Ein Abendgebet aus dem 4. Jahrhundert, das in manchen Passagen „Luthers Abendsegen“ sehr ähnlich ist:

O Gott, unser Herr,
du bist voller Güte und liebst die Menschen –
so vergib mir alle meine Sünden, die ich heute getan habe
in Gedanken, Worten und Werken.
Schenke mir einen friedlichen und ungestörten Schlaf.Dein heiliger Engel sei mit mir,
er schütze mich vor allem Bösen.
Sei du unser Schutz für unseren Leib und unsere Seele.
Zu dir steige unser Lob auf:
zum Vater, zum Sohn und zum Heiligen Geist,
jetzt und allezeit bis in Ewigkeit.
Amen.

„Wir können die liturgische Tradition nicht über Bord werfen. Sie ist das Boot.“

(Wolfgang M. Richter; Theologe, Gospelmusiker und Liturgiker kürzlich auf einer Tagung im von mir sehr geschätzten Michaeliskloster)

Prince ist nicht nur der Bruder einer bekannten Gospelsängerin, sondern hatte auch selbst eine große Affinität zur Gospelmusik …

Hans-Dietrich Genscher hat nicht nur diese berühmten „unvollendeten“ Worte gesagt. Er hat auch einmal auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges mit einem sowjetischen Politiker folgendes Gespräch geführt

„Meinen Sie nicht auch: Wenn da oben einer säße und uns Menschen zusieht, wie wir die vielen Raketen aufstellen, der müsste sagen: ‚Die Menschen sind verrückt geworden‘?“ Darauf HDG: „Ich bin sicher, dass da einer ist, der auf uns Menschen sieht und nach dem Sie und ich uns viel mehr richten sollten.“

 

Einen guten Impuls dafür gibt’s hier

(Zwar schon vor zwei Jahren ins Netz gestellt, aber da war die Situation vielleicht auch gar nicht so anders …)

 

Habe gerade bei Zeit-online etwas erstaunliches und Gutes entdeckt: Ein Kabarettist schreibt ein Gedicht, in dem das Wort „Demut“ positiv besetzt ist – guckst Du hier

 

Guckst Du hier – Luther kam ohne Adjetive aus und schreibt spannender und klarer als mancher Krimi. Beeindruckende Beispiele!

Schade, dass umgekehrt in Luthers Kirche Luthers Sprache nicht immer hoch im Kurs steht. So wurde das Thema des Reformatiosnjubiläum vom starken „Im Anfang war das Wort“ in ein langweiliges „Am Anfang war das Wort“ verdünnflüssigt. Warum?

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