Einen interessanten Adventskalender – garantiert ohne Schokolade, Teebeutel, Coladosen oder Lovetoys – haben norddeutsche Vikarinnen und Vikare zusammengestellt: HIER kann man täglich einen Besinnungsimpuls zur Adventszeit lesen oder hören. (Besonders lohnend: das Türchen vom 2. Dezember!)

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Heute ist Johannistag. „Bringt rechtschaffene Früchte der Buße“ sagt Johannes der Täufer. Zum Beispiel keine Milch für 42 ct kaufen. Vor dem Euro kostete ein Liter Milch 1,19 DM, also ca. 60 ct. Eine Tafel Schokolade („quadratisch, praktisch, gut“) kostete damals etwa genausoviel – meistens 1,15 DM, im Angebot oft auch 99 Pfennig. heute kostet sie 99 ct … Der historisch niedrige Milchpreis ist eine kollektive Missachtung des Segens. Dieses Missachtung hat uns die Religion des Mammon, dem unsere Gesellschaft huldigt, beschert. Dass sich die Gesellschaft vom Götzen der Totalökonomisierung abwendet, ist so schnell nicht zu erwarten. Aber selber auf Bio-Milch umsteigen beim Einkaufen (oder eine andere hochpreisige Qualitätsmilch) das geht und dürfte den Wenigsten weh tun (zumindest keinem, der sich ab und zu auch eine Tafel Schokolade leisten kann)

Die christliche Botschaft ist nun auch in den Süßigkeitenregalen britischer Supermärkte zu finden. Der Schokoladenhersteller „Meaningful Chocolate Company“ (Sinnstiftende Schokoladenfirma) verkauft nicht nur Schokoladenostereier, sondern erklärt auf den Verpackungen auch gleich die Bedeutung des christlichen Feiertages.

 Es heißt „The Real Easter Egg“ (Das wahre Osterei), ist aus fair gehandelter Schokolade und steht seit einigen Tagen auf den Produktlisten großer britischer Supermarktketten wie „Tesco“ und „Morrisons“. Das Ei fällt nicht nur durch seine bunte Verpackung auf, die den Hügel Golgatha mit drei Kreuzen und ein Ei vor einer aufgehenden Sonne zeigt. Auch der Inhalt scheint ungewöhnlich: Neben dem Schokoladenosterei findet der Käufer dort die Ostergeschichte, ein Poster und Aufkleber. Auf der Innenseite des Deckels steht schließlich ein Vers aus dem Markus-Evangelium.

 Seit drei Jahren gibt es „The Real Easter Egg“ nun schon. Aber zum ersten Mal ist es auch in Supermärkten wie „Sainsbury´s“ und „Co-op“ zu kaufen. Dafür sollen Lobbyisten rund drei Jahr lang gekämpft haben, heißt es in der britischen Zeitung The Telegraph. „Ich habe im vergangenen Jahr viele Einkaufsmärkte angeschrieben und ermutigt, das ‚Real Easter Egg‘ zu vertreiben“, sagte der Bischof von Hereford, Anthony Priddis, gegenüber der Zeitung. „Ich freue mich, dass sie die Aufforderung ernst genommen haben. Ich will außerdem alle Einkäufer auffordern, nach dem ‚Real Easter Egg‘ zu suchen und sich zu beschweren, falls es nicht vorrätig sein sollte.“

Ostern in der Box

 In Großbritannien werden jährlich rund 80 Millionen Schokoladenostereier verkauft. Das Unternehmen „Meaningful Chocolate Company“ rechnet mit einem Verkauf von mehr als 300.000 Ostereiern für 2013. „Es ist unser Ziel, den Ostereier-Markt langfristig zu verändern, indem wir ihn spiritueller, großherziger und glaubwürdiger machen“, sagte der Gründer des Schokoladenherstellers, David Marshall. „Das ist ein großer Durchbruch. Es ist das einzige Ei, dass die Bedeutung von Ostern in einer Box erklärt.“ 

 Wie das britische Onlinemagazin Christian Today berichtet, gibt es zu dieser Aktion ein Lied der Musikerin Tara Mathews. Auch darin wird die Bedeutung der Kreuzigung und Auferstehung Jesu erklärt. „In Three Days“ steht zum kostenlosen Download auf dem Musikportal iTunes bereit. In einem Begleitvideo zu dem Song sagt der Missionsbischof der Kirche von England, Graham Cray: „Ich freue mich, den Song ‚In Three Days‘ von Tara Mathews kommentieren zu dürfen, um an die wahre Bedeutung des Osterfestes, der Feiertage zur Auferstehung Jesus, zu erinnern: An das Event, welches die Welt  laut Christentum für immer verändert hat.“

(aus: http://www.jesus.de/index.php?id=885&tx_ttnews%5Btt_news%5D=191261&cHash=abd36ee10c02fbc389a384a70094330e)