Er tritt nicht neben die Situation und denkt über die Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier nach. Er kann und wird das, was wir in einem Augenblick ganz ähnlich erlebt haben, nicht reflektieren, nicht festhalten, nicht in Worte fassen. Erlebt haben wir das gleiche. Eine Erfahrung gemacht habe nur ich.
Sprache macht aus Erlebnissen Erfahrungen, Sprache ermöglicht Erfahrungen, Erfahrungen erschaffen die Sprache.
Diese ganz einfache Erkenntnis hat für viele Dinge Bedeutung – nicht nur für das Nachdenken über die Unterschiede zwischen Mensch und Tier. Sondern auch für die Frage, warum Menschen Abkürzungen erfinden, warum Wörter aussterben, warum so etwas wie „Denglisch“ entstehen konnte (oder musste?) und letztlich auch für die Frage, wie religiöser Glaube und Erfahrung zusammengehören und welche Rolle Missverständnisse in unserem Leben spielen. Genug Themen also für die nächsten Wochen!