“Warum sprichst Du von Dankbarkeit? Wenn ich glücklich wäre, wäre ich natrülich dankbar!”

“Wahrscheinlich ist es genau andersherum: Wenn du dankbar wärest, wärest du auch glücklich”

Erstaunlich: Da hat die EKD eine Orientierungshilfe herausgebracht, die das Kreuz Jesu für Menschen von heute verständlich machen soll – und dann verzichtet sie darauf, sie öffentlich vorzustellen aus Rücksicht auf die Flugzeugkatastrophe. Dabei ist der Blick aufs Kreuz Jesu gerade in einer solchen Situation nötig und Grundlage allen christlichen Beistands, der ja gerade in dieser Zeit vielfältig gefordert ist. Aufmerksam geworden auf dieses merkwürdige Verhalten der EKD-Verantwortlichen bin ich durch folgenden Artikel, den ich gerne zur Lektüre empfehle:

http://www.christundwelt.de/detail/artikel/wenn-nicht-jetzt-wann-dann/

Ganz gelesen habe ich die Orientierungshilfe zwar noch nicht. Aber nach dem, was ich schon weiß, braucht sich die Kiriche dieser Worte keineswegs zu schämen. (Sie sind allemal besser als das Familienpapier, bei dem es leider überhaupt keine Zurückhaltung bei der Vermarktung gegeben hat …) . Den Text findet man übrigens hier: http://www.ekd.de/download/fuer_uns_gestorben2015.pdf

Absturz_epd_3_2

… und in Gottes Herzen erst recht.

“Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob” Die Jahreslosung 2015 ist viel zu schön, um im März schon vergessen zu sein. Hier ist ein schönes Lied dazu!

Eine der am häufigsten zitierten Formulierungen Martion Luthers ist sein “Was Christum treibet”. Doch in welchem Zusammenhang hat er das gesagt? Er wollte damit seine unetrschiedliche Berwertung evrschiedener neutestamentlicher Schriften begründen, insbesondere seine Zweifel daran, dass der Jakobusbrief tatsächlich von einem Apostel stammen könne (deshalb steht er, anders als im griechischen Neuen Testament, in unseren Bibeln – den Luther-Ausgaben – fast ganz hinten) Hier ist der Abschnitt aus seiner Vorede zu den Briefen von Jakobus und Judas:

“Darin stimmen alle rechtschaffenen Bücher überein, dass sie allesamt Christus predigen und treiben. Auch ist das der rechte Prüfstein, alle Bücher zu tadeln, wenn man sieht, ob sie Christum treiben oder nicht. Sintemal alle Schrift Christum zeiget und S. Paulus nichts denn Christum wissen will. Was Christum nicht lehret, das ist nicht apostolisch, wenns gleich S. Petrus oder Paulus leret. Widerum, was Christum prediget, das wäre apostolisch, wenns gleich Judas, Hannas,. Pilatus oder Herodes lehrt.”

Martin Luther in der “Vorrede auf die Epistel S Jacobi und Juede” (1546) in WA, DB VII 385
hier sprachlich geglättet, zitiert nach Clemens Hägele Was Christum treibet in: “ichthys” 30. Jahrgang Heft 2 (2014) S. 115-121, hier S. 116

Der Mensch fiel, aber Gott stieg herab.
Erbärmlich ist der Mensch,
aber voll Erbarmen kam Gott hernieder.
Der Mensch fiel durch Stolz.
Gott kam herab in Gnaden
Aurelius Augustinus

Ein lesenswerter “Stern”-Artikel über einen Besuch von Frank-Walter-.Steinmeier in Tunesien. Dort hat er sich zu seinem christlichen Glauben bekannt und gleichzeitig aus dem Koran zitiert

http://www.stern.de/politik/ausland/frank-walter-steinmeier-bekennt-sich-in-tunis-zum-christentum-2168557.html

Ich zitiere die letzten Sätze des Artikels:

Es ist so etwas wie die Menschheitsfrage dieser Tage: Verträgt sich die Demokratie mit der Religion? Steinmeier verbreitet Zuversicht: “Ich persönlich glaube, dass Religion sich mit dem Alltag der Demokratie nicht nur vertragen, sondern dass sie ihn sogar fördern kann.”

Es ist ja eher selten, dass ich unseren Politikern recht gebe – aber hier hat Steinmeier etwas Gutes und Wichtiges gesagt.

Wer etwas mehr dazu lesen möchte, dem empfehle ich die immer nch aktuelle Demokratie-Denkschrift der EKD von 1985: http://ekd.de/download/evangelische_kirche_und_freiheitliche_demokratie_1985.pdf

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.