… der deutlich machen kann, dass die Adventszeit im Kirchenjahr eigentliche eine Bußzeit – also eine Zeit ernster Besinnung – ist. Guckst Du HIER

 

Mal wieder was zum Reformations-Jubiläumsjahr: Eine Toccata über „Ein feste Burg ist unser Gott“, gespielt auf der Orgel der National Cathedral in Washington:

Sein Familienname bedeutet „Priester“ und hat in vielen Liedern aus seiner jüdischen Tradition geschöpft – jetzt ist Leonhard Cohen im Alter von 82 Jahren verstorben. Sein „Halleluja“ wird bei unzähligen Hochzeiten von begabten und weniger begabten Sängerinnen gesungen. Unerreicht ist natürlich das Original. Hier ist es (zwar schon über 44 Millionen mal angeklickt – aber ich gönne ihm weitere Hörer!)

Immer wieder werden kommunale Zuschüsse für Kirchentage in Frage gestellt („Das 11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen“ – mit erhobenem Zeigefinger stellen sich die Atheismus-Fundis der Giordano-Bruno-Stiftung regelmäßig vor die zentralen Veranstaltungsorte …) – dass das populistische Argument, „man könne sich so etwas nicht leisten“ Humbug ist, zeigt dieser interessante Artikel:

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/katholikentag-bringt-leipzig-millionengewinn

Wer das ganze Reformationsjahr über täglich einen reformatorischen Gedenktag feiern möchte, findet hier gute Anregungen dazu: https://gospelimpuls.wordpress.com/2016/10/31/reformationskalender/ – ein Projekt zum Mitmachen übrigens! (Bisher gibt es nur Gedenktage für einen Monat – aber, so ist zu lesen, das Projekt wird fortgesetzt, gerne auch mit Anregungen aus der Community)

 

Warum immer „Times New Roman“ oder „Arial“? Ich habe auf meinem PC eine Schrift mit dem Namen „Liberation“ entdeckt – und da es in der Reformation um die Freiheit eines Christenmenschen geht, werde ich die im Reformationsjubiläumsjahr (also vom 31.10.2016 bis zum 31.10. 2017) zum Schreiben benutzen …

Wenn der Bund (der Taufe) nicht wäre und Gott nicht barmherzig durch die Finger sähe, so wäre keine Sünde zu klein, dass sie uns nicht verdammte; denn Gottes Gericht kann keine Sünde leiden. Darum ist kein größerer Trost auf der Erde als die Taufe, durch die wir in das Urteil der Gnade und Barmherzigkeit treten. Die Taufe richtet die Sünden nicht, sondern treibt sie mit vielen Übungen aus. So spricht St. Augustin einen feinen Spruch: Die Sünde wird in der Taufe ganz vergeben – doch nicht so, dass sie nicht mehr da ist, sondern so, dass sie nicht zugerechnet wird. Als wollte er sagen: Die Sünde bleibt wohl bis in den Tod in unserem Fleisch und regt sich ohne Unterlass. Aber solange wir nicht in sie einwilligen oder in ihr bleiben, so ist sie in der Taufe dazu bestimmt, dass sie nicht verdammt noch schädlich ist, sondern täglich mehr und mehr ausgetilgt wird bis in den Tod. Deshalb soll niemand erschrecken, wenn er auch böse Lust und Sucht fühlt, und auch nicht verzagen, ob er schon fällt. Sondern er soll an seine Taufe denken und sich ihrer fröhlich trösten, dass Gott sich da verpflichtet hat, ihm seine Sünde zu töten und nicht zur Verdammnis anzurechnen, sofern er nicht einwilligt oder in ihr bleibt. Auch soll man wütende Gedanken oder Begierden, selbst das Fallen, nicht zum Anlass nehmen, zu verzagen, sondern als eine Ermahnung von Gott, dass der Mensch an seine Taufe gedenke, was Gott da geredet hat, damit er Gottes Gnade anrufe und sich übe, gegen die Sünde zu streiten, ja auch zu sterben begehre, um die Sünde loswerden zu können.

(Ein Sermon von dem heiligen hochwürdigen Sakrament der Taufe – Kap. 11)