Karl Barth und Coca Cola werden 125 – an anderer Stelle habe ich schon darauf hingewiesen (https://kraftwort.wordpress.com/2010/12/29/karl-barth-und-coca-cola-werden-125/) und es ist schwer zu erraten, welches der beiden Jubiläen ich für wichtiger halte… . Im Theologiestudium habe ich als Lutheraner Karl Barth leider weitgehend ignoriert. In diesem Jahr möchte ich diesen Teil meines Theologiestudiums nachholen – und um mich ein wenig dazu zu „zwingen“, gibt es in diesem Jahr für jeden Monat ein Zitat von ihm. Hier ist das Zitat für den Januar:

Der Ruf in die Nachfolge bindet den Menschen an den, der da ruft. Nicht eine Christusidee, nicht eine Christologie, nicht ein christozentrisches Gedankensystem, geschweige denn die angeblich christliche Vorstellung eines Vatergottes ruft in die Nachfolge. Wie könnten sie das auch? Sie haben ja kein Wort und keine Stimme! Sie können auch keinen binden. So ist die Nachfolge auch nicht die Übernahme eines Programms, eines Ideals, eines Gesetzes, nicht der Versuch, ein solches zu verwirklichen. Das Gebot der Nachfolge fällt praktisch mit dem Gebot des Glaubens zusammen.

(Kirchliche Dogmatik Bd IV/2 S. 606f. Der Ruf in die Nachfolge Christi)

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„Ich halte gänzlich dafür, dass nach der Theologie keine Kunst ist, die mit der Musica kann verglichen werden. Denn sie allein tut nach der Theologie das, was sonst die Theologie allein tut: Sie schafft nämlich einen fröhlichen Mut zum klaren Beweis, dass der Teufel – der der Vater aller Traurigkeit ist – vor der Stimme der Musik fast ebenso flieht wie vor dem Wort der Theologie. Daher haben die Propheten keine Kunst so gebraucht wie die Musik, da sie ihre Theologie nicht in Geometrie, Arithmetik, auch nicht in Astronomie, sondern in die Musik gefasst haben, auf dass sie Theologie und Musik beieinander hätten und die Wahrheit in Psalmen und Lobgesängen verkündigten“