Unterm Schatten deiner Flügel bin ich sicher Jahr um Jahr.
Weicht ihr Berge, fallt ihr Hügel!  Jesus du bleibst immerdar,
bleibst mein Hirte, der mich weidet, Lebensquell nach dem mich dürst’t,
Stern, der mich gen Himmel leitet, Heiland, Retter, Friedefürst

Arzt des Leibes und der Seele, meine Stärke, meine Kraft.
Tilger meiner Schuld und Fehle, Schöpfer, welcher neu mich schafft,
Trost in allen Traurigkeiten, Kompass auf des Lebens Meer,
heller Schein in Dunkelheiten und im Kampfe Schutz und Wehr.

Schatten vor des Tages Hitze, Decke vor der Nächte Frost,
Licht, wenn ich ich im Finstern sitze, Zuflucht, wenn das Wetter tost,
Freistatt, drin ich wohl geborgen, Fels auf dem mein Glaube ruht,
Träger aller meiner Sorgen, sichrer Schutz und treue Hut.

Bin ich leer, bist du die Fülle; bin ich arm – der Reichtum mein;
in der Unruh – meine Stille, in der Nacht – mein heller Schein.
Herr in deinen Liebesarmen darf ich ruhen immerdar,
unterm Schatten deiner Flügel bin ich sicher Jahr um Jahr

(kann gesungen werden nach der Melodie „Herz und Herz vereint zusammen“)

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Catharina Elisabeth Goethes Rezept für das neue Jahr

(Der Text wird gewöhnlich Goethes Mutter zugeschrieben, ihre Verfasserschaft ist jedoch äußerst zweifelhaft)

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz,
Pedanterie und Angst,
zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeden Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie
und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen
kleiner Aufmerksamkeiten und
serviere es täglich mit Heiterkeit.

Außerdem gibt es in diesem Blog zum Jahreswechsel auch ein Gebet: https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/29/gebet-zum-jahreswechsel-nach-dem-lied-eines-unbekannten-verfassers/