Ob es wirklich eine Predigt ist, weiß ich nicht – aber jedenfalls ein toller Text, und allemal predigttauglich:

Die Berliner Stadtmission hat gemeinsam mit mehreren Gnadauer Gemeinschaftsverbänden das Theologische Studienzentrums Berlin gegründet. Zum Wintersemester 2017/18 startet dort der gemeinsam mit der Ev. Hochschule Tabor (Marburg) entwickelte Studiengang „Theologie, Sozialraum und Innnovation“.

„Studierende können dort in acht Semestern einen staatlich anerkannten Bachelor erwerben“, erklärt Andreas Schlamm von der Berliner Stadtmission. Der Studiengang solle dazu befähigen, Erneuerungsprozesse in bestehenden Gemeinden anzustoßen und sie stärker mit ihrem direkten sozialen Umfeld in Berührung zu bringen, neue Ausdrucksformen von Kirche und Diakonie zu initiieren und zu einer interkulturellen Öffnung von Gemeinden beizutragen.

„Die Berufsperspektive Theologie hat unter jungen Leuten, denen heute viele berufliche Möglichkeiten offenstehen, in den letzten zwei Jahrzehnten an Attraktivität eingebüßt“, so Schlamm. Der Fachkräftemangel sei auch in der Kirche spürbar. „Uns liegt am Herzen, junge Leute für ein praxisnahes Theologie-Studium zu begeistern, das sie für die gegenwärtigen missionarischen Herausforderungen in Deutschland vorbereitet.“

Ende April findet ein Interessentenwochenende in Berlin statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

(entnommen aus den Nachrichten von jesus.de)

 

Allen schrillen Aktionen der Atheistenfundis zum Trotz: Nach wie vor befürwortet eine Mehrheit der Deutschen das Tanzverbot am Karfreitag. 52 Prozent sind dafür, nur 38 Prozent dagegen – das hat jetzt eine Umfrage ergeben. Die Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr auch praktisch unverändert. Näheres gibt es hier

Ein Lied für Karfreitag und einen Kanon für Ostersonntag findet man HIER

Bevor er US-Präsident wurde, war er schon einmal in Berlin – jetzt, nachdem er es nicht mehr ist, kommt er wieder dorthin – zum Deutschen Evangelischen Kirchentag im Reformations-Jubiläumsjahr. Was jetzt schon bekannt ist, findet man HIER

 

HIER habe ich schon einmal auf die Bibelübersetzung von Rabbiner Ludwig Philippson hingewiesen, die bearbeitet und neu aufgelegt worden ist – damals war gerade der erste Band erschienen, der die Thora und die prophetischen Sabbat- und Festtagslesungen (Haftarot) enthält. Jetzt gibt es den zweiten Band, in dem – wieder auf hebräisch und deutsch – die Prophetenbücher zu finden sind. Das sind nach jüdischem Verständis sowohl die „vorderen Propheten“ Josua, Richter, Samuel und Könige (die in der christlichen Tradition den „Geschichtsbüchern“ zugerechnet werden) als auch die „hinteren Propheten“ Jesaja, Jeremia und Ezechiel sowie das Zwölfprophetenbuch (die „kleinen“ Propheten von Hosea bis Haggai).  Für alle Theologen, die ihre Hebräischkenntnisse ab und zu etwas auffrischen wollen, aber auch für alle, die für ihre Predigtarbeit oder ihr Glaubensleben die Bibel möglichst gut verstehen wollen, ist diese Ausgabe m.E. eine große Hilfe. Übrigens hat – das habe ich gerade gelesen – auch Martin Luther sich bei seiner Übersetzung des Alten Testaments Rat bei Rabbinern und jüdischen Exegeten geholt, weil er in ihnen – bei allen Glaubensunterschieden – die „Experten“ für die hebräische Bibel sah. Diese Einstellung dürfte auch dazu geführt haben, dass er die nachchristliche (!) jüdische Kanonentscheidung anerkannte und die nicht auf hebräisch verfassten Bücher des AT (Jesus Sirach, Tobit usw..) als „Apokryphen“ verstand, also nicht als gleichwertige Teile des AT. Deshalb unterscheidet sich Inhalt und Aufbau einer evangelischen Bibel (z.B. der Luterhübersetzung) sich bis heute von einer katholischen Ausgabe (z.B. der Einheitsübersetzung). Auch dass wir im evangelischen Gottesdienst in der Regel den aaronitischen Segen aus 4. Mose 6 verwenden (wie im jüdischen Gottesdienst), dürfte mit diesem oft übersehenen Philosemitismus des „frühen“ Luther (der in der Wahrnehmung vom Antijudaismus des alten Luther nahezu verschluckt wurde) zu tun haben.

Hier nun die bibliographischen Angaben:

Die Propheten (hebräisch-deutsch) in der Übersetzung von Rabbiner Ludwig Philippson revidiert und herausgegeben von Walter Homolka, Hanna Liss und Rüdiger Liwak Herder-Verlag Freiburg im Breisgau 2016 bzw. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2016 ISBN 978-3-534-26889-4

 

… kann man sich HIER als Video anschauen und anhören!