Die Gospelsängerin Aretha Franklin, Freundin von Martin Luther King und von Barack Obama, ist tot. Hier ist eines ihrer bekanntesten Lieder:

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Man sollte
eine Geschichte über den Konjunktiv schreiben, auf dass er nicht mehr so verachtet sei.
Vielleicht würde man ihn als Person beschreiben?

Würde
ich sagen, diese Person sei
weder männlichen noch weiblichen Geschlechts, so nähmen
die diesen Text Lesenden gewisslich an, die Geschichte sei
vor der Zeit des Gendermainstream geschrieben, denn damals wäre
das noch etwas ungewöhnliches gewesen,
was so dem Charakter des Unwirklichen entsprochen hätte.
Heute aber wüsste
jeder das Zwischengeschlechtliche als Wirkliches anzusehen, so dass dieses der Eignung entbehrte,
zu verdeutlichen, dass der Konjunktiv, wäre
er eine Person, zugleich etwas Unwirkliches an sich trüge.

Jedenfalls müsste
die Person unsteten Wesens sein, hätte
gewiss kein Zuhause, wäre
zwar mit der unsichtbaren Frau Möglichkeit verheiratet, würde
aber zugleich mit Frau Unmöglichkeit fremdgehen.
Als unsympathische Begleiter würden
dem Konjunktiv wohl stets die Gnome „Eigentlich“ und „Vielleicht“ zur Seite sein.
Sicherlich müsste
unser Protagonist stets mit dem Regenschirm herumlaufen, denn wäre
der Konjunktiv ein Mensch, so würden
die Stilkundigen von heute ihn mit Regengüssen der Kritik übergießen, besonders die DeutschlehrerInnen, die man/frau Deutschlehrer*innen schreiben müsste,
sollte
dieser Text im Unibetrieb Verwendung finden sollen.
Wie sähe
er überhaupt aus, der Herr K,, wenn wir uns denn nun für ihn als Mann entschieden hätten?
Mit einem Wort von Bertolt Brecht ließe
sich sagen, er sei
„überlebensklein“ – vielleicht müsste
man auch aus riesig und winzig ein neues Wort bilden, das „rinzig“ heißen könnte.
So stünde
er also nun vor uns, der rinzige Herr Konjunktiv,
obdachlos mit Regenschirm, und er würde
uns kaum ansehen, denn unstet und flüchtig wäre
er, immer unterwegs von dem, was sein könnte
zu dem was sein sollte,
wenn es denn möglich wäre.
Hier könnte
die Geschichte zu Ende sein – und, o Wunder:
Sie ist es auch.

(Zu hoffen bleibt jedoch: Die „Würde“
des Menschen am Anfang unseres Grundgesetzes möge
kein Konjunktiv sein!)

Eingedenk des Erfolges, dessen das „Manifest der Freunde des Genitivs“ teilhaftig geworden wäre, hätte Bastian Sick sich mit dem Zwiebelfisch seiner angenommen, erschien es mir richtig, nun auch den Konjunktiv einmal zu „würde“-igen!

Seit die AfD im Bundestag sitzt, ist die deutsche Nationalmannschaft bei Fußball-Weltmeisterschaften immer in der Vorrunde ausgeschieden.

CSU Plakat für Flüchtlinge DgOeq1VX4AE45OK

Wie sich die Zeiten ändern: Wahlplakat der CSU von 1946 …

Dass die deutsche Nationalmannschaft gegen Mexiko verloren hat ist logisch – die Mexikaner haben schließlich ein Tor mehr geschossen als die deutschen (1:0).

Was ich aber nicht einsehe, ist dass, wir, die Wahlbürger-Mehrheit, wie Verlierer behandelt werden, obwohl wir 87:13 gewonnen haben. Bei der letzten Wahl haben 13 % AfD gewählt. Das waren schon erschreckend viele. Aber doch deutlich weniger als die 87 %, die das nicht getan haben, zu denen ich auch gehöre. Warum machen dann die Parteien, die von denen gewählt wurden, die NICHT die AfD haben wollten, plötzlich fast alle Politik für diese 13%-Minderheit? „Der AfD-Ähnlichkeitswettbewerb ist in vollem Gange“ hieß es kürzlich in einer Satiresendung. Warum? Warum kriege ich von denen, die ich gewählt habe, nicht die Politik, die ich gewählt habe, sondern bekomme die AfD-Politik, die ich ausdrücklich nicht haben wollte?

Vor einigen Monaten sagte ein CSU-Politiker: „Den messdienernden fußballspielenden Senegalesen werden Sie nie wieder los, das ist das Problem“ – und er wurde dafür von CDU bis Linkspartei, von Katholiken, Protestanten und Atheisten einhellig gerügt. Heute wird  genau die Politik forciert, die diesem Diktum entspricht. Es wird verhindert, dass ein Senegalese in Deutschland überhaupt mit anderen im Verein Fußball spielen und messdienern kann – er kommt nämlich, wenn er überhaupt irgendwie einreisen kann, gleich ins AZ, wo er überhaupt keinem Deutschen begegnet, außer den Behördenvertretern, mit denen er zu tun hat …

Um es deutlich zusagen: Ich will keine Asylwende, ich will keine Ankerzentren, ich will keine Verschärfung des ohnehin schon eher dürftigen Asylrechts. Ich will weiter stolz sein können auf Deutschland und seine Willkommenskultur. Ob es noch irgendeine Partei für mich gibt, die das auch will – und auch so handelt?

BTW: Glauben die AfD-Nachahmer wirklich, sie könnten der AfD so Wähler abjagen? Erstens würde das ja gar nichts nützen und wäre m.E. kein Grund zur Freude, wenn diese Wähler dann auch bei der Union, FDP oder auch SPD und Linken diese Politik kriegen. Die bislang „Etablierten“ vermitteln den Menschen doch nur den Eindruck, als ob sie sagen: „Ja, wir sehens ein, die AfD hatte recht“ – und machen damit eher noch Werbung fürs „Original“ …

 

Am Sonntag ist Weltbienentag und inzwischen hat es sich herumgesprochen: Sterben die Bienen, sterben viele Pflanzen und irgendwann der Mensch – HIER kann man sich an einer Protestaktion der Deutschen Umwelthilfe gegen die Ausrottung der Bienen (zB durch Glyphosat) beteiligen.

Der deutsche Humanistentag erwartet im Juni dieses Jahres 800 Teilnehmer in Nürnberg. Vieles ist ähnlich wie beim Kirchentag: Es gibt Podiumsdiskussionen und Vorträge, einen „Markt der Möglichkeiten“ (der allerdings auch kommerziellen Anbietern offensteht), Kabarett und sogar ein Gospelkonzert! (Mit einer Vertonung der „Menschenrechte im Gospelsound“ so die werbende Formulierung).
Die selbst ernannten „Humanisten“ (was heute in der Regel „Atheisten“ meint, so als ob gläubige Menschen nicht am Humanum orientiert sein könnten – ich bin auch stolz auf meine humanistische Bildung ….) beklagen ja oft, dass Kirchentage öffentlich gefördert werden. Allerdings gilt das auch für den Humanistentag – die Bundeszentrale für politische Bildung und die Stadt Nürnberg (bzw. ihr „Bündnis für Familien“) werden u.a. als Sponsoren genannt. Leider steht nirgends, wie hoch deren Zuwendungen sind. Erst wenn man wüsste, wie hoch die öffentliche Bezuschussung pro Teilnehmer ist (Kirchentage haben ungefähr die hundertfache Teilnehmerzahl …) könnte man beurteilen, ob da nicht vielleicht mit zweierlei Maß gemessen wird?