Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Auf evangelisch.de wird ausdrücklich zum Mitdiskutieren aufgefordert – und zwar über das Thema, wie die Kirche mit dem Internet umgehen soll (weil das die EKD-Synode demnächst beschäftigt). Ich finde, “wir theologischen Blogger” sollten uns daran unbedingt beteiligen, sind wir doch IMHO eine echte Alternative zur “Hofberichterstattung” der offiziellen Kirchenseiten im Netz. Ich jedenfalls habe das schon getan.
Hier geht’s los: http://aktuell.evangelisch.de/artikel/110374/bausteine-zur-synodenkundgebung-einfuehrung

Der 31. Oktober steht wieder einmal bevor. Manche werden hallowinseln gehen. Andere feiern Reformationsgottesdienste. Der Unterschied zwischen Halloween und Reformationstag ist ganz einfach: Halloween zeigt, dass Menschen mit ihrer Jenseits-Angst nicht zurechtkommen. Reformation lässt erfahren, dass wir keine Jenseitsangst zu haben brauchen …

An meinem Studienort Greifswald gibt es schon seit einiger Zeit ein tolles missionarisches Gottesdienst-Projekt – den “GreifBar”-Gottesdienst in der Stadthalle. Jetzt wurde er auf evangelisch.de vorgestellt – Guckst du hier:

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/109942/greifswald-mission-mit-feuer

Guckst du hier: http://bazonline.ch/kultur/diverses/Gott-und-Oestrogen/story/26260137

Heute gelesen (in den “Losungen”): ein Vers aus Matthäus 9 (29-30):

“Jesus berührte ihre Augen und sprach: ‘Euch geschehe nach eurem Glauben!’ Und ihre Augen wurden geöffnet.

Ein tolles Wort. Jesus hat mehrfach Blinde geheilt. Aber er hat niemals zu sehenden gesagt, sie sollen vor irgendetwas die Augen verschließen, wegschauen. Unangenehmes verdrängen. Religionen werden manches Mal dazu benutzt, Menschen zu verblenden und blind zu machen, auch fromme Menschen wollen manchmal Dinge einfach nicht wahrhaben, weil sie nicht in ihr Bild passen – aber Jesus will nicht, dass Menschen blind sind oder die Augen vor der Wirklichkeit verschließen, er will, dass wir sehen! Er öffnet uns die Augen. Super.

Hier ist ein Vorschlag für eine kurze Veranstaltung am Jahrestag des Beginns des ersten Weltkrieges:
Die Veranstaltung sollte an einem belebten Platz stattfinden (zB Markt, EInkauftsstraße). EIn Plakatständer kann darauf aufmerksam machen und als Mittelpunkt für einen Schweigekreis dienen.

Musikalische EInleitung: Sologesang “Sometimes I feel like a motherless child” (sehr schöne zweistimmige Version in “GOSPELIMPULS” Gütersloher Verlag – S. 180 – auch hier zu finden, mit freundlicher Genehmigung des Autors:
Sometimes I feel like a motherless child )
(Sprecher:)
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Es ist ein gemeinsamer Aufruf der vielen christlichen Kirchen in Europa: Die Kirchen bitten die Menschen in allen Ländern Europas darum, dass sie heute ihren Alltag – wo immer sie sind – mit einer Schweigeminute unterbrechen. Das soll geschehen im Gedenken an den 1. Weltkrieg, der heute vor 100 Jahren, am 1. August 1914 begonnen hat.
Damals haben viele Christen die Kriegsbegeisterung ihrer jeweiligen Völker geteilt.
Heute sind die Kirchen der europäischen Länder, die damals verfeindet waren, vereint im Willen zum Frieden.
Wir schweigen gemeinsam mit Menschen in vielen Ländern Europas.
Lassen Sie uns unsere Schweigeminute beginnen

(Schweigen, danach:)

Auch in unseren Tagen ist der Friede bedroht. Deshalb lade ich Sie ein, dass wir miteinander das Friedengebet sprechen:

(Alle:)
O Herr,
mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass du mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
Amen.

(evtl. Instrumentalmusik zum Ausklang)

Er hob die DDR aus den Angeln

Christian Führer, langjähriger Pfarrer der Nicolaikirche in Leipzig, ist tot. Er ist der Vater der Leipziger Friedensgebete und der daraus entstandenen Montagsdemonstrationen und damit der Bewegung, die zum Ende der DDR führte.
Ich verneige mich in Dankbarkeit und bin traurig, dass wir von solchen Menschen viel zu wenige haben. Außerdem bedauere ich sehr, dass evangelisch.de zu Christian Führers Tod (wenn ich es in der unübersichtlichen Struktur der Seite nicht übersehen habe) bisher noch kein Wort verloren (bzw. gefunden) hat.
Einen guten Artikel dazu gibt es aber bei der Deutschen Welle, guckst Du hier: http://www.dw.de/der-die-ddr-aus-den-angeln-hob-zum-tod-von-pfarrer-christian-f%C3%BChrer/a-17748850

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