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… und in Gottes Herzen erst recht.

“Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob” Die Jahreslosung 2015 ist viel zu schön, um im März schon vergessen zu sein. Hier ist ein schönes Lied dazu!

Eine der am häufigsten zitierten Formulierungen Martion Luthers ist sein “Was Christum treibet”. Doch in welchem Zusammenhang hat er das gesagt? Er wollte damit seine unetrschiedliche Berwertung evrschiedener neutestamentlicher Schriften begründen, insbesondere seine Zweifel daran, dass der Jakobusbrief tatsächlich von einem Apostel stammen könne (deshalb steht er, anders als im griechischen Neuen Testament, in unseren Bibeln – den Luther-Ausgaben – fast ganz hinten) Hier ist der Abschnitt aus seiner Vorede zu den Briefen von Jakobus und Judas:

“Darin stimmen alle rechtschaffenen Bücher überein, dass sie allesamt Christus predigen und treiben. Auch ist das der rechte Prüfstein, alle Bücher zu tadeln, wenn man sieht, ob sie Christum treiben oder nicht. Sintemal alle Schrift Christum zeiget und S. Paulus nichts denn Christum wissen will. Was Christum nicht lehret, das ist nicht apostolisch, wenns gleich S. Petrus oder Paulus leret. Widerum, was Christum prediget, das wäre apostolisch, wenns gleich Judas, Hannas,. Pilatus oder Herodes lehrt.”

Martin Luther in der “Vorrede auf die Epistel S Jacobi und Juede” (1546) in WA, DB VII 385
hier sprachlich geglättet, zitiert nach Clemens Hägele Was Christum treibet in: “ichthys” 30. Jahrgang Heft 2 (2014) S. 115-121, hier S. 116

Der Mensch fiel, aber Gott stieg herab.
Erbärmlich ist der Mensch,
aber voll Erbarmen kam Gott hernieder.
Der Mensch fiel durch Stolz.
Gott kam herab in Gnaden
Aurelius Augustinus

Ein lesenswerter “Stern”-Artikel über einen Besuch von Frank-Walter-.Steinmeier in Tunesien. Dort hat er sich zu seinem christlichen Glauben bekannt und gleichzeitig aus dem Koran zitiert

http://www.stern.de/politik/ausland/frank-walter-steinmeier-bekennt-sich-in-tunis-zum-christentum-2168557.html

Ich zitiere die letzten Sätze des Artikels:

Es ist so etwas wie die Menschheitsfrage dieser Tage: Verträgt sich die Demokratie mit der Religion? Steinmeier verbreitet Zuversicht: “Ich persönlich glaube, dass Religion sich mit dem Alltag der Demokratie nicht nur vertragen, sondern dass sie ihn sogar fördern kann.”

Es ist ja eher selten, dass ich unseren Politikern recht gebe – aber hier hat Steinmeier etwas Gutes und Wichtiges gesagt.

Wer etwas mehr dazu lesen möchte, dem empfehle ich die immer nch aktuelle Demokratie-Denkschrift der EKD von 1985: http://ekd.de/download/evangelische_kirche_und_freiheitliche_demokratie_1985.pdf

Das Jahr hat zwar schon begonnen – aber natürlich soll es auch für 2015 wieder den Hinweis geben, wo man brauchbare Kanons zur Jahreslosung dieses Jahres findet. “Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat” aus dem Römerbrief (Kap. 15, Vers 7) ist auf alle Fälle ein Wort, bei dem es sich lohnt, es durch Singen noch intensiver in sich aufzunehmen! Hier sind die Links:
Kanon von Gerhard Behrens (relativ “ausführlich”) http://kirchenmusikliste.de/sites/default/files/jahreslosung_2015_-_nehmt_einander_an.pdf
Kanon von Christa Kirschbaum (kurz und gut): http://www.zentrum-verkuendigung.de/fileadmin/content/Zentrum_allgemein/Advent_und_Weihnachten/Weiteres_Material/Kanon_zur_Jahreslosung_2015.pdf
Kanon von Martin Häupler (auch nicht sehr schwer): http://kirchenmusikliste.de/sites/default/files/jahreslosung_2015_kanon.pdf
Kanon von Patrick Heinemann (reizvoll): http://kirchenmusikliste.de/sites/default/files/kanon2015ph.pdf
Kanon von Wolfgang Richter (einfach – wer’s weiß, ahnt zumindest den Gospelmusiker) http://kirchenmusikliste.de/sites/default/files/kanon_nehmt_einander_an_jalo_2015.pdf
Sucht euch etwas aus und habt viel Freude damit!

Ein Lied, das Joe Cocker übrigens nicht für einen Menschen, sondern für Gott gesungen hat – der ist nämlich mit dem Text gemeint “You are so beutiful”.

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