1. In einem Buch von Astrid Lindgren wollen die Kinder einen Seehund aus einem Schuppen befreien. Bei dieser nächtlichen Aktion hören sie unter einem offenen Fenster eine Frau in der Bibel lesen. Sie hören fasziniert einen Vers aus Psalm 139 – und  zwar: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten …“ In welchem Buch kommt diese Stelle vor?

a Michel muss mehr Männchen machen
b Ferien auf Saltkrokan
c Kalle Blomquist lebt gefährlich

2. In der Geschichte „Gute Nacht, Herr Landstreicher“ lassen Anna und Sven am Tag vor Weihnachten einen Landstreicher in die Wohnung und spielen mit ihm. Sie singen ihm folgendes Lied vor:
„Und Jona raufte sich den Bart,
ging nicht nach Ninive
obwohl es ihm befohlen ward
Er aber stach in See“
Wie geht die biblische Geschichte weiter, von der dieses Lied handelt?

a Jona wird ins Meer geworfen und von einem Fisch gerettet, der ihn ans Land bringt
b Jona geht auf dem Wasser ans Land zurück
c Jona wird von einem Adler ergriffen und nach Ninive gebracht

3. In der Geschichte „Etwas Lebendiges für den lahmen Peter“ bekommt Annastinas Katze drei Katzenkinder. Sie gibt ihnen drei klangvolle Namen, die sie gerade in ihrem Buch „Biblische Geschichte“ gefunden hat. Welche Namen sind das?

a Petrus, Johannes und Jakobus
b Mose, Aaron, Miriam
c Sadrach, Mesach und Abednego

4. In der Geschichte „Guck mal, Madita, es schneit“ stellt sich Maditas Schwester Lisabet in der Stadt auf einen Schlitten, um ein Stück mitzufahren. Doch erst mitten im verschneiten Wald kann sie den Schlitten verlassen. Sie hat schreckliche Angst. Schließlich kommt das Ehepaar Hansson vorbei und bringen sie mit ihrem Schlitten nach Hause. Was tun Hanssons auf der Fahrt?

a Sie singen christliche Lieder – zum Beispiel „Nur ein Tag, ein Augenblick zugleich, oh welch Trost, was auch geschehen mag. Alles ruht in unsres Vaters Händen, ich sein Kind, brauch keine Angst zu haben.“
b Sie schimpfen mit Lisabet und erklären ihr, was noch alles hätte passieren können.
c Sie erzählen Lisabet die biblische Geschichte von Jona.

5. Lotta soll nicht „Pfui Pharao“ sagen, weil das ein Fluch ist. Eines Abends erzählt ihr die Großmutter eine biblische Geschichte und Lotta wundert sich, dass darin ein „Pharao“ vorkommt, der der Hauptperson einen Ring schenkt. Welche biblische Geschichte ist das?

a Die Geschichte von Mose
b Die Geschichte von Josef
c Die Geschichte von Noah

6. Einmal feiert der Opa aus Bullerbü Geburtstag. Welchen Satz sagt er?
a „Hauptsache gesund!“
b „Schön, dass Ihr alle mit mir feiert – dann auf die nächsten neunzig Jahre!“
c „Der liebe Gott hat uns immer gnädiglich behütet“

7. Und schließlich die letzte Frage: Wer küsste die Pastorin?

a Rasmus (in „Rasmus und der Landstreicher“)
b Bosse aus Bullerbü
c Michel aus Lönneberga

Lösungen :1b – 2a – 3c – 4a – 5a – 6c – 7c

P.S.: Mehr für Astrid-Lindgren-Fans gibt’s in meinem Blog hier:  https://kraftwort.wordpress.com/2010/11/26/die-krumuluspillen-haben-gewirkt-zu-pippis-65-geburtstag/

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Gnade und Friede zuvor!
– Ein merkwürdiger Anfang? Aber wie beginnt man einen Blog? (oder heißt es „ein Blog“ als Neutrum?)
Ein Appell auf dem Kasernenhof beginnt mit dem Befehl „Stillgestanden“. Der „Tatort“ beginnt seit Jahrzehnten mit der gleichen Titelmusik, einem laufenden Menschen, Augen, die sich in das Wort „Tatort“ verwandeln, unsere Lateinstunde in der 5. Klasse begann mit dem Aufstehen der Schüler und einem lauten „Salve Magister“ (Sei gegrüßt Lehrer), wenn der Direx reinkam, was dieser mit „Salvete, puellae et pueri“ (Seid gegrüßt Mädchen und Knaben, immerhin schon inklusive Sprache!) beantwortete. Johann Sebastian Bach schrieb über jedes seiner Werke „Soli Deo Gloria“ und die Briefe des Neuen Testaments beginnen in der Regel mit einer Grußformel wie der Meinen – „Gnade sei mit euch und Friede …“
Die ersten Worte eines Briefes, einer Zusammenkunft erwecken einen nahezu unveränderbaren Eindruck, stellen eine Atmosphäre her, in der alle folgende Kommunikation stattfindet.
Worte haben Wirkungen. Sie sind nicht nur Träger einer Information über einen Sachverhalt. Um dieses Thema werden (vermutlich) viele Beiträge in diesem Blog kreisen. Als Pastor (das bin ich wirklich – oder bin ich Pastorin? auf das Thema inklusive Sprache kommen wir sicher nochmal zurück) bin ich ein Mensch des Wortes. Aber es geht hier nicht nur um Theologie. Sondern auch um Kommunikation, um Sprachkultur (Erbarmt euch des Genitivs!), verräterrische Sprachregelungen, Wörter und Unwörter, Meinungsfreiheit und dergleichen.
Worte haben Wirkungen, vielleicht sogar die dieses Blogs, falls ihn (ich bleibe beim Maskulinum „Der Blog“) irgendjemand in den Weiten des virtuellen Raumes tatsächlich entdeckt … Deshalb der Name „Kraftwort“.
Grüßen ist ein erstes Beispiel für die These vom Wirken der Worte. Denn da geht es ganz besonders wenig um Information und besonders viel um Beziehung und ein Hineinwirken in die Beziehung. Wem ich hier ggf. begegne weiß ich noch gar nicht. Aber wer auch immer es ist, ich wünsche ihm, ihr ganz ernsthaft:
„Gnade und Friede zuvor!“
Barnabas, der Blogpastor