Rabbiner Ludwig Philippson hat bekanntlich die Hebräische Bibel (in christlicher Terminologie das Alte Testament also) ins Deutsche übersetzt, ich habe die drei Bände in diesem Blog bereits vorgestellt (Siehe unten).

Jetzt ist er einem Ondit zufolge zum Ehrenmitglied im „Verein der Freunde des Genitivs“ ernannt worden. Auslöser war die heutige Losung aus Jes. 25 in seiner Übersetzung. Dort lautet sie: „Der Ewige ist es, seiner harrten wir. lasst uns jubeln und seiner Hilfe uns freu’n“ Zwei sehr schöne Genitive in einem Satz aus 15 Worten! Zum Vegrleich die Lutherübersetzung, wie sie im Losungsbuch steht: „Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.“

Nebenbei: Die Losungsübersetzung von heute lässt mich vermuten, dass er außerdem von der „Verein’gung der Freunde des Apostrophs“ ausgezeichnet werden wird. Von ihnen erhält er demnächst wohl den „Ehrenpreis für die häuf’ge und richt’ge Verwendung des Apostroph“! (Selbst „der Ewige“ – das ist seine Übersetzung des Gottesnamens – heißt bei ihm bisweil’n „der Ew’ge“, wenn der Sprachrhythmus ihm das schöner erschein‘ lässt …)

Ach so: Hier nochmal der Hinweis auf die Blogbeiträge zu Philippsons schöner Bibelübersetzung:

Band 1 (Thora = 5 Bücher Mose): den Beitrag gibt es HIER  (mit Beispieltext aus Micha)
Band 2 (Propheten): Dieser Band wird HIER vorgestellt.
Band 3 („Ketuwim“, die Schriften, also Psalmen, Weisheitsliteratur usw.): Dazu gibt es HIER ein paar Informationen
– dort auch die jeweiligen bibliographischen Angaben! –

 

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Einem Ondit zu Folge will Nina Ruge unter die Drehbuchautoren gehen und unter dem Titel „Alles wird gut“ die Geschichte von Fruststadt und seinem Kirchenmusiker bei Bibel-TV als Soap unterbringen. Eine Kurzfassung der im Fernsehen auf 1685 Folgen angelegten Serie gibt’s exklusiv hier:

Trotz eines nur mäßig ermutigenden Telefonats mit Dr. Gutverdien, dem KV-Vorsitzenden bewirbt sich der gutaussehende und noch ledige Berufsanfänger Gregor-Yannick Gospelbach auf die 49,3%-Stelle für einen Kirchenmusiker an der Rödelkirche Fruststadt. O Wunder, er ist der einzige Bewerber und erhält die Stelle (1 Gegenstimme von Konrektor a.D. Wilhelm Nörgel, KV-Mitglied seit 1945: „so ein hübscher junger Bengel verdreht doch den Konfirmandinnen den Kopf“, eine nicht unbegründete Befürchtung wie Folge 112 zeigen wird).

Im Einführungsgottesdienst predigt Pfarrer Friedel Freudeeierkuchen über das Wort aus den Sprüchen Salomos – „Besser ein Gericht Gemüse mit Liebe dabei als ein gemästeter Ochse mit Hass dabei“ sowie über einen weiteren Vers, für den ihm aber die Bibelstelle gerade nicht einfällt: „Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird“ Roswitha Kanzel-Schwalbe tuschelt ihrer Nachbarin zu:“Dass der schon wieder übers Essen predigen muss – dass es ihm schmeckt, sieht man ja nun wirklich“ Die Lokalzeitung schreibt am nächsten Tag, er habe in seiner Predigt die durch die Stellenkürzungen auftauchenden Probleme (nein: „Herausforderungen“ heißt das heute natürlich) „in erstaunlicher Offenheit angesprochen“. An genau der damit gemeinten Stelle der Predigt raunt Dekan Glattbügel seinem Nachbarn, OLKMD Von Wegenstress-Hiernoch zu Friedensein zu: „Na, na, na, jetzt übertreibt er aber“

Doch warum verschwindet beim Empfang Zahnarzt Dr. Gültig, der Ehemann von Frau Pfarrerin Gleich-Gültig direkt nach dem ersten Glas Sekt und steigt zu einer jungen Dame ins Auto?

Das und mehr erfahren Sie in der nächsten Folge.

(Guckst Du hier: https://kraftwort.wordpress.com/2009/10/26/fruststadt-die-soap-geht-weiter-folge-86/)