Im vergangenen Jahr habe ich hier das „125-Jahre-Karl-Barth-und-Coca-Cola-Jahr“ begangen. In diesem Jahr ist – nicht nur bei mir, sondern in der ganzen EKD – „Jahr der Kirchenmusik“. Ein paar Beiträge gab es auf meinem Blog dazu bereits (https://kraftwort.wordpress.com/2012/05/25/1032/ und https://kraftwort.wordpress.com/2012/04/03/der-teufel-liebt-das-lachen-nicht-liederheftempfehlung/) . Für die verbleibenden Monate habe ich mir vorgenommen, jeweils ein eher unbekanntes, aber lohnendes Liederbuch zum „Liederbuch des Monats“ zu küren und vorzustellen.

Thuma mina – Internationales ökumenisches Liederbuch

„Komm, Herr segne uns“ ist in zehn Sprachen enthalten, das südafrikanische, inzwischen auf der ganzen Welt verbreitete südafrikanische  „Siyahamba“ immerhin neben Zulu auch in deutsch, englisch und spanisch. Das bekannte „Aller Augen warten auf dich Herre“ von Heinrich Schütz findet man im vierstimmigen Originalsatz auch mit englischem Text. Es gibt Lieder aus 70 (in Worten: siebzig!) Ländern, von Ruanda (z.B. Nyiagasani- deutscher Text: Barmherziger Gott erbarme dich) bis Schweden (Guds kärlek är som stranden och som gräset, deutsch: Herr deine Liebe …), von Benin (Jesu Kristi na so go na = Jesus Christus wird kommen) bis El Salvador(Santo, santo es nuestro = Heilig, heilig unser Gott), alle mit Text in der Originalsprache und in deutsch, oft auch in englisch und weiteren Sprachen, viele mehrstimmig. Chorusse aus Iona (dem keltischen Taize) werden zugänglich gemacht und traditionelle Kanons aus Deutschland mit internationelen Texten versehen: Eine Fundgrube nicht nur für Gospel- und sonstige Chöre, sondern auch für das Singen in internationalen Begegnungen. Zusammengestellt wurde es unter Leitung des leider schon verstorbenen Frankfurter Propstes Dieter Trautwein (der ja auch den Originaltext von „Komm, Herr segne uns“ verfasst hat), herausgegeben wurde es von der Basler Mission und dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland (Hamburg). Mein Exemplar vermerkt leider keine Jahreszahl für das Erscheinungsdatum es ist aber schon ein bisschen älter und ich weiß nicht, ob man es noch bekommt. Es lohnt sich aber in jedem Fall. Die ISBN lautet: 3-921946-17-4(Strube-Verlag)

Advertisements

In meiner Buchempfehlung vor wenigen Tagen (https://kraftwort.wordpress.com/2010/08/04/buchempfehlung-der-junge-der-den-wind-einfing/) war von Nsima die Rede, dem auch nach meiner Erfahrung wichtigsten Nahrungsmittel in Malawi (und  auch in Botswana und Zambia, wo es Nshima geschrieben wird sowie in Tanzania, wo es Ugali und in Simbabwe, wo es Sadza heißt). Hier kommt das Rezept dazu:

Rezept für Nsima (Fester Maisbrei aus Malawi) für 8-10 Personen

2  l Wasser zum Kochen bringen

Salz hinzufügen

3-4 Tassen (300 -400 g) Maismehl sehr langsam nach und nach unter ständigem Rühren hinzufügen.

Im geschlossenen Topf bei mittlerer Hitze kochen, zwischendurch immer wieder umrühren.

Rezept für Tomatenrelish für ca. 8 Personen

4 EL Öl erhitzen

4 Zwiebeln, gehackt und

2 Knoblauchzehen (zerdrückt) im Öl glasig braten

8-10 große Tomaten, fein gehackt, Pfeffer (z.B. Cayennepfeffer) und Salz hinzufügen und weich garen, bis eine dicke Sauce entsteht

P.S.: Nsima wird mit den Händen gegessen, ganz korrekt nur mit der rechten Hand, in der man eine Kugel formt, mit der man dann die Sauce auftunkt.

P.P.S.: Die Mengenangaben beim Nsima-Rezept sind aus Erfahrung gewonnen, müssen aber immer wieder „im Vollzug“ angepasst werden – zumal man das in Malawi verwendete sehr weiße Maismehl hier gar nicht bekommt, sondern auf das übliche eher gelbliche Maismehl zurückgreifen muss. Der Brei wird nur fest, wenn man

– das Mehl nach und nach einrührt, ggf. auch etwas mehr als angegeben

–  man sich genügend Zeit nimmt, um die Masse quellen zu lassen 

P.P.P.S.: Zwei gute Ideen, um Nsima zu verändern:

1. Mit Basilikum und Parmesankäse geschmacklich etwas „aufpeppen“ (ich weiß nicht, ob das „afrikanisch“ ist – vermutlich nicht, da Malawier zum Beispiel nie Käse essen …  – aber europäischen Geschmacksnerven kommt es sicher entgegen)

2. Das Nsima nach dem Anrühren in eine Auflaufform füllen und 5 Minuten im Backofen überbacken

P.P.P.P.S.: Afrika-Feeling bringt nicht nur dieser Maisbrei, sondern auch afrikanisches Singen. Hier gibt’s Noten für Lieder aus Malawi und anderen afrikanischen Ländern:
„Tiri kuyenda“ bekanntes Lied aus Malawi, ähnlich dem südafrikanischen Siyahamba (We are walking in the light) http://gospelimpuls.wordpress.com/2014/05/14/tiri-kuyenda-song-aus-malawi/
Bonga: sehr beliebtes Lied aus Südafrika (Bonga heißt „Danke“) http://www.kirchenmusikliste.de/dl/comment.php?dlid=264&ENGINEsessID=499a41c22f6cd15ac623bc650df7e7bd