Rabbiner Ludwig Philippson hat bekanntlich die Hebräische Bibel (in christlicher Terminologie das Alte Testament also) ins Deutsche übersetzt, ich habe die drei Bände in diesem Blog bereits vorgestellt (Siehe unten).

Jetzt ist er einem Ondit zufolge zum Ehrenmitglied im „Verein der Freunde des Genitivs“ ernannt worden. Auslöser war die heutige Losung aus Jes. 25 in seiner Übersetzung. Dort lautet sie: „Der Ewige ist es, seiner harrten wir. lasst uns jubeln und seiner Hilfe uns freu’n“ Zwei sehr schöne Genitive in einem Satz aus 15 Worten! Zum Vegrleich die Lutherübersetzung, wie sie im Losungsbuch steht: „Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.“

Nebenbei: Die Losungsübersetzung von heute lässt mich vermuten, dass er außerdem von der „Verein’gung der Freunde des Apostrophs“ ausgezeichnet werden wird. Von ihnen erhält er demnächst wohl den „Ehrenpreis für die häuf’ge und richt’ge Verwendung des Apostroph“! (Selbst „der Ewige“ – das ist seine Übersetzung des Gottesnamens – heißt bei ihm bisweil’n „der Ew’ge“, wenn der Sprachrhythmus ihm das schöner erschein‘ lässt …)

Ach so: Hier nochmal der Hinweis auf die Blogbeiträge zu Philippsons schöner Bibelübersetzung:

Band 1 (Thora = 5 Bücher Mose): den Beitrag gibt es HIER  (mit Beispieltext aus Micha)
Band 2 (Propheten): Dieser Band wird HIER vorgestellt.
Band 3 („Ketuwim“, die Schriften, also Psalmen, Weisheitsliteratur usw.): Dazu gibt es HIER ein paar Informationen
– dort auch die jeweiligen bibliographischen Angaben! –

 

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Kürzlich hat die UNO eine weltweite Umfrage durchgeführt. Die Aufgabe lautete: „Geben Sie uns bitte Ihre ehrliche Meinung zur Lösung der Nahrungs-Knappheit im Rest der Welt ab.“ Die Umfrage stellte sich leider als Riesenflop heraus. Warum? Aus allen Teilen der Welt kam die Kritik, die Umfrage sei unverständlich formuliert. In Afrika wussten die Teilnehmer nicht, was „Nahrung“ ist. Aus Osteuropa kam die Frage, was mit dem Wort „ehrlich“ gemeint sei. In Westeuropa kannte man das Wort „Knappheit“ nicht. Die chinesische Führung wies darauf hin, dass in China niemand wissen könne, was eine „Meinung“ sei und die Frage danach sei eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten. Im Nahen Osten wurde das Wort „Lösung“ nicht verstanden. In Südamerika war die Bedeutung des Wortes „bitte“ unbekannt und in den USA blieb schleierhaft, was mit dem „Rest der Welt“ gemeint sein könnte …